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Ur-Krostitzer-Cup: Lok macht es Gegnern und Kronhardt schwer und wird Zweiter

Marko Hofmann
Für die U23 des FC Schalke 04 lohnte die weite Anreise - das Team verteidigte den Titel.
Für die U23 des FC Schalke 04 lohnte die weite Anreise - das Team verteidigte den Titel.
Foto: Jan Kaefer
Fast volle Hütte in der Ernst-Grube-Halle. Und was die Fans beim Ur-Krostitzer-Cup geboten bekamen, gefiel den meisten. Denn nach zwei schlechten Hallenauftritten holte der 1. FC Lok nun innerhalb von zwei Tagen zum zweiten Mal den zweiten Platz. Neu-Trainer Willi Kronhardt sah die Spiele seiner Mannschaft von der Tribüne und kam schon mächtig ins Grübeln.

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Als beim Ur-Krostitzer-Cup alles vorbei war, waren fast alle zufrieden. Lok-Cheftrainer i.A. (im Auftrag), Eric Eiselt, Lok-Cheftrainer d. N. (der Neue), Willi Kronhardt, und auch Lok-Kapitän Thorsten Görke. „Das Turnier hat seinen Zweck erfüllt, wir haben uns gut präsentiert und darauf kommt es hier an. Schade, dass es zwischendurch ein wenig ruppig war“, analysierte der 35-Jährige kurz nach dem Turnier, welches seine Mannschaft beinahe gewonnen hätte. Aber nach nur fünf Minuten Pause zwischen dem bis zum Schluss engen Halbfinale gegen den VFC Plauen (2:1) und dem Finale gegen die Schalke Bubis (0:4), fehlte der Lok-Mannschaft schlichtweg die Kraft.

Neu-Trainer Willi Kronhardt war von seinem Lok-Team sehr angetan.
Neu-Trainer Willi Kronhardt war von seinem Lok-Team sehr angetan.
Foto: Jan Kaefer
„Die Schalker hatten 10 Minuten länger Pause, da ist man deutlich regenerierter als wir es waren“, so Eric Eiselt, „aber trotzdem Respekt wie sich meine Mannschaft hier und auch am Dienstag beim Casino-Cup in Chemnitz präsentiert hat.“ Bereits dort holten die Jovanovic, Schuster und Co einen zweiten Platz, schlugen im Halbfinale Erzgebirge Aue mit 6:2, verloren dann aber das Finale gegen Gastgeber Chemnitzer FC 4:1 – alleine der Ex-Leipziger Ronny Garbuschewski machte drei Tore. Neu-Cheftrainer Willi Kronhardt hat sowohl den Casino-Cup als auch das Leipziger Hallenturnier verfolgt und war angetan von dem, was er gesehen hat. „Mich freut es wirklich, wie die Mannschaft in den zwei Tagen das gezeigt hat, was ich ihr ans Herz gelegt habe. Alle zeigen Einsatz, keiner hat sich verletzt. Super.“ Allerdings könnte der Kopf des 42-Jährigen schon bald ordentlich Schmerzen machen, „denn wenn die Jungs weiter so spielen und alle fit bleiben, wird es echt schwer für mich, eine Entscheidung über die ersten Elf zutreffen.“

Klares 5:1 beim Auftritt des 1.FC Lok gegen den Turnier-Gastgeber SV Leipzig Nord-West.
Klares 5:1 beim Auftritt des 1.FC Lok gegen den Turnier-Gastgeber SV Leipzig Nord-West.
Foto: Jan Kaefer
In der Tat war der 1. FC Lok nicht zufällig in dieses Finale gekommen. Die zugegeben leichte Gruppe mit dem Stadtligisten SV Leipzig Nord-West, dem Bezirksligisten FSV Krostitz und dem Regionalligisten Schalke II stellte für Lok keine Hürde dar, was im letzten Jahr noch anders war. Da verlor Lok gegen Krostitz und schied aus. Diesmal startete das Team mit einem deutlichen 5:1-Sieg gegen Nord-West und einem 2:0-Erfolg gegen Krostitz und schlug sogar Schalke U23 mit 2:1. Vorne begeisterten vor allem Djibril N’Diaye (drei Tore) und Andreas Streubel (5 Tore und Spieler des Turniers), hinten empfahl sich Perspektspieler Tino Schulze, der eigentlich noch in der zweiten Mannschaft spielt. „Tino hat seine Sache gut gemacht, aber bin auch froh, dass wir solche Leute wie Ronny Mende haben“, lobte Cheftrainer im Auftrag Eiselt. Mende hatte im Halbfinale, in dem Lok auf Augenhöhe war, 16 Sekunden vor dem Ende mit einem langen Bein ein Tor verhindert, dabei Ball – reichlich - und Gegner – zwangsläufig auch – getroffen und die rote Karte kassiert.

Trägt der (Noch-)Meuselwitzer Tommy Kind bald wieder das blau-gelbe Lok-Trikot?
Trägt der (Noch-)Meuselwitzer Tommy Kind bald wieder das blau-gelbe Lok-Trikot?
Foto: Jan Kaefer
Plauen zählte beim Hallen-Cup genauso wie Carl Zeiss Jena nicht gerade zu den Glanzlichtern. Beide Teams taten sich mit dem teils aggressiven Spiel schwer und zeigten wenig Spielfreude. Dasselbe gilt für den ZFC Meuselwitz. Die Zipsendorfer hatten mit Daniel Ferl, Tommy Kind und Manuel Starke drei ehemalige Probstheidaer auf dem Parkett, scheiterten letztendlich an sich selbst. Im letzten Vorrundenspiel schob Lehmann den Ball 30 Sekunden vor Schluss freistehend nicht ins leere Tor. Im Gegenzug traf der HFC, zum Ausgleich, Meuselwitz reiste aus Leipzig ab. Dass einer von ihnen wieder dauerhaft nach Leipzig reisen wird, scheint dagegen nicht ausgeschlossen. Lok-Gewächs Tommy Kind soll in Meuselwitz keine Perspektive mehr haben und wechseln können. Lok soll eine Option sein. Kind muss wohl allerdings darauf hoffen, dass einer im Kader nur die ersten Tage unter Kronhardt überzeugen wird.

Ach ja: Nur Lok-Torwart Boris Jovanovic wollte in die allgemeine Zufriedenheit nicht einstimmen. „Wenn du im Finale bist, musst du auch gewinnen. Ein Finale zu verlieren, macht keinen Spaß, aber das war das zweite binnen zwei Tagen.“

Im Finale holte Schalke den 1.FC Lok auf den Boden der Tatsachen zurück und siegte 4:0.
Im Finale holte Schalke den 1.FC Lok auf den Boden der Tatsachen zurück und siegte 4:0.
Foto: Jan Kaefer

Die Ergebnisse im Überblick

Gruppe A:
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 3:2
ZFC Meuselwitz – VFC Plauen 1:1
Hallescher FC – VFC Plauen 1:1
ZFC Meuselwitz – FC Carl Zeiss Jena 2:2
VFC Plauen – FC Carl Zeiss Jena 2:1
Hallescher FC – ZFC Meuselwitz 3:3

Gruppe B:
FC Schalke U23 – FSV Krostitz 5:0
1. FC Lok Leipzig – SV Leipzig Nord-West 5:1
FC Schalke U23 – SV Leipzig Nord-West 4:0
1. FC Lok Leipzig – FSV Krostitz 2:0
SV Leipzig Nord-West – FSV Krostitz 2:1
1. FC Lok Leipzig – FC Schalke U23 2:1

Halbfinale:
FC Schalke U23 – Hallescher FC 3:2
1. FC Lok Leipzig – VFC Plauen 2:1

Neunmeter-Schießen um Platz 3:
Hallescher FC – VFC Plauen 1:2

Finale:
FC Schalke U23 – 1. FC Lok Leipzig 4:0



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