Bewegungsmelder Basketball: USC-Topspiel als Extra-Bonbon
Marko Hofmann
17.02.2012
Walter Simon: "Wir verspüren keinen Druck."
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Seit vergangenem Wochenende haben die Uni-Riesen ihr vorläufiges Saisonziel erreicht, können nicht mehr vom 4. Tabellenplatz gestoßen werden. Die letzten zwei Hauptrunden-Spiele sind ein Extra-Bonbon für die Mannschaft, die am Samstag vielleicht auch Tabellenführer Rockets Gotha rundlutschen könnte. Sie wäre dann selbst ganz oben.
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In der Kleinen Arena ganz dicht dran
Für einen Umzug gibt es nie einen passenden Zeitpunkt, aber dass die Uni-Riesen ausgerechnet das Spitzenspiel Zweiter gegen Erster in der Kleinen Arena austragen müssen, ist rein wirtschaftlich schon bitter. Statt möglicher 1.000 Fans in der Großen Arena, können so nur 500 Fans sehen, ob die Uni-Riesen einen Spieltag vor dem Ende der Hauptrunde mit einer weiteren starken Leistung Tabellenführer werden. Ein Sieg gegen den derzeitigen Spitzenreiter Rockets Gotha würde dazu reichen.
Sportlich gesehen, könnte der Umzug eher eine positive Wirkung haben, wie Lamar Morinia, seit Wochen in Topform, andeutet: „Die Fans sind hautnah am Spielfeldrand dabei. Das pusht zusätzlich.“ Die altgedienten Uni-Riesen werden außerdem mit der Kombination „Gotha“ und „Kleine Arena“ nur positive Momente assoziieren. Vor fast zwei Jahren machten sie mit einem Sieg gegen die Rockets Gotha in einer ausverkauften Halle den Aufstieg in die ProB perfekt.Doch das Gotha von damals ist mit dem heutigen kaum zu vergleichen. Mittlerweile sorgt ein Marcus Monk unter dem Korb für mehr Gewicht und auch auf Centerkollege Leo Niebuhr sollten die Gastgeber am Samstag mindestens ein Auge haben.
Beide Teams haben Platz 1 im Visier
Wenn sie selbst in der Offensive wieder so variabel spielen und reichlich treffen wie zuletzt in Nördlingen, dürfte auch gegen Gotha etwas möglich sein. Immerhin verloren die Thüringer fast die Hälfte ihrer Auswärtsspiele (6-4), holten ihre Punkte vor allem zu Hause, wo nur ein Spiel in die Binsen ging. Druck verspüren die Riesen sowieso nicht. „Wir sind mindestens Vierter. Alles was jetzt kommt, ist Bonus“, so Walter Simon, der bei der 69:91-Hinspiel-Niederlage noch wegen einer Knöchelverletzung fehlte. Es war zugleich eines der besten Saisonspiel der Gothaer. „An diese Leistung wollen wir im Idealfall anknüpfen und somit unsere Ambitionen für die Playoffs untermauern“, kündigte deren Trainer Marko Simic an, dessen Team von 75 Anhängern unterstützt werden wird.
Siegen die Gothaer, sind sie sicher durch. Verlieren sie, dürften die Träume von Platz eins und damit dauerhaftes doppeltes Heimrecht in den Playoffs (außer beim Duell Erster gegen Erster) gestorben sein, denn die Uni-Riesen spielen am letzten Spieltag auswärts beim VfB Gießen. Das Treffen in der Kleinen Arena ist deshalb nichts für schwache Nerven, oder wie es Simic zusammenfasst: „Ich freue mich auf diese Begegnung, die schon so etwas wie Playoff-Charakter besitzt.“ Und wer freut sich eigentlich nicht?
Sprungball in der Kleinen Arena ist Samstag, 17:00 Uhr.
Info: Die Kleine Arena ist fast ausverkauft. Am Samstag wird es nur noch Restkarten für 8,00 Euro geben.
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