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LAZ Leipzig: Dickes Loch im Budget gefährdet Hochleistungssport

Jan Kaefer
Knut Iwan: "Leichtathletik kostet nun mal Geld, alles andere wäre Wunschdenken".
Knut Iwan: "Leichtathletik kostet nun mal Geld, alles andere wäre Wunschdenken".
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Folgt auf das rauschende Olympiajahr nun der große Katzenjammer? Im Budget des Leipziger Leichtathletikzentrums (LAZ) für 2013 klafft momentan eine bedrohlich große Lücke. "Es fehlt eine hohe fünfstellige Summe", verrät Geschäftsführer Knut Iwan. Kann diese bis Ende Oktober nicht aufgetrieben werden, steht der Hochleistungssport auf der Kippe. Denn ab November dreht sich wieder das Wechselkarussell...


Die gute Nachricht zuerst: Die Existenz des Gesamtvereins steht nicht auf dem Spiel. "Den Kinder- und Jugendleistungssport wird es auch weiterhin geben", wischt Iwan den größten Teufel von der Wand. Der gesamte Etat für das kommende Jahr wird voraussichtlich wieder zwischen 300.000 und 350.000 Euro betragen. Die noch fehlenden Scheine betreffen die Hochleistungssportler. Mit Cindy Roleder, Alexander John, Erik Balnuweit, Martin Keller und Tino Häber nahmen gleich fünf von ihnen im Sommer an den Olympischen Spielen in London teil. "Das gab es zuletzt vor der Wende irgendwann mal", so Knut Iwan nicht ohne Stolz. "Wir scheinen also nicht alles falsch gemacht zu haben".

LAZ-Geschäftsführer Knut Iwan.
LAZ-Geschäftsführer Knut Iwan.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Doch die Verträge der potenten Sponsoren enden mit Ablauf des Olympiajahres. Ebenso die Verträge mit den Spitzensportlern. Nun muss dringend Geld in die Nordanlage gespült werden, sonst könnte per November - dem Wechselmonat der Leichtathleten - das große Abschiednehmen einsetzen. Noch scheinen die Sportler nicht in Hektik oder Anspannung zu verfallen. "Ich habe die Athleten gebeten, Ruhe zu bewahren und uns zu vertrauen", sagt Iwan.

Dass Mitte September der Etat für das folgende Jahr noch nicht gedeckt ist, ist für ihn kein Grund zur Sorge. Das sei vielmehr Normalität, da die Unternehmen ihre Finanzplanungen üblicherweise erst zwischen September und November in trockene Tücher bringen. "Es ist scheinbar nicht aussichtslos, mit der Wirtschaft zu reden", macht sich der Geschäftsführer selbst Mut - und ergänzt: "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Der Situation ist er sich dennoch bewusst: "Es brennt einfach!".


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