Mehrkämpfer, Hindernisläufer und Bahngeher testeten renoviertes „Stadion des Friedens“
Sebastian Beyer
27.06.2011
Zehnkampf-Sieger Christian Thomas war positiv überrascht von seiner Hochsprungleistung.
Foto: Sebastian Beyer
Die neue Laufbahn der SG Motor Gohlis-Nord war ja schon beim Läufertag getestet worden, jetzt aber fanden an beiden Tagen des Wochenendes Mehrkämpfe in allen Altersklassen statt. Für Sprints fanden die Athleten die Bahn etwas zu weich, aber ideal für das häufige Training, weil somit die Gelenke geschont werden.
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Es war schon ein toller Anblick, die wuselnden Kinder zwischen den etwas gelasseneren Jugendlichen und den routinierten Frauen und Männern ihren Sportarten nachgehen zu sehen. Und eines hatten alle gemeinsam: Die Unlust am Ende des Mehrkampfes noch einmal den kräftezehrenden Mittelstrecken-Lauf zu absolvieren. „Wer hat sich diesen Mist nur ausgedacht?“ so eine der jungen Mädchen, nachdem sie im Ziel wieder zu Atem gekommen war.
Josefine Röhner (MoGoNo) geht in die letzte Runde ihres Siebenkampfes.
Foto: Sebastian Beyer
Komfortabel, wenn man sich bis zu diesem Zeitpunkt schon einen so großen Vorsprung nach Punkten erarbeitet hat, dass man es locker angehen lassen kann. Dies gelang bei den Frauen Tina Riedel vom Treuener LV und bei den Männern Christian Thomas von der TSG Markkleeberg. Der war am Samstag ganz überrascht ob seiner Leistung im Hochsprung. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit den leichten Schmerzen im rechten Fuß und einem 8- statt 10-Schritte Anlauf fast noch Bestleistung springe. 2,02 Meter habe ich sogar nur mit dem Ellbogen gerissen, der Sprung hätte sonst gepasst.“ Da der härteste Konkurrent Kay Felchner aus Quedlinburg erst vor einer Woche eine Angina auskuriert hatte, daher nicht in allen Disziplinen antreten konnte, war der Sieg mit 6.671 Punkten vor Christoph Lange (Treuener LV) mit 6.320 Punkten nicht wirklich gefährdet.
In den jüngeren Altersgruppen siegten auch einige MoGoNo-Eigengewächse, darunter auch Josefine Röhner bei der weiblichen B-Jugend. Kurz ärgerte sie sich über ihre 4.497 Punkte: „Hätte ich das gewusst, hätte ich noch 3 Punkte irgendwo herausgekitzelt.“ Im Großen und Ganzen war sie zufrieden, bis auf ihr Ergebnis im Hochsprung. Das gefiel auch Luisa Pasold vom SV Lindenau 1848 trotz der beachtlichen Höhe von 1,66 Meter nicht. „Ich mache immer den gleichen Fehler im Anlauf“. Trotzdem konnte man deutlich sehen, dass dies ihre Spezialdisziplin ist, 1,73 Meter stehen als Bestleistung.
Der Wassergraben ist die Krux, aber Andre Stöß meisterte ihn auf jeder Runde.
Foto: Sebastian Beyer
Doch nicht nur die Mehrkämpfer rannten, sprangen und warfen, das Stadion war auch Schauplatz der Landesmeisterschaften im Hindernisrennen. Über 2.000 Meter Hindernis der weiblichen A-Jugend mussten beide Athletinnen entkräftet aufgeben. Bei den 3.000 Metern der Männer verletzte sich Ronny Griesmann im Wassergraben. „Ich habe mir bei der Landung das Knie verdreht.“ Das ereignete sich gleich in der ersten Runde. Daher lief André Stöß von der Laufgemeinschaft eXa ein einsames Rennen bis ins Ziel. „Das war schade, ich habe mit Ronny ein paar Einheiten trainiert und komme eigentlich von den längeren Strecken. Die Hindernisrennen sind aber für mich eine heimliche Liebe und die schönste Disziplin der Leichtathletik.
Und auch die Bahngeher hatten am Samstag ihre Landesmeisterschaft in Gohlis. Es siegten über 5.000 Meter der Frauen Brit Schröter von der LG Vogtland und bei den Männern der Vereinskamerad Uwe Schröter. Überhaupt war die LG Vogtland sehr stark vertreten in diesen Rennen, beziehungsweise andere Vereine recht wenig. Auch Laura Schröter, die bei der weiblichen B-Jugend über 3.000 Meter Bahngehen siegte, kam von dort.
Organisator Tasso Hanke zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ereignis. „Mit wenigen Ausnahmen war es eine gelungene Veranstaltung. Ich finde es großartig, was auch die über 50 Wettkampfrichter und Helfer geleistet haben.“ Gern hätte er den Termin noch etwas anders gelegt, als mitten in die Endphase des Kampfes vieler Athleten um eine DM-Norm, aber viel länger habe man mit einem größeren Wettbewerb im renovierten Stadion eben nicht warten wollen.
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