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Eine Weihnachtsgeschichte: Red-Bull-Macher Mateschitz will mit Frauenteam die Bundesliga stürmen - "Red Cows" bald mit eigenem Stadion

Matthias Weidemann
Wie wird das Maskottchen heißen?
Wie wird das Maskottchen heißen?
Montage L-IZ.de
Sie wollen ganz hoch hinaus, die Fußballer der Roten Bullen von RB Leipzig. Bundesliga, ja Champions League sind die hehren Ziele für die Zukunft. Und Visionär und Milliardär Dietrich Mateschitz hat noch ganz andere Pläne in der Schublade, wie aus einer der höchst seltenen Antworten seitens RB Leipzig hervorgeht. Demnächst soll sogar ein Frauenfußballteam gegründet werden. Name: Die Red Cows. Und erneut taucht Tausendsassa Lothar Matthäus in den Planungen auf!

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Die Pläne für die „Frau“schaft sind offenbar weiter vorangeschritten, als man offiziell verlautbaren lassen wollte. Ein Insider zur L-IZ: „Um nicht den Tippelweg von der Kreisklasse bis in die Bundesliga zu gehen, hat man schon Kontakt mit dem in den unteren Tabellenregionen dümpelnden Bundesligateam von Lok Leipzig aufgenommen.“ So will Salzburg jede Menge Geld locker machen, um den „Lokschen“ den Gedanken schmackhaft zu machen.

Das Team soll mit Spielerinnen aufgefüllt werden, die sie an die Spitze der Bundesliga bringen und anschließend soll aus Lok Leipzig RC-Lok Leipzig werden. Beim RB-Fanbeauftragten liegen angeblich sogar schon Entwürfe für ein Maskottchen der Red Cows auf dem Schreibtisch: eine lustige rote Kuh mit dickem Euter soll es sein. Jetzt wurden die Fans aufgerufen, sich einen Namen für das Maskottchen auszudenken. Ein paar Vorschläge gibt es schon, etwa wie „Bleu de Coup“, „La Vache qui Rit“ oder einfach nur „Elsa“. Um hier ein vernünftigeres Ergebnis zu erzielen, möchte man jedoch eine Befragungsrunde in den Kinderkrippen der Messestadt durchführen.

Bei der Männerauswahl von RB sollen die Pläne für viel Zustimmung und Jubel in der Umkleide gesorgt haben. Spontan schlug der extra dafür zusammengetretene Mannschaftsrat großzügig vor, sich die Sanitäranlagen wie Duschen, Entmüdungsbad und Sauna kameradschaftlich mit dem Frauenteam zu teilen, quasi als gemischte Wellnesslandschaft. Diesem an sich gut gemeinten Vorschlag schob der als eher trocken bekannte Trainer Peter Pacult mit typisch österreichischem Charme aber sofort einen Riegel vor und meinte lapidar: „Klor könnens g'mischd dusch'n, die Buam, wenn's woiln. G'mischd mit hoaßem und koiltem Wosser.“

Trainer Peter Pacult hält nicht allzuviel von Unisex-Sanitäranlagen.
Trainer Peter Pacult hält nicht allzuviel von Unisex-Sanitäranlagen.
Montage L-IZ.de

Dann, so der enttäuschte aber findige Mannschaftsrat, könnte man doch wenigstens ein Trainingsspiel gegen die Damenauswahl machen mit anschließendem Trikotwechsel. Doch bis es so weit ist, gibt es für die RB-Verantwortlichen jede Menge zu tun und viele Fragen zu klären. Eine davon scheint aber schon beantwortet zu sein. Kaum war die Nachricht, dass RB ein Frauenteam plant, nach außen gedrungen, soll sich Lothar Matthäus als Trainer beworben haben.

Für Verwirrung sorgt diese Personalie nun bereits seit Freitag. Nach seinem bekannt gewordenen Einstieg bei der ersten Männermannschaft des 1. FC Lok nun eine Doppelfunktion für den ehemaligen Nationalspieler? Womöglich ein doppeltes Spiel, um den Einstieg in den deutschen Trainermarkt ganz sicher zu machen?

„Ja,“ so ein Sprecher von RB, „der Lothar hat sich telefonisch bei uns gemeldet und sogar schon ein Konzept gemailt.“ Das, so ein Informant aus dem inneren Führungszirkel, habe jedoch für Wirbel gesorgt, soll der „Loddar“ darin doch die verschiedensten Bedingungen als Voraussetzung für seinen Amtsantritt als Trainer gestellt haben.

Lothar Matthäus ist sich sicher: Doppelt gemuht hält besser.
Lothar Matthäus ist sich sicher: Doppelt gemuht hält besser.
Montage L-IZ.de
So fordert er, dass keine der Spielerinnen über 25 Jahre alt sein darf, alle müssen brünette, schulterlange Haare bzw. brünett gefärbte Haare und braune Augen haben. Auch soll keine der Spielerinnen Mittelschulabschluss haben, da er es nicht schätzt, wenn andere einen höheren Bildungsabschluss haben. Ferner will er bei der Trikotauswahl ein Wörtchen mitreden und die Laktattests selber vornehmen. Ob man auf Lothars Bedingungen seitens der RB-Geschäftsführung eingehen wird, war vor Redaktionsschluss nicht zu erfahren. Ebenso, wie er das alles zu realisieren gedenkt, da sich nach dem überraschenden Engagement vom vergangenen Freitag bei Lok nunmehr auch die BSG Chemie meldete.

Auch hier habe Lothar einen Vorschlag unterbreitet, der wohl eher zeigen soll, wie ernst es ihm mit seiner Übersiedlung nach Leipzig ist. Ihm sei bei einer Stippvisite der beschädigte Rasen aufgefallen und er würde gern auf 400 Euro-Basis in einem weiteren Nebenjob die Pflege übernehmen.

Hierbei scheint es sich jedoch um eine offenbar kalkulierte Aktion zu handeln, denn es scheint ein früher Schachzug aller Beteiligten auf den Alfred-Kunze-Sportpark bezogen. So soll Dietrich Mateschitz versprochen haben, dass im Falle, dass die Red Cows die deutsche Meisterschaft der Frauenfußball-Bundesliga erringen, schon Pläne für ein eigenes Stadion in der Schublade bereit liegen. Dann können die Red Cows den eigenen Rasen abgrasen. Name der neuen Damenarena: Red Cow Stall. In Leutzsch wird man nicht erfreut sein, diese Pläne zu hören und bat den zukünftigen Leipziger Zweifachtrainer, doch bitte lieber den Greenkeeper woanders zu spielen.

Es bleibt also spannend im Leipziger Fußball.

Zum Artikel vom 24. Dezember 2011 auf L-IZ.de
Eine Weihnachtsgeschichte: Lok-Trainersuche beendet – Lothar Matthäus macht’s!

Diese Geschichte entspricht nicht der Wahrheit

Anmerkung der L-IZ-Redaktion: Die unwahren Weihnachtsgeschichten der Leipziger Internet Zeitung finden nun das dritte Jahr statt. Immer vom 24. bis zum 27. Dezember ist also nicht alles richtig, was auf der L-IZ.de geschrieben steht (und hiermit als unwahr deutlich gekennzeichnet). Dieses ist also so eine Geschichte irgendwo zwischen dem Millimeter neben der Möglichkeit, vielleicht auch nur schrullig und ab und hoffentlich witzig bis skuril.

In jedem Fall lohnt es sich also wie sonst auch, Artikel in diesen Tagen wirklich bis zum Ende zu lesen. Ganz entgegen der gern gepflegten Eile im Netz.

Weitere Informationen hier
Schöne Bescherung: Die L-IZ spinnt wieder rum und Leipziger träumen


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