Leichtathletik-Landesmeisterschaft: Paukenschlag im Kugelstoßring
Jan Kaefer
24.01.2011
Die Leipzigerin Viktoria Armann holte sich Platz 3 im Kugelstoßen der Frauen.
Foto: Jan Kaefer
Kugelstoßerin Christina Schwanitz vom LV 90 Thum sorgte für den sportlichen Höhepunkt der 21. Sächsischen Hallenmeisterschaft, die am Wochenende im Chemnitzer Sportforum stattfand. Mit 18,68 Meter stellte sie eine neue Jahresweltbestleistung auf. Für die Leipziger Athleten verliefen die Titelkämpfe mit überschaubarem Erfolg.
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Zwei Sachsenmeister-Titel gingen in die Messestadt, beide ergattert von Läuferinnen des SC DHfK Leipzig. Allerdings hatten sowohl Cathleen Held (800 Meter, 2:33,92 min) als auch Christina Merz (3.000 Meter, 11:08,60 min) wenig Mühe, der Konkurrenz zu enteilen - beide Sportlerinnen waren nämlich jeweils die einzigen Starterinnen des Wettkampfs.
Wieder schnell unterwegs: Juliane Haußmann.
Foto: Jan Kaefer
Die einzige Silbermedaille des Wochenendes durfte sich Stabhochspringerin Cassandra Hennig (LAZ Leipzig) umhängen. Sie hatte jedoch einige Probleme, in den Wettkampf hineinzufinden. Die letztlich überquerten 3,30 Meter lagen dann auch deutlich unterhalb ihres eigentlichen Leistungsvermögens.
Äußerst achtbar schlugen sich hingegen die Leipziger Bronze-Gewinner. Sprinterin Juliane Haußmann (LAZ Leipzig) räumte über 60 Meter (7,62 Sekunden) und über 200 Meter (24,78 Sekunden) gleich zwei dritte Plätze ab und bestätigte damit ihre gute Frühform. So schnell ist sie die 60 Meter vorher noch nie gelaufen. Das gibt der 20-Jährigen berechtigten Anlass zur Hoffnung, bei den bevorstehenden Deutschen Hallenmeisterschaften gut genug für den Einzug in den Zwischenlauf sein zu können.
Auch Viktoria Armann (LAZ Leipzig) kann mit ihrer Bronzemedaille zufrieden sein. Die erst 17-Jährige musste sich in der Kugelstoß-Konkurrenz mit ihren 12,79 Meter nur den international erfahrenen Thumerinnen Christina Schwanitz und Sophie Kleeberg geschlagen geben. Schwanitz, die bereits an Olympischen Spielen und der Weltmeisterschaft teilgenommen hat, sorgte mit ihrer Weltjahresbestleistung von 18,68 Meter für den Paukenschlag des Wochenendes.
Christina Schwanitz mit Jahresweltbestleistung.
Foto: Jan Kaefer
Weiteres Edelmetall holten Hochspringerin Susan Volkert mit 1,60 Meter und 3.000-Meter-Läufer Christian Schlegel mit 9:31,94 Minuten (beide LG Taucha/ Leipzig) an die Pleiße.
Der gastgebende Verein LAC Erdgas Chemnitz hatte durch Dreispringerin Kristin Gierisch noch allen Grund zur Freude. Die 20-Jährige landete erst bei 14,10 Meter, was neue Deutsche Hallenbestleistung für U23-Junioren bedeutete. Im Dreisprung-Wettbewerb tummelte sich auch ein prominenter Dresdner. WM-Medaillengewinner Raúl Spank nutzte die Gelegenheit, sich auf die Saison einzustimmen. Der Weltklasse-Hochspringer genoss es, sportlich auch einmal auf anderen Pfaden wandeln zu können. Und nebenbei holte er sich mit 15,82 Meter den Sächsischen Titel. Vielleicht präsentiert er sich dem Leipziger Publikum bei den Deutschen Hallenmeisterschaften noch einmal in dieser Disziplin.
Dreispringer unter sich: Jenny Elbe, Raúl Spank (beide Dresden) und Kristin Gierisch (Chemnitz).
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