Gotha vs. Uni-Riesen 91:69 - Drei gute Viertel reichen nicht
Marko Hofmann
20.11.2011
Philipp Holm kam für Pratt.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Die Uni-Riesen haben das Spitzenspiel bei den Rockets Gotha mit 69:91 (38:40) verloren und verbleiben auf dem vierten Tabellenplatz. Trotz der besten Halbzeit der Saison reichte es am Ende nicht für eine Überraschung. Coach Polychroniadis war trotzdem nicht unzufrieden.
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USC-Coach trotz Niederlage nicht unzufrieden
Drei Viertel sehr gut gespielt, vier Viertel bravourös gekämpft, aber trotzdem ohne Punkte nach Hause gefahren, so oder so ähnlich lässt sich die Auswärtspartie der Uni-Riesen beim neuen Spitzenreiter Rockets Gotha zusammenfassen.
„Ich bin trotz der Niederlage nicht unzufrieden“, so Uni-Riesen-Coach Dimitris Polychroniadis nach dem Spiel, „denn wir haben heute das beste der bisherigen Spitzenspiele in dieser Saison gemacht. Das war lange sehr hohes Niveau.“ Im Vergleich zur deutlichen Abfuhr gegen Nördlingen letzten Freitag und der Heimniederlage gegen die BSW Sixers Mitte Oktober, „hat meine Mannschaft einen Schritt nach vorn gemacht. Die Erwartungshaltung muss einfach auch realistisch sein“, so der Grieche. In der Tat hatten die Grünweißen mit ihrem starken Saisonstart so manche Hoffnung geweckt, die sie von den Ergebnissen in den letzten zwei Spielen nicht halten konnten, die sie aber auch von vornherein nicht eingeplant hatten. „Unser Ziel ist der vierte Platz, und wenn der gesichert ist, können wir über neue Ziele reden“, noch mal Polychroniadis. Zumindest ist Platz vier nicht in arger Gefahr, der TV Langen hat derzeit zwei Punkte weniger.
Disziplinierte erste Halbzeit
Bei den Rockets Gotha sah Polychroniadis seine Mannschaft drei Viertel auf Augenhöhe. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut dagegengehalten und waren sehr diszipliniert.“ Zwar lief es im ersten Viertel noch nicht rund (14:24), dafür aber umso mehr im zweiten als sich die Uni-Riesen wieder auf zwei herangekämpft hatten (38:40). „Unser Ziel war es, dass Spiel lange eng zu halten, dass ist uns bis zur 36. Minute gelungen.“ Dann zogen die Rockets Gotha urplötzlich davon. Kurz zuvor führten die Gäste in der Ernestiner Halle sogar mit zwei Punkten (47:45), ehe die Gastgeber mit einem 11:0-Lauf davonzogen. „Unsere Würfe fielen nicht mehr rein und wir bekamen auch Probleme bei den Fouls“, so der 42-Jährige.
Martin Scholz hatte schnell drei Fouls, Richard Fröhlich vier und auch Monyea Pratt, der nach schwacher Anfangsphase gut ins Spiel kam, kassierte zu Beginn des vierten Viertels sein viertes Foul. „Da mussten wir reagieren.“ Statt Pratt spielte Philipp Holm, der sein Team beinahe wieder herangebracht hätte. Doch bei 10 Punkten Rückstand verlegte der Südamerikaner einen Korbleger, von drei Freiwürfen nach einem unsportlichen Foul der Gastgeber landete Sekunden später nur einer im Netz. „Gut möglich, dass dann noch etwas gegangen wäre.“ Ging aber nicht und stattdessen schraubte Gotha den Vorsprung Stück für Stück in die Höhe, dominierte am Ende auch dank der wuchtigeren Körper die Reboundstatistik mit 45:27.
Der Ärger über die Niederlage war allerdings bei Polychroniadis schnell verflogen. „Jetzt kommen die wichtigen Spiele, bis Weihnachten wollen wir den Abstand auf den fünften Platz vergrößern.“ Am 1. Advent, 18:00 Uhr, kommt mit dem VfB 1900 Gießen zumindest ein Kellerkind in die Arena, das erst zweimal gewinnen konnte.
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