SC DHfK vs. Erlangen 26:27 - Harte Partie mit hartem Ende
Marko Hofmann
06.02.2012
Gleich dreimal bekam Kapitän Oehlrich von den Schiedsrichtern den Weg zur Strafbank gezeigt.
Foto: Jan Kaefer
Der SC DHfK schließt die Hinrunde in der 2. Bundesliga als Tabellensiebter ab. Nach einer 26:27 (13:14)-Heimniederlage gegen den HC Erlangen war am Ende nicht mehr drin. Aber was heißt schon mehr drin für einen Aufsteiger in eine neue, eingleisige Liga?
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Nach einem Frustfoul sah auch Steve Baumgärtel den roten Karton gezeigt.
Foto: Jan Kaefer
Wieder einmal hatten die grünweißen Handballer so viele Zuschauer in die Ernst-Grube-Halle gelockt, dass am Sonntagabend die Plätze kaum reichten. Die 1.531 Zuschauer, darunter 150 Erlanger, hatten sich auf ein Spitzenspiel eingestellt und das wurde es auch – zumindest wenn man das kämpferische Niveau betrachtet. Zwei rote Karten für die Leipziger sprechen Bände, obgleich nur die rote Karte für Kapitän Thomas Oehrlich nach drei Zeitstrafen in der 49. Minute etwas mit Kampf zu tun hatte. Die rote Karte für Steve Baumgärtel - kurz vor dem Ende - hatte eher etwas mit Unsportlichkeit zu tun. Der Blondschopf hatte Erlangens Christoph Nienhaus beim Wurf hart gefoult.
Eric Jacob kam dreimal zum Torerfolg. Am zielsichersten war René Boese mit 9 Treffern.
Foto: Jan Kaefer
Doch zu diesem Zeitpunkt war das Spitzenspiel schon entschieden. Die Gäste aus Franken führten mit 27:23, hatten überhaupt nur in einer kurzen Phase nach der Pause die Führung abgegeben, auch weil der SC DHfK in dieser engen Phase mit seinen Chancen sündigte, was Trainer Uwe Jungandreas nach dem Spiel kritisierte. „Wir hatten heute mehrmals die Chance, in Führung zu gehen, konnten sie aber nicht nutzen.“ Gerade in der engen Phase von der 32. Minute bis zur roten Karte für Oehlrich hatten die Grünweißen alle Möglichkeiten, die Führung dauerhaft an sich zu reißen, aber nie klappte es nach einem Ausgleich gleich mit der Führung, obwohl Oliver Krechel mehrere Angriffe abwehrte. Dreimal führte die Jungandreas-Sieben, dreimal nur mit einem Tor, dreimal war das schon beim nächsten Angriff egalisiert. Ist es das, was dem SC DHfK für ganz oben noch fehlt?
Coach Jungandreas vermisste die Geschlossenheit.
Foto: Jan Kaefer
Jungandreas bemängelte zudem: “Wir sind nicht geschlossen aufgetreten und konnten die Ausfälle in der Mannschaft nicht kompensieren.” Vor allem zu Beginn und gegen Ende des Spiels tat sich der SC DHfK schwer, überhaupt Angriffe sinnvoll abzuschließen. Erlangen verteidigte aggressiv und offensiv, nutze seine Chancen nach den abgeblockten Angriffen der Gastgeber. Der SC DHfK konnte so die komplette erste Hälfte allenfalls an der Führung schnuppern – kurz. Mit der Halbzeit kam die Wende und mit Oehlrichs Platzverweis die erneute Wende, Erlangen markierte fünf Tore in Folge, war binnen sieben Minuten davon gezogen. Dem SC DHfK blieb nur die Enttäuschung darüber, eine bessere Platzierung zum Ende der Hinrunde nicht erreicht zu haben.
Platz sieben ist jedoch auch ein Rang auf den man in dieser erstmals eingleisigen 2. Bundesliga für den Moment stolz sein kann. Komfortable neun Punkte trennen die Leipziger derzeit von den Abstiegsrängen, nur vier von denen, die zu einem Aufstieg berechtigen würden, obgleich dieser wenig realistisch scheint. Der Klassenerhalt hat Priorität und für den haben die Grünweißen mit neun Siegen ein gutes Fundament gelegt.
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