Uni-Riesen vs. Rhöndorf 74:67 - Spannender als nötig
Jan Kaefer
04.10.2011
Top-Scorer Kai-Uwe Kranz (mi.) gab auch in der Defense alles.
Foto: Jan Kaefer
Die Leipziger Uni-Riesen haben auch ihr drittes Saisonspiel gewinnen können. Vor 466 Zuschauern in der Arena bezwangen sie die Dragons Rhöndorf mit 74:67. Kai-Uwe Kranz war dabei mit sechs versenkten Dreierwürfen der Mann des Tages. Der USC ist nun neben Gotha das bisher einzige ungeschlagene Team in der ProB Süd.
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Mo Pratt schraubt sich nach oben.
Foto: Jan Kaefer
Erst am Samstag hatten die Uni-Riesen in Weißenhorn einen Auswärtssieg einfahren können. Zwei Tage später mussten sie vor heimischem Publikum bereits wieder ran. Zu Gast waren diesmal die Drachen aus Rhöndorf, die mit noch leerem Punktekonto nach Leipzig kamen.
Die Gastgeber legten entsprechend selbstbewusst los und benötigten nicht mal eine Minute, um durch zwei Dreier von Mo Pratt und André Spalke mit 6:0 in Führung zu gehen. Doch zunächst gelang es den Dragons, diese erste Attacke wegzustecken und arbeiteten sich auf 7:7 heran. Das schöne Gefühl des Ausgleichs währte allerdings nicht lange, denn auf Leipziger Seite hatte Kai-Uwe Kranz einen Präzisionstag erwischt. Innerhalb von zwei Minuten navigierte der Dreierschütze vom Dienst gleich vier Fernwürfe ins Körbchen. "Wie im Rausch" habe er sich gefühlt, gab der 31-Jährige hinterher zu Protokoll. Damit beeindruckte er auch die Rhöndorfer, die Ende des ersten Viertels mit 28:15 klar distanziert waren.
USC-Coach Dimitris Polychroniadis im Dialog mit Walter Simon.
Foto: Jan Kaefer
Doch der Rausch verflüchtigte sich im nächsten Spielabschnitt, wodurch die Partie zunehmend enger wurde als es eigentlich nötig erschien. Dabei hatten die Uni-Riesen im zweiten Viertel gleich dreimal 17 Punkte zwischen sich und den Gegner gebracht (32:15, 34:17, 38:21). Das wirkte bei den Dragons wie ein Weckruf. Sie starteten einen 14:0-Punkte-Run, der bis ins dritte Viertel hinein reichte und ein aus Leipziger Sicht leicht beunruhigendes 38:35 hinterließ. Es sollte sogar noch knapper werden, denn Mitte des drittens Abschnitts gelang Rhöndorf der 41:40-Anschlusstreffer. Nun stand das Spiel auf der Kippe. Genau der richtige Zeitpunkt für einen befreienden USC-Dreier. Durch wen? Natürlich wieder einmal Kai-Uwe Kranz (44:40). Der ganz große Vorsprung wollte jetzt allerdings nicht mehr gelingen. Kritisch wurde es aber nur noch einmal - beim 50:48. Diesmal wussten die beiden Amerikaner Mo Pratt und Lamar Morinia die passenden Antworten.
Brachte Ordnung ins USC-Spiel: Philipp Holm.
Foto: Jan Kaefer
Anfang des letzten Viertels standen die USC-Signale beim 61:50 endgültig wieder auf grün. Zwar konnte Rhöndorf noch etwas verkürzen, doch letztlich durften sich die Leipziger Basketballer über einen verdienten 74:67-Erfolg freuen. "Es hat extrem viel Spaß gemacht", fand Kai-Uwe Kranz, der mit 18 Punkten aus sechs Dreier-Würfen der Leipziger Topscorer des Tages war.
Nun gilt es für die Uni-Riesen, nach dem kräftezehrenden Doppelspieltag schnell zu regenerieren. Am kommenden Samstag steht das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Um 20:00 Uhr ist beim TSV Tröster Breitengüßbach ein weiterer Sieg nahezu Pflicht, denn der TSV ziert nach seinen drei Niederlagen das Tabellenende der ProB Süd.
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