Weißenhorn vs. Uni-Riesen 71:81 - Basketball wird grün, die Weste bleibt weiß
Jan Kaefer
03.10.2011
Mo Pratt - zum Punkten aufgelegt.
Foto: Hans Botzenhardt
Mit blütenreiner Weste können die Basketballer des USC Leipzig heute um 18:00 Uhr die Dragons Rhöndorf in Empfang nehmen. Erst am Samstagabend hatten die Uni-Riesen bei der BG Illertal-Weißenhorn auch ihr zweites Saisonspiel mit 71:81 gewonnen. Für Mo Pratt und Ralph Schirmer war es die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte.
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Die Wiedersehensfreude in Weißenhorn schien die beiden Ex-Panther in Leipziger Diensten, Mo Pratt und Ralph Schirmer, regelrecht beflügelt zu haben. US-Forward Pratt, der 2007 in Weißenhorn seine erste Profisaison in Deutschland erlebte, avancierte mit 18 Punkten zum Top-Scorer des Abends. Direkt hinter ihm folgte Schirmer mit 15 Punkten. Er stand in der Saison 2009/ 2010 im Team der Schwaben.
André Spalke war mit 2 Punkten dabei.
Foto: Hans Botzenhardt
"Das Spiel bedeutet mir viel. Am wichtigsten wird aber sein, dass wir guten Mannschaftsbasketball zeigen und gewinnen", ließ Mo Pratt durchblicken, dass er dennoch nicht gekommen war, um Geschenke zu verteilen. Wie zum Beweis gingen auch prompt die ersten Punkte der Begegnung auf sein Konto. Und auch Schirmer wusste, wo der Korb hängt, brachte in einer ausgeglichenen Anfangsphase die Uni-Riesen mit 12:19 nach vorn.
Das sah Leipzigs Coach Dimitris Polychroniadis noch gern. Doch als Weißenhorn den 22:22-Ausgleich fabriziert und der USC einige Dreierwürfe versiebt hatte, reagierte der Grieche mit einer Auszeit. Seine dort gewählten Worte schienen bei den Spielern einige Zeit zu brauchen, um dort anzukommen, wo sie hingehörten. Denn zunächst geriet Leipzig mit 25:22 in Rückstand. Als der "Papiergroschen" dann aber gefallen war, folgte ein Leipziger 11:0-Run. Zur Halbzeit wusste die Anzeigetafel mit einem komfortablen 28:40 durchaus zu schmeicheln.
Der Uruguayer Philipp Holm.
Foto: Hans Botzenhardt
Aber auch der Trainer der Panther schien einige wirkumgsvolle Worte auf Lager gehabt zu haben. Gerade einmal vier Minuten dauerte es, bis die BG Illertal-Weißenhorn zum 40:40 ausglich. Nun witterten die Gastgeber Morgenluft - zumindest so lange, bis Ralph Schirmer und Kai-Uwe Kranz ihren Leipzigern wieder Leben einhauchten. Neben dem starken Schirmer stand Neuzugang Philipp Holm (Uruguay) auf der Platte. Der Point Guard machte auch prompt seine ersten Punkte in der ProB (44:51). Zudem harmonierte er ganz trefflich mit Lamar Morinia, der ihn mit einem feinen Pässchen bediente, dass Holm zum Dreier verwertete (56:63).
Allerdings schluderten die Polychroniadis-Jungs mit ihren Freiwürfen. Lediglich 55 Prozent (16 von 29) fanden ihr Ziel. So ging der Puls in der Schlussminute noch einmal etwas höher, als sich die Weißenhorner auf 69:77 heran geschlichen hatten. Aber den Schlusspunkt setzten wieder die Leipziger, die in Person von Morinia den Endstand von 71:81 festtackerten.
"Ich bin glücklich, dass wir das zweite Spiel gewonnen haben", freute sich Mo Pratt über den gelungen Ausflug, "jetzt sind wir bereit für Rhöndorf"! Die Dragons hatten - ganz im Gegensatz zu Leipzig - einen suboptimalen Start erwischt und mussten bisher zwei Niederlagen einstecken. In der Leipziger Arena stehen also heute die Chancen für ein weiterhin strahlendes Weiß auf der USC-Weste nicht schlecht.
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