Uni-Riesen vs. Langen 91:73 - Gastgeber reizen es nicht aus
Marko Hofmann
31.10.2011
Uni-Riese Kevin Schweiger gegen die Langener Abwehr.
Foto: Jan Kaefer
Die Uni-Riesen Leipzig haben einen weiteren Heimtriumph feiern können. Sie gewannen gegen den TV Langen mit 91:73 (49:41). Es war sogar ein weitaus höheres Ergebnis möglich, doch die Grünweißen ließen im letzten Viertel sämtliche Konzentration auf der Auswechselbank.
Anzeige
USC-Coach Polychroniadis war nicht so recht zufrieden mit dem gezeigten Spiel.
Foto: Jan Kaefer
Ein zufriedenes Gesicht sieht anders aus als das, was Uni-Riesen-Coach Dimitris Polychriandis nach dem 91:73-Heimsieg seiner Mannschaft machte. Zu unkonzentriert und selbstzufrieden präsentierte sich seine Mannschaft die letzten zehn Minuten, reizte ihr Potenzial nicht aus und vergab so einen Sieg jenseits der 100-Punkte-Marke. „Das ist im Basketball normal, dass du bei einer so großen Führung, ein wenig die Konzentration verlierst“, nahm Polychroniadis seine Spieler jedoch in Schutz. Er hatte ein anderes, größeres Problem. „Ich bin nicht zufrieden, weil wir nicht den Basketball spielen, den ich sehen will.“ Frustrierend für den Coach: „Wir üben unter der Woche Spielzüge ein, die super klappen und im Spiel setzen es vier Leute um und einer vergisst es. In schwierigen Situationen bekommen wir da Probleme.“ Dass die Uni-Riesen trotzdem insgesamt locker gegen den TV Langen gewannen, lässt diese Kritik als Luxusproblem erscheinen. Noch, denn Langen war kein Topteam der Liga. Die warten in den kommenden Wochen.
Kai-Uwe Kranz schenkte sich einen Sieg zum Geburtstag.
Foto: Jan Kaefer
Mit Walter Simon, Richard Fröhlich, Mo Pratt, André Spalke und Lamar Morinia in der Starting-Five agierten die Grünweißen wie echte Hausherren in der Großen Arena. Die 696 anwesenden und teilweise lautstarken Fans sahen schon zu Beginn ein dominantes Team, aber auch einen unzufriedenen Trainer. Trotz einer 16:6-Führung zur Hälfte des Viertels fragte Polychroniadis Walter Simon lautstark, was das denn sei, was hier gespielt wird. Trotz einiger Abstimmungsprobleme gewannen die Gastgeber jedoch das Anfangsviertel mit 24:17. Langen hatte sichtbare Probleme, den eigenen Rhythmus zu finden. Selbst eine Auszeit von Coach Fabian Villmeter verpuffte zunächst. Die Uni-Riesen landeten gleich zu Beginn einen 12:0-Lauf.
Erst im zweiten Viertel hatten die Gäste, mit Rudi Völlers Sohn Marco auf dem Parkett, mehr Zugriff auf das Spiel, trafen jetzt regelmäßiger, waren zur Halbzeit aber trotzdem acht Punkte weg. Ihr Pech: Bei den Uni-Riesen traf fast jeder von der 6,75-Meter-Linie: Norbert Beier, der starke André Spalke, Kevin Schweiger und natürlich auch Kai-Uwe Kranz – mit 14 Punkten zusammen mit Walter Simon Topscorer. „Diese starke Dreierquote war möglicherweise Gift für unser Spiel in der zweiten Halbzeit“, kommentierte der mit drei bei drei Versuchen erfolgreiche Spalke nach dem Spiel.
Lamar Morinia treibt das Spiel nach vorn.
Foto: Jan Kaefer
Dieses angesprochene Gift wurde allerdings nach der Pause noch nicht so offensichtlich. Die Gastgeber ließen das Spielgerät locker-flockig in der Offensive zirkulieren, trafen aus der Zone, trafen von außen, stahlen viele Bälle und zogen zwischenzeitlich mit 28 Punkten davon. Weil Gästetrainer Villmeter noch ein wenig an der Seitenlinie rummotzte, kamen auch noch Freiwürfe und zusätzlicher Ballbesitz hinzu. Ende des dritten Viertels standen die Zeichen der Zeit auf Heimsieg. Zeitgleich kam das angesprochene „Gift“ ins Spiel, denn im letzten Viertel war nicht nur die Konzentration weg, die Uni-Riesen spielten den Ball zudem recht selten in die Zone. „Das war eigentlich unser Matchplan, aber wir haben es nach den guten Würfen in der ersten Hälfte zu sehr mit Dreiern probiert“, so André Spalke.
So verpasste der neue und alte Tabellenführer einmal mehr zu Hause die möglichen 100 Punkte. „Der Spielstand hat uns zu bequem werden lassen, davor haben wir aber gerade im dritten Viertel 100 Prozent gegeben. Das war stark“, analysierte Mo Pratt während des Auslaufens, während sein Trainer haderte. „Es muss möglich sein, dass wir über längere Zeit konzentriert spielen, sonst wird es in Zukunft schwer.“ Am besten die Uni-Riesen reizen ihr Potenzial direkt in den kommenden Spielen aus, denn dann warten die Topteams aus Hanau, Nördlingen und Gotha.
Die sächsische Staatsregierung ist ja höchst besorgt um das Bild von Sachsen - nach innen und nach außen. Also hat sie mal wieder eine Image-Befragung durchführen lassen, 4.000 Leute befragen lassen durch die GMS Dr. Jung GmbH, 1.000 in Sachsen selbst, 1.000 im Rest von Ostdeutschland, 2.000 im Westen. Eigentlich eine Befragung, die die schöne Erkenntnis bestärkt: Nehmt euch nicht so wichtig. mehr…
Der Wald steckt voller Zeichen: Hinweisschilder für Gasleitungen, Wanderwege, Graffiti oder Markierungen an Bäumen. Alles hat – meistens – seinen Sinn. Die erleb-bar hat viele dieser Symbole entschlüsselt und die Ergebnisse in einer neuen Geocaching-Tour zusammengestellt. mehr…
Der erste Quartalsbericht für 2012 ist da. Die vierteljährliche Krankenstandsmeldung des Amtes für Statistik und Wahlen für die Stadt Leipzig. Lebt der Patient noch? Ist er gar auf dem Weg der Besserung? - Die Zahlenbasis wird immer unsicherer. Doch die neuen Zahlengrundlagen aus dem Zensus 2011 gibt es erst 2013. Oder gar erst 2014, befürchtet Peter Dütthorn. mehr…
Die Kinderpolizei der Agentur Schutzengel eröffnet pünktlich zum Kindertag 2012 – am 1. Juni – ihre erste Polizeiwache auf sächsischem Boden. In den Räumen der integrativen KITA Grünschnabel des Kinderschutzbundes Leipzig (Oststraße 185) wird die erste sächsische Kinderpolizeiwache ihren Platz finden. mehr…
Hört oder liest man ein Märchen nur mit dem logischen Verstand - dann will und wird so manches nicht zusammenpassen. Doch auch Herz und Phantasien lesen mit und dies ist das Entscheidende. Gerade bei Kindern nehmen Phantasien in den Gedanken den größten Raum ein. So dient das Märchen als Spiegel ihrer Erfahrung, Ängste, Wünsche und Träume. mehr…
"Neue Schulen braucht die Stadt". Zu diesem Thema lädt die Leipziger SPD Jugend am Donnerstag, 24. Mai, ab 19:00 Uhr in die SPD Geschäftsstelle (Rosa-Luxemburg-Straße 19/21) ein. Gemeinsam mit dem Leipziger Landtagsabgeordneten Holger Mann wird über den Neu- und Ausbau sowie die Sanierung von Schulen in Leipzig diskutiert. mehr…
Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) hat am 22. Mai während einer Bilanzpressekonferenz auf das letzte Jahr zurück geblickt und gleichzeitig eine Vorausschau gewagt. Die besagt, dass man eine weitere Milliarde Euro benötigen wird, um die LMBV-eigenen Bergbaufolgelandschaften zu rekultivieren. mehr…
Unter dem Motto „Von Panitzsch bis Paris“ sind ab 27. Mai in der Kirche Panitzsch Bilder in Öl von Margitta Pötzsch zu sehen. Zur Vernissage und zum Galerierundgang mit der Leipziger Künstlerin wird am Pfingstsonntag um 17 Uhr herzlich eingeladen. mehr…
Am Donnerstag, dem 7. Juni, lädt der Swingin'LE Tanzklub wieder zum kostenlosen Schnupperkurs ein. Swing und Lindy Hop im Rhythmus der 30er und 40er Jahre, als Amerika noch ein unbeschwertes Lebensgefühl hatte. Der einstündige Kurs beginnt 19:00 Uhr. mehr…
Am 25. Mai geht's los, dann überschwemmen wieder Menschen in schwarzen und bunten Kostümen die Stadt, duften nach Patschuli, geben sich betont lässig, obwohl sie völlig aufgewühlt sind. Zu Pfingsten ist Leipzig wieder Schauplatz des Wave Gotik Treffens. Der Plöttner Verlag ist dabei. Unter anderem mit dem dicken Buch zu "Death in June" von Aldo Chimenti. Der Besucher wird an seinem Stand auf dem agra-Gelände aber auch ein Plakat erstehen können, das durchaus ungewöhnlich ist. mehr…
Von wegen, Strom aus Kohle würde nicht subventioniert und sei deshalb eine preisgünstigere Alternative zu erneuerbaren Energien. Die Kosten werden nur nicht auf den Strompreis aufgeschlagen, die fließen als Subvention - zum Beispiel bei Kosten für die Sanierung der ostdeutschen Braunkohlereviere. Und die werden - wie die LMBV am Mittwoch mitteilen musste - noch höher, als bisher geplant. mehr…
"Fertigstellungstermin des A 72-Abschnitts von Rochlitz bis Borna verschiebt sich auf Sommer 2013", teilte Staatssekretär Roland Werner gemeinsam mit dem DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger am Dienstag, 22. Mai, mit. Eine scheinbar beiläufige Meldung im Rahmen eines Großbauprojekts, dessen Planungen und Kosten mittlerweile genauso aus dem Ruder gelaufen sind wie die des Leipziger City-Tunnels. Natürlich hat das Gründe. mehr…
Welche Auswirkungen auf Leipzigs Infrastruktur wird der Citytunnel Ende 2013 haben? Dieser Frage gingen Studierende der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) im Rahmen von zwei Projekten nach. Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen standen dabei mögliche neue Wegebeziehungen. Die Ergebnisse werden vom 25. Mai bis 15. Juni in der 5. Etage des Neuen Rathauses im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes gezeigt. mehr…
Jamal Engel hat für die SG Leipzig Leutzsch im Gästeblock-Streit Stellung bezogen. Auf dem Familienportal "Tüpfelhausen" gab der Vorstandssprecher den Fans der BSG Chemie Leipzig einen Korb. 29 Fanclubs hatten ihn zuvor gebeten, ihnen beim Aufeinandertreffen beider Clubs am 9. Juni den Norddamm zur Verfügung zu stellen. Sie befürchten, dass der Platz im Gästeblock für rund 1.000 – 1.500 Chemie-Fans nicht ausreichend sei. mehr…
"Grimms Märchen" ist seine vierte Show am Leipziger Centraltheater. Showmaster, Regisseur, Liedermacher und Schauspieler Rainald Grebe ließ in Leipzig Indianer vom Marterpfahl los, blickte in die "WildeWeiteWelt" und klettert seit Christi Himmelfahrt für Grimms Kinder- und Hausmärchen aus dem Sarg. Wir sind Grimm! Da bleibt kein Auge trocken, oder Herr Grebe? mehr…