Weihnachtsfrieden: Freie Wähler Markranstädt bereiten sich auf Bürgermeisterwahl vor
Matthias Weidemann
19.12.2011
Jens Spiske.
Foto: FWM
Bekanntlich besänftigt die Adventszeit so manches erhitzte Gemüt und trägt dazu bei, dass zerstrittene Parteien das Kriegsbeil wenigstens begraben, wenn sich sich schon nicht brüderlich in die Arme fallen. So wollen auch die Freien Wähler Markranstädt (FWM) nach aufgeregten Tagen der politischen Auseinandersetzungen im Rathaus ein wenig Frieden einkehren lassen.
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FWM-Vorsitzender Jens Spiske dazu: „Der Vorstand der FWM trifft sich am 20. Dezember zur nächsten Sitzung. Ich möchte Ihnen mitteilen, dass sich nach den turbulenten Ereignissen der letzten Tage in unserer Stadt, es nun auch für uns Zeit ist, Frieden einkehren zu lassen und uns sachlich mit den Problemen in Markranstädt auseinanderzusetzen. Es soll ja nicht der Eindruck entstehen, dass wir uns ausschließlich mit der Bürgermeisterin Carina Radon beschäftigen wollen. Es gibt sicherlich Wichtigeres, gleichwohl steht Frau Radon symbolisch für die Dinge, die es anzupacken und zu verändern gilt.“
FWM-Vorsitzender Jens Spiske.
Foto: FWM
Deshalb soll es am 20. Dezember „lediglich“ zwei Tagesordnungspunkte geben. Da wäre zum einen die Festlegung eines Eckprogramms für die Bürgermeisterwahl 2012 sowie die Aufnahme neuer Mitglieder in den Verein.
Jens Spiske: „Ich denke, dass es von öffentlichem Interesse ist, dass wir, der Vorstand und die Mitglieder, ab 20 Uhr für die Bürgerinnen und Bürger für Diskussionen, Anregungen und weitere Fragen zur Verfügung stehen.“ In Markranstädt jedenfalls scheint die Initiative der FWM auf fruchtbaren Boden zu fallen. Laut Jens Spiske verfolgt man das Vorgehen der FWM sehr rege: „Unsere Homepage erfreut sich nachweislich großer Beliebtheit. Das zeigt uns, dass die Bevölkerung Markranstädts unsere Arbeit mit großem Interesse verfolgt. Uns gibt das ein gutes Gefühl und Stärkung für die vor uns liegende Arbeit.“
Die FWM hatte sich am 30. November aus Unmut über eine laut FWM selbstherrliche Rathausführung gegründet. Man fühlte sich als Bürger der Stadt Markranstädt nicht mehr vertreten und wolle nun selbst Initiative ergreifen, um die Kommunalpolitik mitzugestalten. Unter anderem wurde der Führungsstil der Markranstädter Bürgermeisterin Carina Radon als undemokratisch kritisiert.
Seinen vorläufigen Höhepunkt fand der Streit als die Bürgermeisterin eine Beigeordnete während einer Rathaussitzung aus dem Saal weisen wollte. Als die Stadträtin dieser Weisung nicht folgte beendete die Bürgermeisterin die Sitzung kurzerhand. Alles Vorgänge, die nach Meinung der FWM zeigten, wie wenig demokratisch es im Markranstädter Rathaus zugeht. Nun, während des Jahreswechsels wird wohl Ruhe im Sitzungssaal einkehren. Und zwar solange, wie die FWM braucht, um im neuen Jahr einen neuen Anlauf zu nehmen. Kommunalpolitik kann ja so spannend sein.
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