Golfplatz am Cossi: Dementi von Unister kommt bei Naturschutzverbänden schlecht an
Redaktion
06.03.2009
Golfplatz versus Naturschutz.
Am 28. Februar publizierte die Unister GmbH auf ihrer Homepage eine Pressemitteilung, mit der sie auf die Vorwürfe von NABU-Regionalverband Leipzig e. V. und des Ökolöwen Leipzig reagiert, die Öffentlichkeit getäuscht zu haben. Bereits vorher gab's entsprechende Mitteilungen an die Medien.
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So erklärt die Unister GmbH zum Planungsentwurf, den NABU und Ökolöwe als Grundlage ihrer Kritik benutzten: Das von Unister so betitelte “Planungskonzept“ sei “weder öffentliches Werbekonzept, noch Unister-Pressemeldung und auch kein Bebauungsplan, sondern ein ursprünglich nichtöffentliches Verschlussdokument.“
Vergleich zwischen Golfplatzplanung und Naturschutzreservoir.
Karte: Nabu
„Wenn dem wirklich so sein sollte", teilen nun beide Naturschutzverbände in einer gemeinsamen Erklärung mit, „dann hat die Unister GmbH aber der Presse und der Öffentlichkeit noch einiges zu erklären. Der uns von Journalisten zugesandte Planungsentwurf wurde von einem Firmencomputer der Unister GmbH mit einer Firmen-Email-Adresse der Unister GmbH in der zweiten Februarhälfte an namhafte deutsche Presseagenturen versandt."
Und das zu einer Zeit, als die Presse begierig auf der Suche nach Informationen zu den bis dahin weitestgehend noch unbekannten Plänen war, die aber schon fleißig lanciert wurden. So, wie man eben macht, wenn man die Reaktion der Öffentlichkeit auf Pläne testen will, von denen man selbst nicht allzu sehr überzeugt ist, dass sie auf Gegenliebe stoßen.
„Wir sehen in den uns vorliegenden E-Mail-Schreiben deshalb ein gezieltes Einstreuen der Informationen in die deutsche Medienlandschaft", kritisieren beide Verbände. Und zitieren Unister: „Die von den Ökolöwen und vom NABU-Regionalverband Leipzig monierten Abweichungen sind entsprechend gegenstandslos“.
„Ist sich die Unister GmbH da wirklich sicher?" fragt der Ökolöwe. „Dann sagen sie dies bitte auch den Markkleeberger Stadträten! Denn nach Auskünften einer sicheren und glaubwürdigen Quelle liegt diese Präsentation auch den Markkleeberger Stadträten als Datengrundlage für ihre Entscheidungsfindung vor. Das halten wir dann aber gar nicht mehr für gegenstandslos, wenn Stadträte anhand von fehlerhafter Visualisierung Entscheidungen treffen sollen."
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