Leichtathletik-Gala in Regensburg: Balnuweit und Stiller eine Nasenspitze voraus
Jan Kaefer
05.06.2011
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Bei der hochklassig besetzten Leichtathletik-Gala in Regensburg, sorgten die Leipziger Starter am Samstag für achtbare Resultate. Über 110 Meter Hürden setzte sich LAZ-Sprinter Erik Balnuweit durch - und auch 5.000 Meter Läufer Jakob Stiller vom SC DHfK siegte mit spektakulärem Endspurt.
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Finale furioso über 5.000 Meter
Was war das für ein verrücktes Finale! Im abschließenden Wettkampf des Tages - den 5.000 Metern der Männer - wollte zunächst nicht so richtig Tempo aufkommen. Doch von Anfang an in der Spitze mit dabei tummelte sich Jakob Stiller, der erst im April überraschend den Leipzig Marathon gewonnen hatte. Beständig hielt sich der 24-Jährige in dem 28-köpfigen Feld zwischen Position vier und sechs. In der letzten Runde jedoch gab der Student ordentlich Gas, lief an die Spitze und brachte einige Meter Abstand zwischen sich und die Verfolger.
Aber die Führung hielt nicht lange. Der Italiener Markus Ploner überholte Stiller etwa 200 Meter vor dem Ziel und lag schier uneinholbar vorn. Doch Jakob Stiller fand noch die Kraft zu einem atemberaubenden Endspurt und fing Ploner direkt vor der Ziellinie ab. Nach 5 Kilometern entschied so die Winzigkeit von 0,04 Sekunden! Stillers Siegerzeit betrug 14:21,93 Minuten.
Jakob Stiller (SC DHfK) - hier bei seinem Marathonsieg - gewann die 5.000m im Endspurt.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Eine Hundertstel entscheidet im Hürdenwald
Ebenfalls sehr knapp ging es bei den Entscheidungen im Hürdensprint zu. Bei den Männern vertrat Erik Balnuweit die Leipziger Farben. Bei beträchtlichem Gegenwind von 2,7 Meter pro Sekunde, liefert er sich mit dem Hamburger Helge Schwarzer ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Schwarzer kam ideal aus dem Startblock und schien einem sicheren Start-Ziel-Sieg entgegen zu laufen. Doch nach der letzten Hürde legte Balnuweit noch eine Schippe drauf und schob sich nach 13,89 Sekunden schließlich eine Hundertstel eher über die Ziellinie als sein hanseatischer Konkurrent. "Ich bin sehr froh, dass ich gewonnen habe", sagte der Leipziger anschließend, "jeder Wettkampf ist gut, um in Form zu kommen". Große Ziele wollte er für diese Saison nicht formulieren, "ich will an meiner Technik arbeiten, der Rest kommt dann von allein".
Die berühmte hundertstel Sekunde entschied auch das 100 Meter Hürdenrennen der Frauen - diesmal jedoch zu Leipziger Ungunsten. Denn Anne-Kathrin Elbe musste sich der EM-Teilnehmerin Nadine Hildebrand (Kornwestheim) in einem spannenden Lauf hauchdünn geschlagen geben. Elbe erreichte - ebenfalls bei Gegenwind - eine Zeit von 13,21 Sekunden.
So schlugen sich die anderen Leipziger Läufer
Gar nicht rund lief es bei Peter Förster über 800 Meter. Erst am Mittwoch hatte der 21-Jährige nach vier Jahren Verletzungspause sein Freiluft-Comeback gegeben und das unbedingte Saisonziel auf eine Zeit unter 1:50 Minute taxiert. Dieses Ziel verfehlte er in Regensburg jedoch gründlich, kam nach 1:57,89 Minuten sogar nur als Letzter ins Ziel.
Deutlich zufriedener konnte sein LAZ-Kollege Max Betsch sein. Nach einem taktisch cleveren Rennen gewann er den zweiten Zeitlauf über 1.500 Meter, der einem B-Lauf entsprach. Seine Zeit von 3:53,19 Minuten reichte in der Gesamtabrechnung für den 15. Platz.
Schließlich machte sich mit Melanie Apitzsch noch eine junge Leipzigerin auf die beschwerliche 3.000 Meter Hindernisstrecke. Vor noch nicht einmal zwei Wochen ließ die 19-Jährige aufhorchen, als sie über 2.000 Meter Hindernis einen neuen sächsischen Jugend-Landesrekord aufstellte. Auf dem langen Kanten in Regensburg hatte sie gegen die Spitzengruppe um Jana Sussmann (Nordheide) und Gesa-Felizitas Krause (Frankfurt) nichts auszurichten. Doch in der Mitte des Feldes lief sie ein solides Rennen und kämpfte sich auf Platz 12 mit einer Zeit von 10:43,77 Minuten.
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