Leichtathletik-DM Kassel - Tag 2: Wermutstropfen für LAZ Leipzig
Jan Kaefer
25.07.2011
Der Wassergraben wurde Melanie Apitzsch (oben, Nr. 952) zum Verhängnis.
Foto: Jan Kaefer
Mit einem Wermutstropfen für das LAZ Leipzig gingen am Sonntag die Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Kassel zu Ende. Über 3.000 Meter Hindernis kam Nachwuchshoffnung Melanie Apitzsch beim Sprung in den Wassergraben unglücklich auf und musste verletzt ausscheiden.
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Eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit hatte sie sich vorgenommen und eine gute Vorbereitung auf die Deutschen Jugend-Meisterschaften in zwei Wochen. Doch für Melanie Apitzsch kam es am Sonntag leider anders. "In der dritten oder vierten Runde bin ich am Wassergraben falsch aufgekommen und umgeknickt", sagte die 19-Jährige mit Tränen in den Augen, "dabei lief das Rennen vorher eigentlich ganz gut". Unter Schmerzen lief Apitzsch zunächst dennoch weiter, fiel zurück und musste in der vorletzten Runde schließlich doch aufgeben.
Knut Iwan: "Ich hoffe, wir kriegen sie wieder fit für die Jugend-DM."
Foto: Jan Kaefer
"Nach einer ersten Einschätzung des DLV-Arztes ist nichts gebrochen oder gerissen", sagte LAZ-Geschäftsführer Knut Iwan, der das Wochenende selbst im Krankenhaus verbringen musste und so nicht in Kassel vor Ort sein konnte. "Es könnte eine Fersenprellung sein, so etwas ist sehr schmerzhaft", mutmaßt Iwan. Eine genaue Diagnose wird erst nach einer heute anstehenden ärztlichen Untersuchung erwartet. "Ich hoffe, wir kriegen sie wieder fit für die Jugend-DM", ist Knut Iwan zuversichtlich.
Mit der Gesamtbilanz seiner LAZ-Athleten ist der Geschäftsführer "im Großen und Ganzen zufrieden". Drei Medaillen hatten diese im Hürdenwald gesammelt. "Ich hätte schon noch mit einer Medaille mehr gerechnet", zeigte Knut Iwan dennoch Reserven auf. Damit meinte er vor allem Tino Häber. Der Speerwerfer, der vor drei Jahren den Meistertitel holte, schaffte es am Samstag nicht einmal in den Endkampf der besten Acht. "Tino Häber hat zweifellos enttäuscht", bringt es Iwan auf den Punkt. Seine Trainingsleistungen hätten durchaus Hoffnungen auf einen Podestplatz geweckt.
Nicht ganz so hart geht Knut Iwan mit Hürdensprinter Alexander John ins Gericht. Dieser hatte nach langer Verletzungspause den dritten Platz im Finale um eine hundertstel Sekunde verpasst. "Alex hat nicht viel falsch gemacht, ist sogar Saisonbestzeit gelaufen", so Iwan, "er braucht einfach noch Zeit".
Zu Ende ist die Saison jedenfalls noch längst nicht. In den ausstehenden Wettkämpfe haben die Leipziger Hürdensprinter vor allem eine Mission: Die Normzeit für die WM in Daegu knacken!
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