Kita Hoßgraben in Markranstädt: Neue Holzpelletanlage spart Energie und macht Energiegewinnung für die Kinder sichtbar
Redaktion
09.01.2012
Carina Radon zu Besuch in der Kita Hoßgraben.
Foto: Stadt Markranstädt
Nicht nur mit Wind und Sonne kann geheizt werden. Auch mit Holzpellets kann man auf moderne Weise heizen. Wie in der Kindereinrichtung Hoßgraben in Markranstädt, die Bürgermeisterin Carina Radon am 5. Januar besuchte. Sie ließ sich bei der Besichtigung extra die neue Holzpellet-Heizungsanlage zeigen.
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Mit der Umstellung der Heizungsanlage in der Kindertagesstätte Hoßgraben auf eine Pelletsheizung und der gleichzeitigen Sanierung der Heizungsstränge sowie der Heizkörper tut auch die Stadt Markranstädt etwas dafür, den CO2-Ausstoß in Markranstädt deutlich zu reduzieren. Bis 2025 hat sich die Stadt ein Reduzierungsziel von 25 Prozent gesetzt.
"Wir engagieren uns seit einigen Jahren verstärkt im Bereich des Klimaschutzes“, erklärt Carina Radon dazu, „denn uns ist ein nachhaltiger ressourcenbewusster Umgang mit den verfügbaren Energiequellen wichtig. Wir wollen mit Energie in Zukunft und eine lebenswerte Zukunft für die nachfolgenden Generationen schaffen.“
Darüber hinaus ist die innovative und effiziente Energieerzeugung durch Sichtfenster und Schautafeln erlebbar für die Kinder, Erzieherinnen und Eltern. Sie können so am praktischen Beispiel eine zeitgemäße und ökologisch optimale Heizungsanlage besichtigen.
Bisher wurde das Gebäude mit zwei überdimensionierten Gaskesseln beheizt und Warmwasser aufbereitet. Dabei wurde durch die Kesselanlage jährlich bis zu 38 Tonnen CO2 ausgestoßen. Die neue Anlage wird mit Holzpellets - bestehend aus Restholz - befeuert, die CO2-neutral verbrennen. Denn dabei wird nur so viel Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen, wie vorher vom Baum aufgenommen wurde. Durch die Verrottung im Wald würde im Zuge der natürlichen Zersetzung ebenso viel CO2 freigesetzt.
Bürgermeisterin Carina Radon zu Besuch in der Kita Hoßgraben.
Foto: Stadt Markranstädt
Indem die Heizungsanlage auf den tatsächlich notwendigen Bedarf reduziert, die Dämmung der gesamten Heizungs- und Sanitäranlage erneuert sowie nicht benötigte Rohrleitungen rückgebaut worden sind, konnte die Effizienz der Anlage weiter gesteigert werden. Der jährliche Energieverbrauch und die Energiekosten werden sich ebenfalls positiv auf die Betriebskostenabrechnung auswirken und zu Kosteneinsparung führen.
In den Einbau des Pelletskessels wurden 90.000 Euro investiert, die gemäß der Förderrichtlinie „Energie und Klimaschutz“ zu 45 % gefördert worden sind. Für die Sanierung der Heizstränge und Verteilung würden ebenso 90.000 Euro verbraucht, die innerhalb des Konjunkturpaketes II zu 80 % gefördert worden sind.
Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1976 und wurde in Fertigteilbauweise errichtet. 1997/98 erfolgte die Sanierung der Außenfassade einschließlich der Fenster. Die vorhandene Heizungsanlage war bereits 15 Jahre alt und um etwa 50 % überdimensioniert.
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