Uni-Riesen vs. Weißenhorn 100:70 - „Besser kann man das letzte Heimspiel nicht abschließen“
Marko Hofmann
10.12.2011
Kai-Uwe Kranz - Dreierkönig des USC Leipzig.
Foto: Jan Kaefer
Endlich ist die 100 bei den Uni-Riesen gefallen. In ihrem letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause - gegen den Tabellenletzten Illertal-Weißenhorn - haben die Uni-Riesen ihr Ding einmal mehr durchgezogen und vor 670 Zuschauern auch endlich die 100 geknackt. Die Gäste waren chancenlos.
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Ralph Schirmer mit Defense-Arbeiten.
Foto: Jan Kaefer
Die Stimmung war prächtig. Nicht nur auf, sondern auch neben dem Parkett. DJ Marius Neuschl forderte sogar per CD „Reißt die Hütte ab!“. Dabei hatten die Uni-Riesen zehn Sekunden vor Schluss „nur“ die 100-Punkte-Marke erreicht. Doch dieses Ereignis animierte die 670 Zuschauer und den Kader der Uni-Riesen samt Trainer Dimitris Polychroniadis zu Freudentänzen. „Die Hundert in einem Heimspiel fallen zu lassen, ist für uns etwas ganz Besonderes“, verriet wenig später Center Richard Fröhlich. Für die Zuschauer offenbar auch. Dass die Uni-Riesen über weite Strecken wieder einmal flotten und leidenschaftlichen Basketball spielten, hat sie schon vorher in Wallung gebracht. „Ich bin wieder zufrieden mit meiner Mannschaft“, erklärte Uni-Riesen-Coach Dimitris Polychroniadis.
Kaum ein Durchkommen für die Gäste.
Foto: Jan Kaefer
Seit der letzten Niederlage hat sich sein Team noch einmal gesteigert, lässt jetzt kaum Luft an sein Spiel kommen, dominiert den Gegner in (fast) jeder Phase. Gegen Illertal-Weißenhorn war das nur für eine kurze Zeit nicht so. Die letzten drei Minuten vor der Pause hatten sich die Gastgeber mit einer 13-Punkte-Führung zu sehr zurückgelehnt, der Gast bekam zu viele Möglichkeiten und schnupperte bei sechs Punkten Rückstand noch einmal an einem Sensationssieg beim Tabellenvierten. „In der Pause habe ich von den Jungs gefordert, mehr in die Verteidigung und ins Laufen zu investierten. Einfach mehr Gas zu geben.“ Das taten die Uni-Riesen und zerwarfen so recht schnell die bayerischen Hoffnungen auf einen Saisonsieg. Nach einem 15:0-Lauf direkt vom Beginn der zweiten Hälfte weg, war die Sache so gut wie geritzt. Richard „Richy“ Fröhlich hatte gleich vier Punkte auf seine bisherigen sieben draufgepackt, „Drei“-Uwe Kranz glänzte zwischenzeitlich mit drei Dreiern in Serie. Den Bayern war der Zahn gezogen worden, auch weil sie selbst kein Wurfglück hatten, im dritten Viertel so ziemlich alles daneben warfen, was ging. Daran änderte auch eine Auszeit von John Staudt nichts. Nach dem Viertel, das die Grünweißen mit 29:10 gewannen, war der Drops gelutscht.
"Mister 100 Punkte" - Lamar Morinia.
Foto: Jan Kaefer
Allerdings war genau das dieses Jahr bisher eine gefährliche Sache für die Uni-Riesen und ihre Fans, denn im Gefühl des sicheren Sieges wurde so manches vierte Viertel verdaddelt und Punkte liegen gelassen. Auch diesmal schien es so, als wenn die Uni-Riesen wieder deutlich weniger Punkte machen würden als möglich. Doch gegen Ende kam wieder Zug in die Partie. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie schneller nach vorn spielen sollen. Wir wollten die 100 knacken“, so Polychroniadis. Zehn Sekunden vor dem Ende war es dann auch soweit. Nach einem weiteren Steal und 3:1-Überzahl probierte sich „Drei“-Uwe zunächst im Dreier, den Rebound verwertete Publikumsliebling Lamar Morinia. „Besser kann man sein letztes Heimspiel vor der Weihnachtspause nicht abschließen“, jubelte nach Spielende Richard Fröhlich, der letztlich auf 11 Punkte kam. „Nun müssen wir uns vor Weihnachten noch mal eine Woche zusammenreißen, denn kommende Woche geht’s nach Rhöndorf. Das wird ein Klasseding.“
Nach schlechtem Saisonstart klopfen die Rhöndorfer zurzeit vehement an die Tür zum vierten Tabellenplatz. Ein Sieg bei den Rheinländern und die Uni-Riesen könnten beim Öffnen der restlichen Türen bis Weihnachten zufrieden sein. So zufrieden wie die vielen Fans, die nach dem Spiel das Parkett stürmten, um sich ihre Fanartikel von den Basketballern unterschreiben zu lassen.
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