Hanau vs. Uni-Riesen 65:79 - Hanau „pratt gemacht“
Marko Hofmann
06.11.2011
Mo Pratt war bei der Partie in Hanau mit 23 USC-Punkten der große Matchwinner.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Auch von den White Wings Hanau haben sich die Uni-Riesen am Samstagabend nicht beeindrucken lassen. Die Basketballer siegten in Hessen mit 79:65 (33:32), hatten aber wie erwartet mehr Mühe mit ihrem Gegner als in den letzten Partien. Mo Pratt machte mit 23 Punkten am Ende den Unterschied.
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Mo Pratt - Schon acht Punkte im ersten Viertel
Vor dem Gastspiel der Uni-Riesen bei den White Wings Hanau wiesen die Gastgeber noch auf die Ausgeglichenheit ihrer Gäste hin. Bei den Uni-Riesen teile man sich die Punkte, sei mit vielen Assists enorm teamorientiert. Stimmt, Uni-Riesen-Coach Dimitris Polychroniadis hat es lieber, wenn die Verantwortung auf mehrere verteilt ist, aber gegen Hanau ragte trotzdem ein Mann enorm heraus. Mo Pratt machte ein überdurchschnittliches Spiel – ein Blick in den Spielverlauf zeigt, warum.
Begonnen hatte alles standesgemäß, nämlich mit dem US-Amerikaner an der Seite von Landsmann Lamar Morinia auf dem Platz. So kamen die Uni-Riesen wie schon in den letzten Spielen gut rein, führten schnell mit 5:0 und am Ende des ersten Viertels mit 18:13. Acht Punkte kamen alleine von Pratt. Die Gastgeber warfen indes allein 13 Würfe weg, am Ende des Spiels hatten sie nur 35 Prozent ihrer Zweipunkteversuche verwertet und mit ebenfalls 35 Prozent bei den Dreiern auch eine dürftige Quote herausver-/geworfen.
Schwächephase brachte Uni-Riesen in Rückstand
Drei Minuten und drei Fehlversuche dauert es, ehe die White Wings im zweiten Viertel wieder netzen konnten, während die Gäste mittlerweile mit zehn Punkten entkommen konnten. Doch dann riss der Faden bei Pratt und Co. Die Schwächephase nutzen die Gäste fast zum kompletten Turnaround. Punkt um Punkt kamen sie näher und glichen 40 Sekunden vor der Halbzeitpause gar aus (30:30). Ein Dreier von Kranz wenig später sorgte für eine neuerliche Leipziger Führung, die mit einem Punkt zur Pause allerdings recht klein ausfiel.
Was den zuletzt zweimal sieglosen White Wings in der 1. Halbzeit nie gelingen sollte, klappte dann am Ende des dritten Viertels: Sie übernahmen die Führung (49:48/29.). Zu Viertelbeginn waren die Uni-Riesen wieder etwas enteilt, führten mal wieder mit acht (41:33/22.), ließen dann aber stellenweise zu oft die Genauigkeit im Wurf vermissen. „Dabei war es nicht mal so, dass Hanau uns zu Fehlern gezwungen hat, die haben wir unnötigerweise selbst gemacht“, so Polychroniadis.
Pratt und Kranz drehten das Spiel im Schlussviertel
Zehn Minuten vor Spielende war so Hanau dran am nächsten Heimsieg, die Auswärtsserie der Uni-Riesen war ernsthaft bedroht. Doch dann kam wieder Pratt, der mit erneut neun Punkten im letzten Viertel einen wichtigen Beitrag zum Sieg leistet. Mit ihm - oder andersherum - lief auch Kai-Uwe Kranz heiß, der ebenfalls in der Schlussphase neunmal traf, Ralph Schirmer gelang am Ende sogar mit zwölf Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double. „Aber es darf bei unserem Potenzial eigentlich nicht sein, dass wir von zwei Aktionen in der Schlussphase abhängig sind“, kritisierte Polychriandis nach dem Spiel. Gemeint waren zwei Dreier von Mo Pratt als das Spiel Spitz auf Knopf stand und die Gastgeber in der Main-Kinzig-Arena abreißen ließen.
Mit vier Siegen aus vier Auswärtsspielen gehören die Uni-Riesen zusammen mit den Giants Nördlingen weiterhin zu den besten ProB-Teams in der Fremde. Freitag, 20:30 Uhr, haben sie in eigener Halle die Gelegenheit, die Nördlinger Serie zu durchreißen. Dann gastieren die Giants bei den Riesen in der Großen Arena beziehungsweise der Dritte beim Zweiten.
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