Eintracht Leipzig Süd-Frauen: Sektdusche und Regionalliga-Träume
Jan Kaefer
09.05.2012
Der Wetterbericht: Im Süden ist teilweise mit Sprühregen zu rechnen...
Foto: Jan Kaefer
Das Feiern ist man bei den Fußballerinnen des SV Eintracht Leipzig Süd schon gewohnt. Denn seit fünf Jahren zelebriert das Team von der Südkampfbahn Aufstieg um Aufstieg. Jetzt will es in die Regionalliga. Nur noch die Relegationsspiele trennen den vorzeitigen Sachsenmeister von diesem Ziel.
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In Spitzkunnersdorf haben es die ELS-Frauen klar gemacht. Der 4:1-Sieg der Leipzigerinnen bedeutete bereits den Gewinn des sächsischen Landesmeistertitels - und das zwei Spieltage vor dem regulären Saisonende. So überraschend klar dominierte der Aufsteiger die Liga und ist nach wie vor ungeschlagen. Das letzte Heimspiel, am vergangenen Sonntag, nahm der Sächsische Fußballverband deshalb zum Anlass, die Eintracht offiziell mit dem Meistertitel zu ehren. Dies geschah im Rahmen eines großen Vereinsfestes, das über 250 Zuschauer in den tiefen Süden lockte.
Kurz vor dem 1:0 - Zusammenprall von Yvonne Starick (mi.) und der Dresdner Torhüterin.
Foto: Jan Kaefer
Sie sahen auf dem grünen Rasen den 19. Saisonsieg aus bisher 21 Spielen. Gegner Fortuna Dresden-Rähnitz II schenkte diesen aber keineswegs freiwillig her. Bis zum Schluss hielt das Team aus der Landeshauptstadt dagegen, war beim 2:1 (1:1) nur knapp unterlegen. Susan Heuser hatte Leipzig schon in der 6. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. Sie schaufelte den Ball aus mehr als 20 Metern über die Dresdner Keeperin hinweg in die Maschen. Die Torhüterin war unmittelbar zuvor mit ELS-Angreiferin Yvonne Starick kollidiert und noch nicht wieder optimal positioniert. Fortan gestaltete sich die Partie ausgeglichen, was der Treffer zum 1:1 (42.) kurz vor der Halbzeit bestätigte. Die Dresdnerin Diana Böhme war auf Halbrechts regelrecht allein gelassen worden und bedankte sich mit dem Ausgleich.
Nach gut einer Stunde sollte auch schon das letzte Tor der Partie fallen - der 2:1 Siegtreffer durch Lisa Uhlig (61.). Sie stand nach einem Starick-Freistoß goldrichtig und köpfelte die Kugel aus fünf Metern ins Tor. Die größte Chance zum Dresdner Ausgleich verhinderte in der 81. Minute Yvonne Scheil zwischen den ELS-Pfosten. Waagerecht in der Luft liegend, pflückte sie einen platziert geschossenen Freistoß der Gäste aus dem Eck.
Die Entscheidung: Lisa Uhlig (rechts neben Nr. 24) "wischt" einen Freistoß zum 2:1 ins Tor.
Foto: Jan Kaefer
Im allerletzten Saisonspiel, kommenden Sonntag, 13. Mai um 11:00 Uhr, geht es für den Meister bei der 3. Mannschaft von Lok Leipzig nur noch darum, das Spieljahr tatsächlich ungeschlagen abzuschließen. Richtig spannend wird es dann wieder zu Pfingsten. Zum ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga empfängt ELS den SC 1903 Weimar. Das entscheidende Rückspiel in Thüringen ist auf den 3. Juni terminiert.
Frisch sektgeduscht: Thomas Wedemann.
Foto: Jan Kaefer
"Wir wollen den Sieg unbedingt, es wäre schade, wenn wir es nicht schaffen würden", ist Trainer Thomas Wedemann heiß auf den erneuten Aufstieg. "Die Mannschaft hat das Potential um Regionalliga zu spielen", schätzt er ein, dennoch rechnet er mit etwa einer handvoll Neuzugänge - während zwei, drei aktuelle Spielerinnen das Team verlassen werden. Doch auch Weimar will endlich den Sprung in die Regionalliga schaffen, scheiterte bereits letztes Jahr in der Relegation am Chemnitzer FC. Wedemann sieht deshalb gegen Weimar "ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Chancen 50:50 stehen".
Ginge der Wettstreit erfolgreich aus, stünde nach der Meisterfeier auf der Busfahrt aus Spitzkunnersdorf und der Ehrung nach dem Heimspiel gegen Dresden bereits die dritte rauschende ELS-Party innerhalb weniger Wochen auf dem Programm. "Wenn der Aufstieg wirklich gelingen sollte, werden wir uns nochmal was einfallen lassen!", verabschiedete sich der von mehreren Sektduschen durchtränkte Coach - und machte sich auf die Suche nach trockender Kleidung.
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Am Freitag, dem 24. Mai um 20:15 Uhr, ist der Bestsellerautor Martin Walker bei Lehmanns Media zu Gast und liest aus seinem aktuellen Bruno-Krimi „Femme Fatale“. Der im französischen Périgord lebende Ire ist nicht nur Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist („The Guardian“), sondern auch ein sehr, sehr sympathischer Zeitgenosse und Medienliebling. mehr…
Am Sonntag, den 26. Mai um 10 Uhr wird es während des beliebten Familienfrühstücksbuffets im Unikatum Kindermuseum spannend, denn Museumsmitarbeiterin Annekatrin Naumann möchte die Gäste ab 4 Jahren zu Zeitjägern machen und sie mit auf eine aufregende Schatzsuche durch die aktuelle Ausstellung „Ach du liebe Zeit!“ und den Hofgarten nehmen. mehr…
Der letzte Rundgang der Reihe „Sanierungs- und Fördergebiete“ des Stadtforums Leipzig findet am Montag, 27. Mai, um 17:30 Uhr am Platz der Biedermannstraße/Ecke Bornaische Straße, gegenüber der Litfaßsäule, statt. Es handelt sich um einen Rundgang durch das Sanierungsgebiet Connewitz, mit Standpunkten an der Biedermannstraße und Auerbachstraße, dem Herderplatz und Kronengarten sowie den Stadthäusern Hermannstraße. mehr…
Am Sonntag, 26. Mai, ist um 19 Uhr in der Kirche Panitzsch eine musikalische Annäherung an die romantischen Kompositionen Richard Wagners aus der Richtung des Jazz zu erleben. Unter dem Motto „Wagner in Jazz“ hat Stephan König anlässlich des 200. Geburtstages von Wagner musikalische Themen aus Wagner-Opern für sein Jazz-Trio bearbeitet. mehr…
Im Rahmen der Festwoche "150 Jahre SPD" macht die Dialog-Box der SPD in Leipzig in der Petersstraße, Höhe Hugendubel, Station. Neben der Bewerbung der Veranstaltungen rund um die Festwoche "150 Jahre SPD" möchte die SPD Leipzig die Dialog-Box nutzen, um mit den Leipzigerinnen und Leipzigern zu verschiedenen Themen ins Gespräch zu kommen. Der Dienstag, 21. Mai, steht dabei ganz im Zeichen der europäischen Bürgerinitiative "Wasser ist Menschenrecht". mehr…
Ein Vortrag am Mittwoch, dem 22. Mai, 19 Uhr, im Ariowitschhaus, Hinrichsenstr. 14, beleuchtet das Verhältnis Martin Luthers zu den Juden. Referent dieser Veranstaltung der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft ist Professor Martin Steinhäuser. mehr…
Mit Krebs ist nicht zu spaßen. Krebs ist kein Spaß. Vielleicht ist die moderne Zivilisationskrankheit Krebs die Kehrseite unserer Spaßgesellschaft. Die keine spaßige ist, auch wenn sie alles, was wichtig ist, in einen Spaß zu verwandeln scheint. Nicht nur Regina Rose fragt wohl zu recht, welche Rolle unsere moderne Lebensart für die Ausbreitung der "Volkskrankheit" Krebs hat. mehr…
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