Fortuna Chemnitz vs. Lok Leipzig 0:2 - Mit zwei Traumtoren in die Regionalliga + Bildergalerie
Marko Hofmann
20.05.2012
Ende gut, alles gut! Marcus Brodkorb (re.) freut sich mit Rico Engler über den Aufstieg.
Foto: Jan Kaefer
Der 1. FC Lok hat die Mission „Regionalliga“ am letzten Spieltag zu einem glücklichen Ende gebracht. Im „Endspiel“ bei Fortuna Chemnitz gewannen die Blau-Gelben mit 2:0 (0:0). Marcus Brodkorb und Jens Werner sorgten vor 3.919 Zuschauern mit zwei Traumtoren für die Entscheidung.
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Im Stadion an der Gellertstraße waren gerade 66 Minuten gespielt als die mitgereisten 3.000 Lok-Fans regelrecht explodierten. Marcus Brodkorb hatte gerade mit einem gefühlvollen Heber Fortuna Chemnitz’ Torhüter Robin Köpsel düpiert und den FCL in Führung gebracht. Nach 66 Minuten Zitterns war das die Vorentscheidung im „Endspiel“ um den Regionalliga-Aufstieg. Lok reichte ein Remis zum Aufstieg, Chemnitz musste gewinnen und zu dem Zeitpunkt schon zwei Tore schießen. Fünf Minuten später waren es schon drei. Lok-Kapitän Jens Werner, bis dato der Inbegriff der Torschusspanik, hatte bei einem Freistoß Filipp Racko vom Ball weggeschickt und höchst selbst das Leder von halbrechts in den Winkel getreten. Die endgültige Entscheidung. „Das waren zwei wunderschöne Tore. Gratulation an Lok“, beglückwünschte Fortuna-Trainer Dirk Barsikow entsprechend auch die Leipziger, die bis zum Tor von Brodkorb zittern mussten.
Die Entscheidung: Kapitän Jens Werner hatte die Kugel zum 2:0 in die Maschen gezirkelt.
Foto: Jan Kaefer
Fortuna war zwar nur bei Standards gefährlich, aber davon gab es gerade in der ersten Hälfte reichlich. Oftmals rausgeholt von Steve Rolleder, der selbst bei hohen Bällen auch immer wieder gesucht wurde und oft genug auch ans Leder kam. Nur: Den ersten gefährlichen Kopfball setzte Kenny Schmidt aufs Lok-Tor, da stand es schon 1:0 für Lok. Die Gäste hatten in der 1. Halbzeit nicht so viel riskiert, warteten ab, agierten wie auch der Gegner mit hohen Bällen. „Zum Fußball gehört eben auch Taktik, auch wenn das Spiel dadurch nicht schön anzusehen war“, erklärte ein überglücklicher Willi Kronhardt, dessen Mannschaft nach der Pause viel spielfreudiger und noch engagierter zu Werke ging. Ein Tor wollte aber trotz dreier Chancen binnen einer Minute gleich nach Wiederanpfiff nicht fallen. Doch Lok hatte nun offensichtlich die besseren Beine und den größeren Willen. „Unsere Saison war lang, am Ende hat uns die Energie gefehlt, um das Spiel zu gewinnen“, konstatierte Chemnitz-Präsident Stefan Gering. Aufgrund des 2:2 von Budissa Bautzen gegen Wacker Gotha darf sein Team nun in die Aufstiegsrelegation gegen Greif Torgelow.
Rund 3.000 Lok-Fans machten die Partie in Chemnitz faktisch zu einem Heimspiel.
Foto: Jan Kaefer
Den Lok-Spielern bleibt dies erspart, sie durften stattdessen am Samstagabend mit ihrem Trainer tanzen gehen. „Bis jetzt hatten sie ja bei mir nicht zuviel zu tanzen, aber jetzt passt es und da komme ich auch mit“, kündigte Kronhardt an. Gut möglich, dass auch Präsident Michael Notzon dabei sein wird. Notzon reiste extra aus Flensburg an und hob Kronhardt nach dem Schlusspfiff aus den Angeln. „Er hat den Verein entscheidend vorangebracht. Ohne ihn hätten wir es nicht geschafft“, jubelte der Präsident. Währenddessen hatten sich die Lok-Spieler schon in die Fankurve aufgemacht, wo bereits kurz nach dem 2:0 Polizei aufmarschiert war. Fans saßen auf dem Zaun, die Behelmten wollten wohl ein zweites „Düsseldorf“ verhindern. Doch den Aufmarsch in kompletter Kampfmontur sorgte eher für Anti-Stimmung. Nach dem Abpfiff kamen zudem kurzzeitig bengalische Feuer und Leuchtraketen aus dem Lok-Block geflogen. Eine traf den verletzten Benedikt Seipel direkt am Kopf, Physiotherapeut Uwe Zimmermann musste Seipel verarzten.
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Frank Heinrich wird Sachsens neuer Chefankläger. Justizminister Jürgen Martens ernannte den Juristen am Donnerstag zum Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Sein Amt tritt er zum 1. Juni 2013 an. „Ich freue mich, dass mit Frank Heinrich eine äußerst kompetente Persönlichkeit für die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gewonnen werden konnte", kommentiert Martens die Personalie. mehr…
Und noch ein kostbares Stück deutscher Statistik: Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. hat sich dieser Tage einmal die sogenannte "Integrationsquote" der 410 Jobcenter in Deutschland näher angeschaut. Arbeitsagentur und Jobcenter versuchen ja immer wieder auch durch beeindruckende Integrationszahlen den Eindruck zu vermitteln, sie seien geradezu erfolgreich in ihrem Tun. Womit sie natürlich auch das ganze dahinter stehende Regelungskonvolut legitimieren. mehr…
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