Gerade eine Woche wird das Jahr 2012 alt sein, wenn die Basketballer der Uni-Riesen schon die ersten Gäste im neuen Jahr empfangen. Der TSV Tröster Breitengüßbach, seines Zeichens dürftiger Neunter, hat sich vor Jahresfrist vorgenommen, dass 2012 alles besser wird. Doch auch die Gastgeber brauchen die Punkte, denn in der Tabelle geht es eng zu.
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Enge ist die richtige Beschreibung für die räumlichen Verhältnisse der Tabelle der ProB Süd. Eine Niederlage gegen den TSV Breitengüßbach und die Uni-Riesen wären ihren gewünschten vierten Tabellenplatz wieder los, wenn gleichzeitig Verfolger Rhondörf gewinnt. Ein Sieg und die Uni-Riesen könnten zu Tabellenführer Gotha aufschließen, wenn die Rockets und die Giants aus Nördlingen verlieren. Nur Richtung Playdown-Plätze haben die grünweißen Basketballer mehr Beinfreiheit. Da bedarf es schon fünf Siege des TSV Breitengüßbach, dem aktuellen Neunten, und gleichzeitig fünf Niederlagen der Uni-Riesen, um diese Plätze kennenzulernen. Bei verbleibenden acht Spielen und den bisher ordentlichen Leistungen der Leipziger sollte das kein Thema sein. Es wird wohl auch garantiert kein Thema werden, wenn Breitengüßbach die Große Arena in Leipzig am Sonntag mit einer Niederlage verlässt.
Kann Lamar Morinia am Sonntag auch so abheben?
Foto: Dirk Birnbaum
Doch Uni-Riesen-Guard André Spalke, der immer noch am Knie verletzt ist, weiß: „Breitengüßbach ist ein unangenehmer Gegner. Wir müssen in der Offensive den Ball gut laufen lassen und bis zum Ende konzentriert verteidigen.“ Und vielleicht auch ein wenig Glück bei der Zusammenstellung des Farmteams des deutschen Basketballmeisters Brose Baskets Bamberg haben, denn Bamberg spielt bereits Samstagabend gegen den FC Bayern. Theoretisch könnte Tröster-Coach James Duncan für Sonntagfrüh alle Spieler mit Doppellizenz in den Reisebus nach Leipzig einladen, wo die Gäste vor allem Druck auf Uni-Riesen-Spielgestalter Lamar Morinia machen wollen. Der Amerikaner hatte im letzten Spiel vor der Pause in Rhöndorf sechsmal den Ball verloren, das ist dem nächsten Gegner nicht entgangen. Im eigenen Spiel der Bayern kann wieder Maurice Stuckey nach auskurierter Verletzung die Akzente setzen. Der Topscorer kam im vergangenen Jahr auf fast 15 Punkte pro Spiel und trieb sich schon in der 1. Bundesliga rum. Er wird wieder mit Ami Albert Dion Harris ein eingespieltes Guard-Duo bilden.
Bei den Uni-Riesen ist immerhin Kevin Schweiger nach seiner Knöchelverletzung zurückgekehrt. „Kevin trainiert nach vier Wochen wieder mit, ist aber noch nicht ganz bei 100 Prozent“, so sein Trainer Dimitris Polychroniadis, der die derzeitige Lage entspannt sieht: „Wir müssen konzentriert bleiben, dann werden wir unser Saisonziel erreichen.“ Ein guter Auftakt wäre dann eine gute Sache. Das Hinspiel gewannen die Uni-Riesen auswärts mit 92:68.
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