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1. FC Lok: Mit Lindner Hand in Hand, aber ohne Stadionneubau

Marko Hofmann
Vorerst bleibt in Probstheida alles beim Alten, was das Stadion betrifft
Vorerst bleibt in Probstheida alles beim Alten, was das Stadion betrifft
Foto: L-IZ.de (Archiv)
Rückschlag für die Stadionträume in Probstheida: Der Neubau ist erstmal vom Tisch. Geschäftsmann Stephan Lindner will sich ab sofort wieder auf der Alten Messe nach einer Eishockeyhalle umsehen. Trotzdem soll Lok von seinen Kontakten profitieren: Beide Seiten wollen eine Partnerschaft für über zehn Jahre vereinbaren. Die schöne Zukunftsvision einer Eishalle auf dem Gelände des 1. FC Lok und eines für 30 Millionen Euro neugebauten Bruno-Plache-Stadions ist hingegen vorerst vom Tisch.


Geschäftsmann Stephan Lindner, der diesbezüglich für russische Investoren bei Lok vorgefühlt hat und eigentlich Nägel mit Köpfen machen wollte, wird sich wieder auf der Alten Messe umsehen, will sich die Messehalle 14 greifen. Dort soll dann irgendwann ein russisches Eishockeyteam in der KHL die (Schlitt-)Schuhe schnüren. Die Gründe für Lindners Sinneswandel liegen im Dunklen.

Für Lok bedeutet das: Kein neues Stadion, aber trotzdem weiterhin Kohle von Lindner, dessen Sponsoring über seine Firma TRI Holding normal weiterläuft. Außerdem wollen beide Seiten eine langfristige Partnerschaft eingehen. Lindner soll Lok über zehn Jahre Geldgeber beschaffen und wird bei umgesetzter Eishockey-Vision auch von dort Gelder zubuttern.

„Auch wenn aus dem Stadionneubau erstmal nichts wird, bleiben wir weiter miteinander verbunden“, so Teammanager Steffen Kubald, der seit Monaten als einziger die Verhandlungen für den 1. FC Lok führt und für die Zukunft keineswegs schwarz sieht. „Ich bin guter Dinge, dass alles klappt, was sich Herr Lindner vorgenommen hat, auch wenn ich es natürlich nicht versprechen kann. Wenn wir irgendwann unser Gelände gekauft haben, würde auch ein Stadionneubau wieder wahrscheinlicher.“

„Auch wenn aus dem Stadionneubau erstmal nichts wird, bleiben wir weiter miteinander verbunden“, so Teammanager Steffen Kubald
„Auch wenn aus dem Stadionneubau erstmal nichts wird, bleiben wir weiter miteinander verbunden“, so Teammanager Steffen Kubald
Foto: L-IZ.de (Archiv)
Doch dafür muss Lok das Geld aufbringen und nicht Lindner, denn Friedbert Striewe, Insolvenzverwalter des VfB Leipzig und momentaner Verwalter des Geländes will nur an Lok verkaufen. Das Verhältnis zum Verein gilt jedoch momentan als mindestens unterkühlt. „Da wurde viel Porzellan zerschlagen, aber ich bin mir sicher, dass wir wieder an einen Tisch kommen und das wie Männer regeln“, so Kubald.

Die Männermannschaft nahm derweil am Freitag wieder die Fährte Richtung Regionalliga-Klassenerhalt auf. Torhüter Christopher Gäng absolvierte sein erstes Training seit Oktober in Probstheida. „Es ist super, dass Christoph wieder mit guter Laune hier angekommen ist“, gab sich Co-Trainer Eric Eiselt glücklich und versprach „Wir werden uns für den Klassenerhalt reinhauen.“ Mit dabei war mit Benjamin Lowens auch ein weiterer Torhüter. Der 25-Jährige absolvierte diese Saison zwei Spiele für Ligakonkurrent Torgelower SV Greif, wurde dort ausgemustert, studiert zufällig in Leipzig.

„Er trainiert erstmal zwei Wochen mit, dann fällen wir eine Entscheidung“, so Teammanager Kubald.

Alle drei bisher vereinbarten Testspiele finden auswärts statt

Sa., 19.01., 14:00 Uhr beim Halleschen FC U23
Mi., 23.01., 18:30 Uhr bei VfB IMO Merseburg
Mi., 30.01., 19:00 Uhr bei Grün-Weiß Piesteritz
Sa./So., 09./10.02., 13:30 Uhr Rückrundenstart gegen Hertha BSC II


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