WM-Grüße aus Brasilien: "Die Zahlen sehen schlecht aus!"
Jan Kaefer
11.12.2011
HCL-Torfrau Katja Schülke.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Das Achtelfinale verpasst und bei den Olympischen Spielen 2012 zum Zuschauen verdammt - so lautet das bittere Zwischenfazit der deutschen Handballerinnen nach der WM-Vorrunde in Brasilien. "Die Mannschaft befindet sich in einem Entwicklungsprozess, welcher vielleicht mehr Zeit und Geduld benötigt, als zunächst gedacht", resümiert HCL-Kapitänin Katja Schülke.
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"Nachdem wir gegen die Gruppenfavoriten Norwegen (31:28) und Montenegro (24:25) mit 2:2 Punkten rausgekommen sind, wollten wir jedes Spiel konzentriert angehen", blickt Schülke, die bei den WM-Spielen des öfteren das Tor der DHB-Sieben hütete, zurück. "Gegen China (23:22) konnten wir das Spiel durch viel Moral und Kampf noch drehen und glücklich für uns entscheiden. Am nächsten Tag ging es gegen die Isländerinnen (20:26). Nach starkem Beginn (11:4-Führung) haben wir das Spiel durch eine 1:9-Phase bis zur Halbzeit aus der Hand gegeben und bis zum Ende vollkommen den Faden verloren. Im "Alles oder Nichts-Spiel" gegen Angola (22:25) hatten wir nicht die Qualität gezeigt, die wir für das Achtelfinale hätten aufbringen müssen", fasst die Leipzigerin für L-IZ.de das Geschehen zusammen.
Frühzeitiges WM-Aus ist eine große Enttäuschung
"Natürlich ist das schnell WM-Aus für uns eine große Enttäuschung", so Schülke weiter, "im Sport zählen Ergebnisse und die Zahlen sehen schlecht aus! Der Traum von London 2012 ist geplatzt. Die Einstellung und der Teamgeist stimmen, jedoch müssen wir uns eingestehen, dass wir mehr Qualität wie Wurfausbeute oder Tempospiel brauchen, um bei einem großen Turnier ein Wort mitzusprechen".
Am Samstag ist die Mannschaft von Santos nach Sao Paulo umgezogen, wo sie am heutigen Sonntag um 14:45 Uhr (MEZ) auf Kasachstan trifft. Im sogenannten "President's Cup" werden dabei die Plätze 17 bis 20 ausgespielt. In dieser Goldenen-Ananas-Runde trägt Deutschland dann am Montag ein weiteres - gleichzeitig ihr letztes - Spiel dieser Weltmeisterschaft aus. Dienstagabend trifft das Jensen-Team bereits wieder in Deutschland ein.
"Klar, jeder von uns hätte viel lieber Achtelfinale gespielt, jedoch haben wir uns selbst in diese Situation gebracht und werden mit den beiden Spielen die WM gut zu Ende bringen", beweist Katja Schülke in dieser unkomfortablen Situation dennoch Sportsgeist.
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