Junioren-DM: Leipziger Leichtathleten angeln sich in Bremen zwei Titel
Jan Kaefer
28.06.2011
Peter Förster holte als Schlussläufer mit der 3 x 1.000-Meter-Staffel überraschend Gold.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Junioren standen am Wochenende gleich zweimal Sportler aus Leipzig ganz oben auf dem Treppchen. Während der Sieg von Cindy Roleder über die Hürden reine Formsache war, sorgte die 1.000-Meter-Staffel des LAZ für eine faustdicke Überraschung.
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Peter Förster kriegt sie alle
Peter Förster war außer sich vor Freude. Als der 21-Jährige als Erster den Zielstrich überquerte, pfefferte er seinen Staffelstab mit voller Wucht auf die Laufbahn. Zuvor hatte der Sportpolizist im 3 x 1.000-Meter-Rennen eine unglaubliche Aufholjagd hingelegt. Eigentlich schien der Wettkampf bereits entschieden, als die zweiten Läufer gerade in die Spur gegangen waren. Denn der LAV Bayer Uerdingen/ Dormagen führte dermaßen souverän, dass es nur noch Wert schien darüber nachzudenken, wer denn Zweiter werden könnte. Sascha Strötzel hatte da den LAZ-Staffelstab als Sechster an Max Betsch weiter gegeben. Dieser konnte ein bisschen Boden gut machen und schickte Schlussläufer Peter Förster an vierter Position auf den Weg. Förster lief und lief und lief - und zwar an allen vorbei. In der letzten Kurve ging er in Führung und erkämpfte den Leipziger Titel mit einer Zeit von 7:30,54 Minuten.
Cindy Roleder siegt, verpasst aber WM-Norm
Nicht ganz so dramatisch ging es über 100 Meter Hürden der jungen Frauen zu. Hier war die LAZ-Läuferin Cindy Roleder von vornherein klarer Favorit, immerhin ist sie in dieser Saison bisher auch die schnellste Deutsche. Roleder erfüllte ihre Hausaufgabe auch pflichtbewusst und gewann klar. Die Siegerzeit von 13,10 Sekunden machte LAZ-Geschäftsführer Knut Iwan allerdings nicht so richtig froh. "Ich hatte gehofft, dass Cindy die WM-Norm läuft", so Iwan. Allerdings räumt er auch ein, dass es nicht leicht sei die benötigte Zeit von 12,96 Sekunden zu erreichen, "wenn man vier Meter vor dem Feld herläuft".
Juliane Haußmann - vom Finale nichts gewusst
Ein Leck im Informationsfluss ließ für LAZ-Sprinterin Juliane Haußmann die Teilnahme am 200-Meter-Finale platzen. Nach den Vorläufen war sie als Neunte eigentlich schon knapp an der Finalteilnahme vorbei geschrammt. Allerdings wurde überraschend doch noch ein Startplatz frei, den sie hätte besetzen können. Doch diese Information kam zu spät bei ihr an. "Dass ich doch im Finale war, habe ich erst kurz davor erfahren, doch da konnte ich mich nicht mehr warm machen". So ging das Finale schließlich ohne die 20-Jährige über die Bühne.
Hervorzuheben aus Leipziger Sicht wäre noch der 5. Platz von Melanie Apitzsch über 3.000 Meter Hindernis (10:49,76 Minuten).
Die Leipziger Ergebnisse im Überblick
100 Meter (Vorlauf)
Juliane Haußmann: 12,34 Sekunden - nicht im Finale
Eric Kluge (Borna): 11,26 Sekunden - nicht im Finale
200 Meter (Vorlauf)
Juliane Haußmann: 25,10 Sekunden - im Finale nicht angetreten
Eric Kluge (Borna): 22,29 Sekunden - nicht im Finale
800 Meter (Vorlauf)
Peter Förster: 1:51,04 Minuten - nicht im Finale
1.500 Meter (Vorlauf)
Sascha Strötzel: 4:04,37 Minuten - nicht im Finale
Max Betsch: 3:54,05 Minuten - qualifiziert
1.500 Meter (Finale)
Max Betsch: 3:56,63 Minuten - Platz 10
100 Meter Hürden (Vorlauf)
Cindy Roleder: 13,25 Sekunden - qualifiziert
100 Meter Hürden (Finale)
Cindy Roleder: 13,10 Sekunden - 1. Platz
3.000 Meter Hindernis (Finale)
Melanie Apitzsch: 10:49,76 Minuten - 5. Platz
3 x 1.000 Meter Staffel (Finale)
LAZ Leipzig (Strötzel, Betsch, Förster): 7:30,54 Minuten - 1. Platz
Weitsprung
Toni Patke: 6,91 Meter - Platz 13 (nicht im Endkampf)
Diskus
Anja Fengler: 43,77 Meter - Platz 11 (nicht im Endkampf).
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