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Bittenfeld vs. SC DHfK 41:25 - „Schlachteplatte“ zum Feiertag

Marko Hofmann
Bauchlandung für Streitenberger & Co. in Stuttgart.
Bauchlandung für Streitenberger & Co. in Stuttgart.
Foto: Rainer Justen
Ein krasser Leistungseinbruch kurz vor und nach der Halbzeit haben dem SC DHfK eine deutliche Auswärtsniederlage eingebracht. Beim bisherigen Tabellen-Vierten TV Bittenfeld verloren die Grün-Weißen am 2. Weihnachtsfeiertag klar mit 25:41 (14:17). Nach ausgeglichener Anfangsphase ging gar nichts mehr. Nun trennt die Handballer nur noch ein Punkt von den Abstiegsrängen.


Das Fest nur auf Diät, zwei Tage gar nicht zu Hause und das alles für eine 25:41-Auswärtsniederlage im 500 Kilometer entfernten Stuttgart: Weihnachten 2012 wird für alle Männer-Handballer des SC DHfK und die Verantwortlichen im Hintergrund in keiner guten Erinnerung bleiben. Erst recht nicht, da die eigentlichen Leipziger Vorzeige-Handballer nun mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge in die Winter- und WM-Pause gehen. „Wir haben uns das anders vorgestellt, obwohl wir gesundheitlich neben den Verletzten auch bei den Spielern auf dem Feld Probleme hatten. Das ist aber keine Entschuldigung für diese Leistung“, resümierte Trainer Uwe Jungandreas nach der Pleite gegen den TV Bittenfeld vor 6.100 Zuschauern in Stuttgart.

Sein Team war trotz des großen Tabellenunterschieds bis zur 28. Minute gleichwertig, sorgte mit der eigenen 5:1-Deckung für Probleme beim Gegner. Erst nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Alexander Feld (14:13/28.) zogen die Gastgeber an den Ketten und mit 14:17 davon. Ein Rückstand, den der SC DHfK nicht wieder wettmachen konnte. Stattdessen brach er in der zweiten Halbzeit besorgniserregend ein, erzielte zwischen der 41. (21:29) und der 54. Minute (22:37) keinen eigenen Treffer, kassierte aber acht (!) Stück. Der Genickbruch. Jungandreas zeigte sich entsprechend bedient: „Nach dem Seitenwechsel war eigentlich nur noch Land unter, egal, wer auf dem Feld stand. Da ist einiges aufzuarbeiten, das war insgesamt für uns zu wenig.“

Lucas Krzikalla traf für den SC DHfK zweimal.
Lucas Krzikalla traf für den SC DHfK zweimal.
Foto: Rainer Justen
Im Gegensatz zu den Gästen agierten die Hausherren schnörkellos und treffsicher und ballerten sich so zu einem insgesamt ungefährdeten Sieg. Vor allem Peter Jungwirth und Tobias Schimmelbauer taten den weitgereisten Grünweißen immer wieder weh. Auf Leipziger Seite waren der engagierte, aber oftmals glücklose Regisseur Seitle (sechs Tore, zwei vergebene Siebenmeter) und Linkshänder und Nachwuchstalent Max Emanuel (fünf Tore) am gefährlichsten. Doch auch sie sind enttäuscht in den Bus gen Heimat gestiegen. Außerdem im Gepäck: Ein prallgefüllter Koffer voller Sorgen. Am 9. Februar geht es beim ThSV Eisenach weiter – Tabellen-Sechster. Keine leichte Nummer, Hoffnung macht vor allem, dass Eric Jacob und Thomas Oehrlich bis dahin wieder dabei sein sollten. Aber eigentlich hatte man Weihnachten 2012 mit anderen Gedanken verbringen wollen…

Die Statistik zum Spiel

Bittenfeld: Müller (TH), Sdunek (TH) – Schimmelbauer 7, Schöbinger 4, Kienzle, Weiß 1, Schweikardt M. 2/1, Friedrich 4/1, Schweikhardt J. 3, Jungwirth 8, Baumgarten 4, Wehner 2, Seiz 2, Szczesny 4.
SC DHfK: Pulay (TH), Galia (TH) – Müller, Emanuel 5, Streitenberger 2, Krzikalla 2, Binder 1, Ogano 1, Boese 3, Seitle 6, Prokopec 4, Feld, Göde 1.

Zwei-Minuten-Strafen: Bittenfeld 5x, DHfK 4x, Siebenmeter: Bittenfeld 2/2, DHfK 3/0. Zuschauer: 6.180.

Tabelle der 2. Handball-Bundesliga

1. TV Emsdetten (18 Spiele/ 30 Punkte/ +63 Tore)
:
13. HG Saarlouis (17/ 14/ -31)
14. HC Empor Rostock (18/ 14/ -27)
15. SC DHfK Leipzig (18/ 14/ -52)
16. ASV Hamm-Westf. (18/13/ -13)
17. Henstedt-Ulzburg (18/ 13/ -36)
18. TuS Ferndorf (18/ 10/ -72)
19. SG Leutershausen (18/ 9/ -35)


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