Es brennt die Luft in Markranstädt: Karl Heyde und die jüngsten Vorfälle am Kulkwitzer See
Bernd Reiher
17.11.2009

Wiesen zu Acker ...
Er hat es des öfteren in die Schlagzeilen geschafft, der Kulkwitzer See am West-End von Leipzig, in diesem Jahr 2009. Für die Leipziger Seite war ein Bebauungsplan aufgetaucht, der so ähnlich schon einmal zurück in die Giftschränke verwiesen worden ist.
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Auch auf Markranstädter Seite hat man in den letzten Monaten die Pläne zur weiteren Bebauung konkretisiert. Hier sind für das Westufer des kleinen Gewässers weitere Flächen unter anderem für Eigenheime im Gespräch. Die Anwohner gingen auf die Barrikaden. Es kam zur Sondersitzung vergangene Woche. Dabei gab es auch eine Einigung. Die allerdings wurde schon am nächsten Tage zunichte gemacht.
Wir trafen Karl Heyde vom NaBu Leipzig e.V. und wollten mehr zu den Hintergründen wissen. Im Interview mit Radio Neuseenland sagte er unter anderem zur aktuellen Situation: „Nachdem es massiven Bürgerprotest gab, gab es einen Sonderstadtrat in Markranstädt. Eine einmalige Geschichte, auf der festgelegt wurde, dass ein Sonderarbeitskreis zum Stadtentwicklungskonzept sich speziell mit den Fragen zum Kulkwitzer See beschäftigt.“

Eigentlich sollten die Wiesen am Westufer des Kulkwitzer Sees erhalten bleiben ...
Foto: Elke Göbel
Diese Sondersitzung ging am vergangenen Dienstag über die Bühne. Heyde dazu weiter: „Da haben wir uns mit Vertretern der Gemeinde, mit Stadträten darauf geeinigt, dass die wertvollen Wiesen erhalten bleiben sollen und zu schätzen sind. Und genau am nächsten Tag werden diese wertvollen Wiesen durch die Agrargenossenschaft umgeackert.“

... doch ein paar Ackerleute möchten hier gern noch weitere Eigenheime hinstellen.
Foto: Elke Göbel
Weitere Informationen zum Vorfall im Audio-Interview. Es geht auch um die allgemeine Situation auf der Markranstädter Seite des Kulkwitzer Sees, die Sondersitzung des Stadtrates, die Rechtslage und mögliche Konsequenzen.
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