Bewegungsmelder Basketball: Gehen oder Gotha für die Uni-Riesen
Marko Hofmann
27.03.2012
Showdown in Herten.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Verlängerung für die Uni-Riesen. Weil sich die Grünweißen und die Hertener Löwen in zwei Spielen nicht einigen konnte, welches das bessere Team ist, findet heute Abend das dritte und entscheidende Spiel im Playoff-Viertelfinale statt. Den Sieger erwarten schon die Rockets Gotha.
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Es ist eigentlich so einfach: Die Uni-Riesen müssen am Dienstagabend, 20:00 Uhr in der Turnhalle der Hertener Rosa-Parks-Schule noch einmal so eine Leistung bringen wie am Freitag und schon sind sie im Playoff-Halbfinale. Vor dem vergangenen Wochenende war das Polychroniadis-Team dem Playoff-Aus mit einer starken Leistung und einem 97:81 gegen die Hertener Löwen noch einmal von der Schippe gesprungen, legte alles rein, was es hatte, spielte aggressiv und konzentriert. Das war schon in Herten vor neun Tagen der Fall, trotzdem verlor man 86:95. Die Löwen hatten die bessere Tagesform und Glück bei den Schiedsrichterentscheidungen.
In Herten hofft man auf die eigene Halle und darauf, dass die Uni-Riesen nach einer 450 Kilometer langen Reise nach Herten, die sie am Spieltag auf sich nehmen, kaputt sein werden. Zumindest, dass die Turnhalle ein Faktor ist, räumt Polychroniadis ein: „Das ist eine kleine Festung, dort geht es immer sehr laut zu, aber das können wir nicht ändern.“ Dass sein Team nach vier Stunden Fahrt müde ist, glaubt er nicht. „Wir sind es doch seit Jahren gewohnt, so weit zu fahren. Das stört uns nicht. Herten wird genauso müde sein wie wir“. Und im Gegensatz zum Team von Boris Kaminski, hat Polychroniadis mehr Alternativen, um auf müde Spieler zu reagieren. Sein Team muss im Vergleich zum Freitag nur auf Abiturient Max von der Wippel verzichten.
Boris Kaminski hat keinen großen Kader. Er kommt stets mit einer kleinen Rotation aus, kann Ausfälle so nur schwer verkraften. Im zweiten Spiel hatte Center Christoph Hackenesch frühzeitig das dritte Foul begangen, konnte unter dem Korb nicht mehr so zur Sache gehen, prompt holten die Uni-Riesen 23 Offensivrebounds und nahmen zudem auch noch Spielgestalter Zamal Nixon lange Zeit aus dem Spiel. Genau das werden Pratt, Morinia und Co. wieder probieren müssen, wollen sie in Herten erfolgreich sein. Gegenüber der WAZ bekannte Boris Kaminski: „Leipzig hat gut verteidigt, war gut auf uns eingestellt“ und versprach: „Wir werden ein paar Dinge umstellen, uns etwas einfallen lassen.“
Das haben auch die Uni-Riesen getan. „Zu Beginn werden wir genauso spielen, wie am Freitag und wenn wir sehen, was der Gegner verändert hat, haben wir zwei, drei Sachen in der Hinterhand“, kündigte Polychroniadis an. Auf den Sieger warten bereits die Rockets Gotha, die Braunschweig glatt in zwei Spielen besiegt haben. Ein Weiterkommen im Halbfinale würde für den Aufstieg reichen.
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