Wovon Leipziger träumen: Uni-Riese André Spalke - der Familie etwas bieten
Marko Hofmann
26.12.2011
Der Traum eines Vaters - André Spalkes Sohn soll "ein guter Junge" werden.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Traumfrau oder Traumauto? Was ist einem jungen Mann heute wichtiger? Uni-Riese André Spalke erklärt, warum er derzeit von einem Traumauto träumt, warum er kein Fußballspieler werden konnte und welches Problem er in Deutschland sofort anpacken würde.
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Herr Spalke, was ist wichtiger - Traumauto oder Traumfrau?
Das ist relativ leicht, da ich meine Traumfrau gefunden habe. Nun muss ich nach meinem Traumauto suchen.
Können Sie sich noch an Ihren größten Jugendtraum erinnern?
Ich wollte immer Fußballprofi werden. Leider war ich damals zu klein und konnte körperlich nicht mithalten. Im Nachhinein witzig, da all meine alten Mitspieler nun kleiner sind als ich. Aber das konnte ja keiner wissen...
Haben sich Ihre Träume verändert, seitdem Sie vorletztes Jahr Vater geworden sind?
Es hat sich viel geändert. Natürlich wünsche ich mir für unseren Sohn nur das Beste, und dass er alles erreicht, was er will. Die Träume sind jedoch relativ gleich geblieben. Bloß habe ich früher nie von vollen Windeln geträumt.
Was erträumen Sie sich für Ihren Nachwuchs?
Ich denke vieles von dem, was man sich für sein Kind erträumt oder wünscht, kann man beeinflussen. Für mich geht es eher darum, dass er ein guter Junge wird, ob als Astronaut oder als NBA-Star ist mir egal.
Welchen Träumen jagen Sie aktuell privat nach?
"Mir fällt auf, dass viele sehr schnell über andere urteilen, ohne den anderen zu kennen."
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Aktuell verfolge ich den Traum, beruflich erfolgreich zu sein und meiner Familie etwas bieten zu können, so dass es an nichts fehlt. Dieser Traum wird sich wohl auch noch eine Weile halten.
In Deutschland und vor allem in Europa geht derzeit einiges verquer. Welche Träume haben Sie für das Land, unsere Gesellschaft und Europa?
Das ist eine sehr komplexe Frage. Ich sag mal so: Ich wünsche mir für die Menschen, dass man mehr Rücksicht aufeinander nimmt und toleranter auf andere zugeht. Mir fällt auf, dass viele sehr schnell über andere urteilen, ohne den anderen zu kennen.
In Deutschland selbst gibt es zu viele Baustellen. Ich greife einfach mal die Bildung auf, konkret das Schulsystem. Es ist für mich unverständlich, dass jedes Bundesland seine eigenen Richtlinien hat. Wenn die Eltern wegen der Arbeit das Bundesland wechseln, kann es sein, dass ihr Kind deswegen Nachteile hat. Im Vergleich dazu ist es sogar einfacher, das Land zu verlassen, denn in jeder deutschen Schule gelten die gleichen Richtlinien.
Zu Europa kann ich nur sagen, dass es gut sein kann, die EU zu erweitern, jedoch sollte man genau überlegen, wer helfen oder etwas Sinnvolles beitragen kann. Andere Länder zu unterstützen ist gut und notwendig - jedoch nur in einem gewissen Maß.
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