Leichtathletik-EM: Traum vom Finale platzt an vorletzter Hürde
Jan Kaefer
31.07.2010
Tränen nach Halbfinal-Aus.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Die Leipzigerin Cindy Roleder hat den Einzug ins EM-Finale über 100 Meter Hürden verpasst. Am Samstag-Abend wurde die Deutsche Vizemeisterin disqualifiziert, weil sie im Halbfinale eine Hürde mit der Hand umstoßen musste. Den Titel holte sich die Türkin Nevin Yanit.
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Mit einer Prognose hatte Cindy Roleder bereits nach dem Vorlauf am Freitag absolut Recht: Um ins Finale einziehen zu können, würde sie ihre persönliche Bestzeit von 12,98 Sekunden noch ein Stück verbessern müssen. Mit 12,96 Sekunden war es schließlich der Deutschen Nadine Hildebrand vorbehalten, den letzten Startplatz im Finale zu ergattern. Zu diesem Zeitpunkt war Cindy Roleder bereits ausgeschieden.
Cindy Roleder - ein Hürdenstrauchler brachte sie um den Finaleinzug.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Im ersten Lauf des Halbfinales bekam es die LAZ-Sprinterin unter anderem mit Carolin Nytra - der Deutschen Meisterin - zu tun. Auf Bahn 2 gestartet, hielt sich Cindy Roleder lange gut im Rennen. Es schien sogar, als könne sie im Endspurt um den wichtigen 4. Platz kämpfen. Doch zwei Hürden vor dem Ziel nahm das Unheil seinen Lauf. Denn an dieser blieb die 20-Jährige hängen und kam ins Straucheln. Damit war der Traum vom Finale bereits geplatzt. Um einen Sturz zu vermeiden, musste Roleder zudem die letzte Hürde mit der Hand umstoßen. Dies ist laut Reglement verboten und führte letztlich zur Disqualifikation der jungen Leipzigerin, die im Ziel vor Enttäuschung in Tränen ausbrach.
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