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Bewegung beim 1. FC Lok: Rozgonyi weg, Präsidium grenzt Trainerkandidatenkreis ein, Frauen suchen Verstärkungen

Marko Hofmann
Marcel Rozgonyi
Marcel Rozgonyi
Foto: Bernd Scharfe
Marcel Rozgonyi ist am Dienstag, 20.12. als Sportdirektor des 1. FC Lok zurückgetreten. In einer gemeinsamen Sitzung von Präsidium und Aufsichtsrat am Montag war auch über seine Zukunft beraten worden. Außerdem auf dem Ablaufplan: Wer wird Trainer? Wie geht es mit den Frauen weiter?

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„Weihnachten wird unter dem Baum entschieden“, verkündet seit Wochen eine Männerstimme als Werbebotschaft für ein deutsches Elektronikkaufhaus. Würde sie für die 1. FC Lok ebenfalls eine Fernsehwerbung in ähnlichem Stil vertonen, sie müsste verkünden: „Weihnachten wird in der Trainerfrage noch gar nichts entschieden“, denn bis nach Weihnachten werden Präsidium und Aufsichtsrat des 1. FC Lok mit potenziellen Kandidaten reden. 15 Mann stark war der Kandidatenkreis auf den Cheftrainerposten beim 1. FC Lok vor der gemeinsamen Sitzung der Gremien am Montag.

Sechs Mann sind danach noch übriggeblieben, wie Bernd Wickfelder, Vizepräsident des Vereins, gegenüber L-IZ.de bestätigte. Namen wollte er keine nennen. „Es sind gute Leute dabei. Wir haben eine Prioritätenliste von eins bis sechs erstellt und werden nun bis nach Weihnachten mit allen reden.“ Laut Wickfelder dürfen sich sowohl hiesige als auch auswärtige Trainer auf einen Besuch von je einem Mitglied des Präsidiums und des Aufsichtsrats freuen. Fest dabei sind laut Informationen von L-IZ.de: Damian Halata, Olaf Marschall und Willi Kronhardt.

Ob es einen Nachfolger für Rozgonyi geben wird, ist offen. Am Dienstag trat er zurück.
Ob es einen Nachfolger für Rozgonyi geben wird, ist offen. Am Dienstag trat er zurück.
Foto: Bernd Scharfe
Außerdem sollen noch zwei Trainer von unterklassigen Teams auf der Liste stehen. Zuletzt hatte sich sogar Edmund Stöhr gemeldet, der vor elf Jahren dem FC Sachsen zur Relegation für die zweigleisige 3. Liga verholfen hatte. „Wir werden uns sowohl mit Trainern treffen, die sich beworben haben als auch Trainer, die wir angesprochen haben.“
Damian Halata dürfte dabei nach wie vor die besten Karten haben. Der Ex-VfB-Trainer hat Erfahrung in der Oberliga und hat schon mit dem ZFC Meuselwitz den Aufstieg geschafft, aber auch der Ex-Cottbuser Willi Kronhardt ist trotz einer längeren Pause im Trainergeschäft wohl kein Außenseiter.

Wie der Verein am Dienstag mitteilte, hat sich eine ebenso am Montagabend diskutierte Frage erledigt. Sportdirektor Marcel Rozgonyi trat am Dienstag von seinem Amt zurück. Gründe nannte er keine, allerdings war es ein offenes Geheimnis, dass er im Verein kaum mehr Rückendeckung verspürt.

Ob es einen Nachfolger für Rozgonyi geben wird, ist offen. Fest steht dagegen, dass ab Februar ein Neuer oder eine Neue auf der Geschäftsstelle des Vereins das Sagen haben wird. „Im Januar wird es erste Gespräche mit den bisherigen Bewerbern geben. Wünschenswert wäre, wenn der neue hauptamtliche Mitarbeiter aus dem Fußballgeschäft kommt, aber auch eine kaufmännische Ausbildung hat. Es muss einfach mehr Struktur in die Männerabteilung“, so Wickfelder, der seinerseits noch nach Verstärkungen für „seine“ erste Frauenmannschaft sucht.

Am 11. Januar startet die Bundesligamannschaft in die Vorbereitung auf die Rückrunde – mit Trainer Jürgen Brauße. „Bei uns gibt es keine Trainerdiskussion, den Schnitt haben wir schon zeitig gemacht.“


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