WM-Grüße aus Brasilien: Sensationeller Auftaktsieg der Deutschen
Jan Kaefer
04.12.2011
Natalie Augsburg mit Torerfolg.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Paukenschlag in Brasilien. Im ihrem ersten WM-Spiel schlugen die deutschen Handballerinnen den Olympiasieger und Rekord-Europameister Norwegen mit 31:28. Nach Dauerrückstand in Hälfte eins wendete die Jensen-Truppe im zweiten Durchgang das Blatt. HCL-Spielerin Natalie Augsburg kam dabei zu ihrem ersten WM-Tor.
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Den Rückstand weg gesteckt
Deutschlands erster Auftritt bei der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen hatte es in sich, mit Norwegen stand dem Team von Nationaltrainer Heine Jensen gleich ein ganz dicker Brocken gegenüber. Erwartungsgemäß hatten die Skandinavier die Partie zunächst auch im Griff, brachten beim 3:7 (13. Minute) und 6:10 (19.) schon vier Tore Luft zwischen sich und die Deutschen. Doch kurz vor der Halbzeit meldete sich die DHB-Sieben zu Wort. Sabrina Richter (HSG Blomerg-Lippe) sorgte beim 12:13 (28.) und 13:14 (30.) jeweils für den Anschluss und dafür, dass Deutschland mit einem Hoffnungsfunken in die Pause gehen konnte.
Den Torreigen der zweiten Halbzeit eröffnete die Leipzigerin Natalie Augsburg. In der 32. Minute erzielte sie den wichtigen 14:14-Ausgleich und durfte sich damit über ihr erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft freuen. Als Norwegen jedoch bereits eine Minute später wieder auf 14:16 enteilt war, schwante den deutschen Fans unter den 1.200 Besuchern in der Arena Santos nichts Gutes. Aber die Jensen-Mädels kamen zurück - und wie! Innerhalb von nicht mal fünf Minuten legten die Deutschen eine Dreierserie hin, so dass Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV) mit dem 17:16 (38.) die erstmalige DHB-Führung glückte.
Schnell wuchs der Vorsprung auf drei Tore an - 20:17 (42.), 22:19 (46.), 24:21 (48.). Das letzte Aufbäumen Norwegens brachte die Nordlichter noch einmal auf 24:23 (50.) heran, dann hatten sie dem deutschen Team nichts mehr entgegen zu setzen. Dieses zog nun auf 28:24 (55.) davon und feierte am Ende ein verdientes 31:28.
Mit Herz und Leidenschaft gekämpft
"Wir sind natürlich sehr froh, dass wir diesen ersten harten Brocken gut genommen haben! Einen Auftaktsieg gegen den aktuellen Olympiasieger und Europameister ist nicht selbstverständlich, zeigt aber zu was wir fähig sind. Wir haben uns vorgenommen mit Herz und Leidenschaft 60 Minuten zu kämpfen und das haben wir geschafft", mailten die Leipziger WM-Spielerinnen der L-IZ. "Nun gilt es jedoch schnell den Schalter wieder umzulegen, denn der Sieg gegen Norwegen wird viel mehr Wert, wenn wir nun auch Montenegro schlagen. Durch die überraschende 21:22-Niederlage der Montenegriner gegen Island sind sie gezwungen, morgen zu gewinnen. Dafür werden sie robust zu Werke gehen. Wir müssen von der ersten Minute an präsent sein und unsere Leistung bestätigen!".
Die Partie Deutschland gegen Montenegro beginnt am heutigen 2. Advent um 17:30 Uhr. Sport 1 überträgt live.
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