1.FC Lok-Trainerfrage: Eiselt allein zu Haus’ – Halata steht bereit
Marko Hofmann
08.12.2011
Wer besetzt die frei gewordene Trainerbank beim 1.FC Lok Leipzig?
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Das Trainerkarussell beim 1. FC Lok scheint ein langsames zu werden. Man wolle erstmal die eingehenden und eingegangenen Bewerbungen sichten und sich Zeit nehmen. Ex-Meuselwitz-Trainer Damian Halata stünde bereit. Sportdirektor Marcel Rozgonyi verzichtete dagegen auf den Sitzplatz auf der Bank. Ein Zeichen?
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Nach der großen Hektik in Probstheida am Mittwochabend hat sich der Mantel des Schweigens über das Bruno-Plache-Stadion gelegt. „Die Trainerfrage ist vollkommen offen, wir sichten jetzt erstmal die Bewerbungen“, diktierte Aufsichtsratschef Olaf Winkler kurz und knackig in den Notizblock. Bewerbungen gibt es reichlich. Schon zu Sadlos Zeiten hatten einige Sportsfreunde pro forma ihr Mäppchen rübergeschoben. Im Fußball nicht unüblich. Bis Mittwochabend lagen offensichtlich alle in einer Kiste, hatten gerade begonnen einzustauben. Nun werden sie frei gepustet und Winkler ist sicher, dass in den kommenden Tagen noch ein paar dazu kommen werden. „Wir sind nach wie vor ein interessanter Verein.“ Stimmt, aber auch eine Herausforderung. Die Frage ist also: Wer traut sich diese Herausforderung zu?
Eric Eiselt muss es gegen Auerbach als Interimscoach nun doch alleine richten.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Ex-VfB-Trainer Damian Halata auf jeden Fall. „Ich bin Trainer von Beruf, da schließt man kein Engagement von vornherein aus“, so der zuletzt in Meuselwitz coachende Fachmann. „Aber Kontakt mit den Verantwortlichen des 1. FC Lok gab es noch nicht.“ Ob Halata bisher überhaupt seine Mappe rübergeschickt hat, ist nicht bekannt. Seine Bewerbung hat er aber hiermit abgegeben. Der ehemalige DDR-Nationalspieler kennt sich in der Oberliga aus, ist seit einer Weile ohne Job. Passt also ins Profil. Eine gute Wahl wäre mit Sicherheit auch Michael Junker. Der Ex-Trainer der Reserve von Carl Zeiss Jena schafft derzeit nur als A-Jugend-Co-Trainer an den Kernbergen, hatte seit dem Oberliga-Aufstieg der Reservemannschaft 2008 gute Ergebnisse erzielt und junge Leute entwickelt. Nach dem Weggang von Dirk Majetschak könnte auch René Müller wieder ein Thema werden. Dass sich der zweimalige DDR-Fußballer des Jahres etwas vom ehemaligen Lok-Nachwuchsspieler Dirk Majetschak, ein Einsatz in der DDR-Oberliga, etwas hätte sagen lassen, konnten sich die Wenigsten vorstellen. Nun sind wieder zwei Monate vergangen, in denen Müller kein Vertragsangebot angenommen hat. Ein Sportvorstand wird ebenfalls noch gesucht.
Klar ist dagegen, dass Eric Eiselt beim Heimspiel gegen Auerbach am Freitag, 19 Uhr, alleine auf der Trainerbank Platz nehmen wird. Sportdirektor Marcel Rozgonyi wird auf eigenen Wunsch nicht in der Coaching-Zone zu finden sein. Ein Zeichen für einen weiteren Abschied?
Der ehemalige Junioren-Nationalspieler Eiselt hat damit eine flotte Karriere beim 1. FC Lok hingelegt. Vor fünf Jahren zum damaligen Bezirksligisten als Spieler von Kickers Markkleeberg gekommen, beendete Eiselt nach dem Landesliga-Aufstieg 2008 wegen anhaltender Verletzungsprobleme seine Karriere mit 30 Jahren. Im Winter 2011 wurde Eiselt, der seit seinem Karriereende eine Nachwuchsmannschaft beim 1. FC Lok trainiert, zum Co-Trainer von Mike Sadlo berufen. Sadlo ist weg, Eiselt immer noch da. Einer mit Herzblut, einer der ohne Lok nicht mehr kann, und einer, der von seinen Spielern für das eine Spiel als Cheftrainer „Einsatz, Leidenschaft und Laufbereitschaft“ fordert. Hätte Eiselt mehr Erfahrung und bereits Erfolge vorzuweisen, die Bewerbungsmappen könnten in Probstheida seelenruhig einstauben.
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Der Wald steckt voller Zeichen: Hinweisschilder für Gasleitungen, Wanderwege, Graffiti oder Markierungen an Bäumen. Alles hat – meistens – seinen Sinn. Die erleb-bar hat viele dieser Symbole entschlüsselt und die Ergebnisse in einer neuen Geocaching-Tour zusammengestellt. mehr…
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