Uni-Riesen vs. Lich 90:84 - Morinia erlegt die Bären
Marko Hofmann
22.01.2012
Morinia: Der 31-Punkte-Mann.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Die Uni-Riesen Leipzig haben in der ProB Süd den nächsten Sieg gelandet. Ihr Heimspiel gegen die Licher BasketBären gewannen die Grünweißen mit 90:84 (48:39). Mit 31 Punkten, acht Rebounds und sechs Assists war wieder einmal Lamar Morinia der Mann des Abends.
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Bei den Uni-Riesen kommt einer richtig in Schwung: Nach 25 Punkten, sieben Rebounds und vier Assists in Sandersdorf in der Vorwoche, nagelte Morinia im Heimspiel gegen die Licher BasketBären am Samstagabend 31 Punkten in den Korb, pflückte acht Rebounds und assistierte sechsmal bei Punkten seiner Kollegen. Eine weitere Steigerung zu seiner sowieso schon beachtlichen Leistung im Derby. Mehr als ein Drittel aller Uni-Riesen-Punkte gingen damit auf den kleinen Amerikaner, den Löwenanteil der weiteren Punkte teilten sich Ralph Schirmer (18), Mo Pratt (14) und Richard Fröhlich (10).
Nur noch 1 Punkt trennt die Uni-Riesen von der Tabellenführung.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Die ersten fünf Minuten hatten die Uni-Riesen allerdings Probleme, vor heimischer Kulisse ins Spiel zu finden. Die Gäste, die unter der Woche die Punkte des verlorenen Spiels gegen Gotha am letzten Spieltag zugesprochen bekamen, agierten selbstbewusst, führten mit 5:0 und mit 7:4. Vor allem Blake Prince Young und Tyrone Bradshaw machten mächtig Dampf. Young bestritt erst sein zweites Spiel für die BasketBären und hinterließ mit insgesamt 19 Punkten einen guten Eindruck, Tyrone Bradshaw konnte sich über das komplette Spiel 17 Punkte in die Statistik schreiben lassen. Die Anfangsphase war allerdings auch die Zeit, wo beide am meisten glänzen konnten, denn mit der ersten Führung kamen die Uni-Riesen besser in ihr Spiel und übernahmen ab dem zweiten Viertel auch die Führungsrolle zwischen beiden Teams. Eine 48:39-Führung zur Pause legt hierzu ein passendes Zeugnis ab.
Mit elf Punkten Vorsprung hatten die Uni-Riesen das zweite Viertel gewonnen, nachdem das erste noch unentschieden (18:18) ausgegangen war. Morinia hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sechzehn Punkte gemacht und damit schon zu diesem Zeitpunkt mehr Punkte, als er sonst in einem Spiel macht (13,6). Das Uni-Riesen-Spiel, darauf angelegt, den Abschluss unter dem Korb zu suchen, spielte dem flexiblen Amerikaner, der allerdings auch drei von acht Dreiern veredelte, dabei in die Karten.
Die restlichen 15 Punkte verteilte Morinia auf beide Viertel, die Schlusspunkte waren ihm ebenfalls vorbehalten. Von der Freiwurflinie segelten 26 Sekunden vor dem Ende noch mal zwei wichtige Bälle ins Netz. Wichtig deshalb, weil nach dem gewonnenen dritten Viertel der Uni-Riesen-Vorsprung von 13 Punkten zu Beginn des letzten Viertels (70:57) noch bedenklich zusammengeschrumpft war. Nach einem 7:0-Lauf der Gäste waren es 47 Sekunden vor dem Ende nur noch sechs. Ein Vorsprung, den die Licher BasketBären im Hinspiel in der Crunchtime noch hergeschenkt hatten. Doch das passierte den Uni-Riesen an diesem Samstagabend nicht. Morinias letzten zwei Punkte besiegelten den Heimsieg.
Mit seinen 31 Punkten hat der Amerikaner seine Bestmarke aus der Vorsaison eingestellt und seiner Mannschaft zum Erklimmen einer weiteren Sprosse in der ProB-Süd-Leiter verholfen. Nach der deutlichen 84:101-Heimniederlage des TSV Nördlingen gegen die White Wings Hanau stehen die Uni-Riesen nun auf derselben Sprosse wie der TSV. Es ist die zweite von oben.
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