Markranstädter Freie Wählergemeinschaft sagt Kommunalpolitik den Kampf an: 2012 eigener Bürgermeisterkandidat
Matthias Weidemann
02.12.2011
Jens Spiske
Foto: FWM
Politikverdrossenheit hat ihre Ursachen meist darin, dass sich der Bürger von „denen da oben“, also Politikern, nicht mehr verstanden und vor allem nicht mehr vertreten fühlt. Das kann zum einen in Gleichgültigkeit umschlagen und im positiven Falle zu Eigeninitiative. So wie in Markranstädt, wo sich jetzt ein Verein gegründet hat, mit dem Ziel, an der demokratischen Willensbildung mitzuwirken.
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Vorsitzender des am 30. November gegründeten Vereins Freie Wähler Markranstädt (FWM) ist Jens Spiske. Der Vater von zwei Kindern ist selber Bürger von Markranstädt und will mit Bürgern das Leben in der Kleinstadt im Westen Leipzigs gestaltend in das politische Geschehen seiner Heimatstadt eingreifen: „Der Verein ist ein Zusammenschluss in keiner politischen Partei und in keiner anderen Wählervereinigung gebundener Bürgerinnen und Bürger. Ziel des Vereins ist es, an der demokratischen Willensbildung der Bürgerinnen und Bürger in der Kommunal- und Regionalpolitik der Stadt Markranstädt und im Landkreis Leipzig mitzuwirken und in diesem Sinne die Kommunal- und Regionalpolitik positiv zu beeinflussen und zu gestalten.“
Jens Spiske ist Vorsitzender des Vereins Freie Wähler Markranstädt (FWM).
Foto: FWM
Um diese Ziele zu erreichen, beteiligen sich die FWM an den Wahlen der Bürgermeister, zum Stadtrat und den Ortschaftsräten sowie den Kreisräten des Landkreises Leipzig. Jens Spiske, der als Allgemeinarzt bei der Bundeswehr tätig ist zu den Beweggründen: „Motor und Motivator für die Gründung der FWM war und ist die Unzufriedenheit vieler Bürgerinnen und Bürger mit der Politik der Parteien in Markranstädt. Aus unserer Sicht haben die sogenannten etablierten Parteien in Markranstädt versagt. Auch die Bürgermeisterin Carina Radon von der CDU vertritt seit langem nicht mehr die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger. In unserer Stadt hat sich in den letzten Jahren ein Umgang mit politisch Andersdenkenden etabliert, der aus unserer Sicht nichts mehr mit Anstand, Respekt , Pluralität und Demokratie zu tun hat. Wir wollen das ändern!“
Die FWM, so Spiske, stehe für Offenheit, gegenseitigen Respekt, Demokratie und Transparenz in der Politik. Für das Jahr 2012 will die FWM sogar einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl ins Rennen schicken. Jens Spiske: „Wir wollen das nächste Stadtoberhaupt stellen.“ Um diese zu erreichen will man sich Themen wie der Förderung der Mittelständischen Wirtschaft, besonders der kleinen und kleinsten Betriebe, widmen. Außerdem habe man sich die Steigerung der der Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Markranstädt durch Ansiedelung und Förderung von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben auf die Fahnen geschrieben.
Weiter strebe man eine Belebung der Leipziger Straße an, wolle eine sachbezogene Förderung der Jugendarbeit sowie die Wiederbelegung des Qualitätsmerkmals „Markranstädt-Sportstadt am See“ an. Jens Spiske: „In den nächsten Wochen werden wir ein umfangreiches Programm entwickeln. Dabei suchen wir insbesondere auch den Dialog mit den Medien.“ Die Internetseite www.freiewähler-markranstädt.de soll in den nächsten Tagen frei geschaltet werden.
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