Weihnachten bei den Uni-Riesen = Weihnachten in Familie
Marko Hofmann
20.12.2011
Martin Scholz in Weihnachtsstimmung.
Foto: Dirk Birnbaum
Das Basketballjahr in der ProB Süd ist vorbei, die Uni-Riesen sind bereits in ihre wohlverdiente Pause gegangen. Jeder zu sich nach Hause, um auf seine Art Weihnachten zu feiern. Nicht bei jedem kommt der Weihnachtsmann, aber auch nicht Frank Schöbel…
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Weihnachten ist für Uni-Riesen-Center Walter Simon eine ganz einfache Sache. „Ich werde einfach nach Hause fahren und in Dresden ein paar Tage mit meinen Eltern verbringen.“ Trotz Basketballpause muss der angehende Wirtschaftsingenieur noch bis zum 22. Dezember an der HTWK ran, der Aufwand für Mathematik und Physik ist groß und Simon hat die Zukunft im Blick. Auch Ralph Schirmer zieht es nach Hause, was in seinem Fall eine Fahrt ins beschauliche Weißenfels bedeutet. Was Weihnachten dort genau passieren wird, ist noch offen. Schirmer ist erstmal nur für die Essensauswahl zuständig. „Was ich oder meine Schwester möchten, das wird unsere Mutter kochen. Ich plädiere dieses Jahr wieder für Gans.“
USC-Tickets für strahlende Kinderaugen.
Foto: Dirk Birnbaum
Unwahrscheinlich, dass es die auch in Birmingham, Oklahoma geben wird, wohin sich Mo Pratt schon am Montag aufgemacht hat. Sieben Stunden Zeitverschiebung nimmt der Amerikaner für einen Kurztrip nach Hause in Kauf. „Das ist kein Problem. Energydrinks und Kaffee werden mir helfen, die Zeitverschiebung zu überstehen.“ Weihnachtsgeschenke aus Deutschland wird der Guard jedenfalls nicht im Gepäck haben. „Alle meine Freunde und meine Familie wollen mich wiedersehen. Ich bin Geschenk genug“, schmunzelt er. Feste Weihnachtstraditionen gibt es nicht – bis auf eine. „Meine Freunde, die derzeit auch in Europa spielen, werden auch da sein. Dann geht’s für uns auf den Basketballplatz um die Ecke.“
In der Nacht zum 28. Dezember wird Mo Pratt dann aber wieder im Flieger zurück nach Deutschland sitzen, weil Trainer Dimitris Polychroniadis all seine Sportfreunde an diesem Mittwoch zum nächsten Training bittet, um die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Hauptrunde zu beginnen. Er selbst wird sich eine Woche nach Griechenland zu seiner Familie begeben. Der Weihnachtsmann wird nicht vorbeischauen. „Der kommt in Griechenland erst am 31. Dezember.“ Aber er kommt. Ob Polychroniadis am 28. Dezember seine Jungs auf die Waage bitten wird, ließ er offen. „Die Jungs sollten aber am zweiten Weihnachtsfeiertag schon wieder weniger essen“, so sein Rat.
Ob Martin Scholz Lamar Morinia (li.) schon mal von Frank Schöbel erzählt hat?
Foto: Dirk Birnbaum
Von allen Uni-Riesen wird wohl Martin Scholz das urigste Fest feiern, auch wenn es nicht viele Geschenke geben wird. „Wir sind froh, wenn wir uns verstehen“, zwinkert das Urgestein, das jedes Jahr erst um seine Geschenke würfeln muss, denn „erst, wer bei uns eine „6“ gewürfelt hat, darf unter den Weihnachtsbaum greifen.“ Bevor die gesamte Prozedur überhaupt erst losgeht, wird traditionell „Weihnachten in Familie“ mit Frank Schöbel gehört. „Das ist die größte Tradition in unserem Haus. Die Schallplatte ist mittlerweile kaputt, aber wir haben es noch auf Kassette.“
Weihnachten in Familie! Ein besseres Motto scheint es für die Weihnachtsfeste der Uni-Riesen nicht zu geben.
Info:
Kurz vor Weihnachten haben die Uni-Riesen auch ihr Herz für benachteiligte Kinder gezeigt. An den Weihnachtsbaum bei Sponsor „Optic by Morrison“ hängten sie Freikarten für ihre Spiele, die an benachteiligte Kinder weitergegeben werden.
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