Friesenheim vs. SC DHfK 23:23 - Drei rote Karten und für beide ein Punkt
Marko Hofmann
04.12.2011
Einsatzstark: Ole Dietzmann.
Foto: Rainer Justen
Die Handballer des SC DHfK bleiben zum dritten Mal in Folge in der Fremde ungeschlagen. Bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim führten die Gäste bis kurz vor Schluss, mussten aber 30 Sekunden vor Ende noch den Ausgleich hinnehmen. Da waren bereits zwei Grünweiße vom Parkett geflogen, eine rote Karte für Friesenheim sollte noch folgen...
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Dass die dritte Zweitagesauswärtsfahrt des SC DHfK nicht durch einen vollen Erfolg gekrönt wurde, hatte mehrere Gründe. Die Gäste fanden beispielsweise nur schwer ins Spiel, führten zwar durch Uli Streitenberger, gerieten dann aber in Rückstand und profitierten bis Mitte der ersten Halbzeit davon, dass auch die Gastgeber des TSG Ludwigshafen-Friesenheim keineswegs Zugang zu ihrem Heimspiel gefunden hatten. So stand es nach zwölf Minuten auch erst 4:4.
Ein weiterer Grund für den verpassten vollen Erfolg könnte das zeitige Ausscheiden von Torwart Michael Galia sein, der bei einem Konter der Gastgeber den heranstürmenden Spieler berührte und bereits nach sechs Minuten des Parketts verwiesen wurde. Eine große Schwächung für den SC DHfK war das allerdings nicht, denn mit Oliver Krechel rückte ein ebenso guter Rückhalt ins Tor, der der Deckung gleich Sicherheit verlieh. Prompt gingen die Gäste durch Tore von Streitenberger und Boese in Führung (7:5/15.). Die Gäste-Führung sollte auch bis zur Halbzeit Bestand haben, denn die Grünweißen verstanden es, den oftmals gesuchten Ludwigshafener Litauer Mindaugas Veta zuzustellen, das Angriffsspiel der Gastgeber so lahm zu legen und vorn ihre Dinger zu machen. Ganze fünf Punkte betrug zur Pause der grünweiße Vorsprung (13:8).
Nicht gerade zum Zunge schnalzen: Oehlrich und Dietzmann kämpfen um den Ball.
Foto: Rainer Justen
Mag es vielleicht an der Schwächeperiode kurz nach der Pause gelegen haben? Der Bundesliga-Absteiger Friesenheim kam besser, konzentrierter aus der Kabine und schnell wieder ran (16:15/37.). Für den SC DHfK war es dagegen zunehmend schwerer geworden, ein Tor zu erzielen. Friesenheims Max Becker musste zwischen der 35. und der 45. Minute kein einziges Mal den Ball aus dem Netz holen. Erst als sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch entwickelte und der mit einer Innenbanddehnung ins Spiel gegangene Thomas Oehlrich in den Mittelpunkt rückte, ging der Gast wieder in Führung. Sebastian Schulz, der Krechel im grünweißen Tor ablöste, sorgte zudem mit zwei starken Aktionen für die Chance, auf zwei Tore davon zu ziehen (22:20/51.).
Den Ausschlag, dass sich die Jungandreas-Sieben den Vorsprung noch nehmen ließ, gab mit Sicherheit die Hinausstellung von René Wagner, der nach grobem Foulspiels vom Parkett musste. Die doppelte Unterzahl nutzten die Gastgeber zum Anschluss (23:22/56.). 30 Sekunden vor dem Ende setzte Felix Kossler mit seinem vierten verwandelten Siebenmeter noch einen drauf. Mit dem letzten Angriff hätten die Gäste den dritten Auswärtssieg doch noch einfahren können, aber als Kossler fünf Sekunden vor dem Ende auch noch von der Platte musste, weil er den Ball für einen Freiwurf nicht rausrücken wollte, blieb den Grünweißen nur noch die direkte Ausführung des Freiwurfs. Boese knallte ihn in den Block, das Spiel war vorbei.
Aber woran es am Ende auch gelegen haben mag, mit dem dritten ungeschlagenen Auswärtsspiel in Serie hat der SC DHfK eine gute Serie fortgeführt. Ein Unentschieden beim Bundesliga-Absteiger, wie weit unten er in der Tabelle auch steht, ist aller Ehren wert.
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