Mo Pratt war mit 19 Punkten Topscorer der Leipziger Uni-Riesen.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Mit ihrer stabilsten Saisonleistung haben sich die Uni-Riesen Leipzig auch in Frankfurt nicht die Punkte nehmen lassen. Bei den immer stärker werdenden Fraport Skyliners Juniors siegten die grünweißen Basketballer in einem allzeit ausgeglichenen Match mit 81:78 (37:38).
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Wechselnde Führung zum Auftakt
Dass es nicht wieder so ein Spaziergang wie beim 96:80-Hinspielsieg werden würde, war allen Uni-Riesen schon auf der Fahrt zum Auswärtsspiel bei den Fraport Skyliners Juniors klar. Zu offensichtlich verlief der Formanstieg der Hessen in den letzten Spielen. Selbst Spitzenreiter Gotha hatte am letzten Spieltag erst in der Schlussminute den Sieg klarmachen können. Vor allem der neue Amerikaner Larry D. Wright verhalf den Frankfurtern zusehens zu mehr Qualität am Korb, und auch gegen die Uni-Riesen sollte der Mann aus Oklahoma mit 24 Punkten seinen Anteil zur guten Heimleistung beitragen. Die Uni-Riesen hielten allerdings das gesamte Spiel über mit Teamgeist und Ausgeglichenheit dagegen.
Schon das erste Viertel deutete an, dass in diesem Spiel trotz der unterschiedlichen Ausgangslage für den Vorletzten und den Vierten, kein Team dem anderen auf der Nase herumtanzen wird. Allein fünfmal wechselte die Führung in den Anfangsminuten, allerdings nicht, weil eine Mannschaft schon ans Christkind dachte und die Konzentration aussparte, sondern weil der Gegner immer wieder einen oben draufsetzte. Bei den Gästen aus Leipzig spielte der wieder in der Starting Five stehende Kevin Schweiger groß auf, warf sieben Punkte in den ersten zehn Minuten. Seinen Part übernahm im zweiten Viertel „Drei“-Uwe Kranz, der von der Bank für Schweiger kommend den Hessen gleich drei Dreier einschenkte und klarstellte, dass die Uni-Riesen auch einen Scharfschützen mitgebracht hatten. Doch die Hausherren, die derzeit immerhin mit zwei Siegen nur Tabellenvorletzter sind, ließen sich vom „Advents“-Kranz, der gewiss bessere Wortspiele verdient hat, nicht beeindrucken und hielten weiter gut mit, ja führten sogar knapp mit einem Punkt beim Ertönen der schroffen Pausensirene.
Spiel kontrolliert - doch am Ende mit Glück
„Im dritten Viertel haben wir dann die Fehler abgestellt, die wir noch in der ersten Halbzeit gemacht haben. Der Gegner konnte zu oft penetrieren und gewann auch zu viele Offensivrebounds“, erklärte Uni-Riesen-Coach Dimitris Polychroniadis nach dem Spiel. Seine Mannschaft konnte sich so davon schleichen, brachte nach vielen Steals auch Zählbares mit und führte Mitte des dritten Viertels mit acht Punkten. Erst gegen Ende der vorletzten zehn Minuten hatten sich die Gastgeber darauf eingestellt und kamen wieder bis auf einen Punkt heran. Ob sich die Auswärtsfahrt für die Uni-Riesen und ihre zehn Fans tatsächlich gelohnt haben sollte, war also mit Beginn des vierten Viertels weiter unklar.
Zwar kontrollierten die Gäste in jeder Minute das Spiel, die Gastgeber klebten aber trotzdem wie lästige Kletten an ihren Shirts, führten sogar kurzzeitig Anfang des vierten Viertels. Doch dann kam Mo Pratt, der bereits zu Beginn des dritten Viertels drei Fouls angehäuft hatte und deshalb das restliche Viertel geschont wurde, zurück aufs Parkett und zog die Uni-Riesen in seinem Windschatten mit. Knappe zwei Minuten vor dem Ende war so ein solider Vorsprung herausgespielt (77:69). „Aber dann verwarfen wir zwei Hundertprozentige und schon waren die Frankfurter wieder dran“, erklärte Polychroniadis, warum es in der Schlussminute doch noch mal eng wurde, Frankfurts Fabian Franke mit einem Dreier zwei Sekunden vor dem Ende sogar noch die Chance auf den Ausgleich hatte. Der Dreier fiel nicht, Pratt sicherte sich den Offensivrebound, der in der zweiten Hälfte sowieso öfter in Uni-Riesen-Hand war, das Spiel war vorbei und die Uni-Riesen samt Coach glücklich.
Die vielleicht stabilste Saisonleistung
„Beide Mannschaften spielten sehr konstant und stabil. Die Mannschaft hat heute die vielleicht stabilste Leistung der Saison gezeigt. Es gab keine ‚toten’ Phasen.“ Allerdings verletzten sich sowohl Kevin Schweiger, Fuß, als auch Jonathan Ghebreigziabiher, Kopf. „Das ist natürlich weniger schön. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmeres“, so ihr Coach. Mit dem Sieg behaupteten die Uni-Riesen ihren Vorsprung auf den 5. Tabellenplatz und schlossen zudem zum Tabellendritten Nördlingen auf, der bei den Dragons Rhöndorf mit 83:103 auf die Mütze bekam.
Schon am Freitag geht es 20:30 Uhr im Heimspiel gegen die bisher sieglosen Basketballer aus Illertal-Weißenhorn.
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