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Leichtathletik Hallen-DM: Mitteldeutsche Athleten lassen aufhorchen

Sebastian Beyer
Katja Demut ließ sich auch in der Leipziger Arena nicht die Butter vom Brot nehmen.
Katja Demut ließ sich auch in der Leipziger Arena nicht die Butter vom Brot nehmen.
Foto: Jan Kaefer
Neben den Leipziger Athleten und Athletinnen spielten auch andere Mitteldeutsche bei der Titelvergabe der Leichtathleten eine Rolle. Klar konnte Katja Demut vom TuS Jena ihren Wettkampf im Dreisprung der Frauen für sich entscheiden. Aus Chemnitz siegte David Storl im Kugelstoßen der Männer. Christina Schwanitz vom LV Thum stellte gar mit 18,87 Metern eine neue europäische Bestleistung im Kugelstoßen der Frauen auf.

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Youngster David Storl besiegte "Altmeister" Ralf Bartels und holte sich den Titel.
Youngster David Storl besiegte "Altmeister" Ralf Bartels und holte sich den Titel.
Foto: Jan Kaefer
Während die Dreisprung Frauen relativ ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums genießen konnten, war während des Männerwettbewerbs im Kugelstoßen am Nachmittag schon erheblich mehr los im Innenraum der Leipziger Arena. Das Stabhochspringen und der Weitsprung liefen zeitgleich. Die starken Männer konnten sich aber dank ihrer Schreie beim Stoß des Sportgeräts der Aufmerksamkeit des Publikums versichern. David Storl siegte schlussendlich mit einem seiner nur zwei gültigen Versuche. 20,70 Meter war seine Weite des Tages. „Ich denke mal das Duell mit Ralf wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Es war schön ihn heute zu schlagen und wird ihn ein bisschen ärgern, aber so schaukeln wir uns halt auch zu Leistungen hoch.“ Altmeister Ralf Bartels stieß nur zwei Zentimeter kürzer und sorgte bei der Presskonferenz für Lacher. Auf die Frage, was denn sein aktuelles Gewicht sei, antwortete er: „Ich mache mir mal britisches Understatement zu eigen und sage: Enough!“

So knapp wie das Kugelstoßen ausging, so deutlich gewann Katja Demut den Dreisprung der Frauen. Mit einer konstanten Serie um die 14 Meter und ihrem besten Versuch über 14,20 Meter lag sie klar vor der Zweitplatzierten Jenny Elbe (Dresden) mit 13,66 Metern. Wie schon in den Vorjahren kommt die Deutsche Meisterin also aus Jena und wurde in Leipzig lautstark von ihrem Anhang unterstützt.

Janin Lindenberg freute sich über eine fabelhafte persönliche Bestleistung.
Janin Lindenberg freute sich über eine fabelhafte persönliche Bestleistung.
Foto: Jan Kaefer
Auch die Magdeburgerin Janin Lindenberg und der Chemnitzer Martin Keller bescherten der Region Spitzenergebnisse und knackten in ihren Disziplinen die Norm zur Hallen-EM. Lindenberg stürmte im 400-Meter-Vorlauf in 52,26 Sekunden zu neuer Deutscher Jahresbestleistung. Dabei verbesserte sie ihren persönlichen Rekord gleich um mehr als eine Sekunde! Im Finale am Sonntag könnte sie in dieser Verfassung nach dem Titel greifen. Den Meistertitel knapp verfehlt hat 60-Meter-Sprinter Martin Keller. Im Finale kam er mit 6,65 Sekunden auf dem zweiten Platz ein - und freute sich über die Erfüllung der Europameisterschaftsnorm.

Christina Schwanitz vom LV Thum konnte ihre Leistung mit 18,87 Metern sogar noch einmal steigern und führt nun die europäische Bestenliste an. „Ich glaube nicht, dass mich das in Paris nächste Woche zur Gejagten macht. Eher werde ich da wohl wieder Verfolgerin werden.“ Nach ihrer guten Leistung bei den Sächsischen Landesmeisterschaften kam dieser Erfolg nicht überraschend.

Europameisterin Verena Sailer siegte und eroberte die Herzen des Publikums.
Europameisterin Verena Sailer siegte und eroberte die Herzen des Publikums.
Foto: Jan Kaefer
Anders war dies bei Tim Lobinger der im Stabhochsprung mit übersprungenen 5,60 Meter den zweiten Platz hinter dem Deutschen Meister Malte Mohr (5,65 Meter) erreichte. Das hatte dem erfahrensten Athleten im Feld nicht jeder zugetraut. All seine Routine musste er zusammen nehmen und übersprang die 5,60 Meter im dritten Versuch. Zuvor hatte er das Leipziger Publikum zu mehr Enthusiasmus aufgefordert: „Wenn ihr ein bisschen lauter klatscht Leipzig, dann geht hier noch was“, brüllte er nach seinem zweiten Versuch. Mohr sollte in Paris allerdings noch etwas zulegen er hat sich als mittelfristiges Ziel gesetzt, die 6 Meter-Marke zu übertreffen.

Zum Abschluss des Tages konnte Verena Sailer den 3.780 Zuschauern noch einmal einen Höhepunkt bieten. Den berühmten Tunnelblick starr auf die Bahn gerichtet lief sie in 7,28 Sekunden zum Titel über 60 Meter. Im Halbfinale hatte sie mit 7,25 sogar eine neue deutsche Jahresbestleistung erzielt. Für Paris nimmt sie sich vor ihre Bronzemedaille zu verteidigen. Die Leistungen des ersten Tages lassen für den Sonntag einiges erwarten. Unter anderem wird dann auch Raúl Spank aus Dresden im Hochsprung versuchen sich einen Titel zu erspringen.


Alle Ergebnisse der Deutschen Hallen-Meisterschaft:
www.leichtathletik.de



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