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„Eagles“-Sieg: Sorry für den schlechten Monat

Marko Hofmann
Gina Tajkov in Aktion.
Gina Tajkov in Aktion.
Foto: BBVL
Als die letzte Stunde der „Eagles“ zu schlagen schien, war sie wieder da: Gina Tajkov warf sensationelle 27 Punkte beim 67:64 (36:30)-Sieg gegen Opladen. Für eine Entschuldigung blieb nach dem Spiel noch Zeit, aber nicht zum Luft holen.

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„Zwei Siege müssen her“, hatte „Eagles“-Trainer Raymond Ingram im Interview mit L-IZ.de gefordert. Mit dem Heimspielsieg gegen die Spielgemeinschaft Basketballzentrum Opladen (SG BBZ) ist nun schon einer der geforderten Siege eingefahren worden. Rein tabellarisch gab es dabei nur Sieger, denn der Tabellenletzte Opladen machte trotz Niederlage ebenfalls einen Platz gut. Aber nur, weil die Rhein Main Baskets mit 32 Punkten Unterschied beim USC Freiburg verloren hatten. Die Leipziger stehen dank des Sieges auf einem Nichtabstiegsplatz und brauchen noch den anderen geforderten Sieg, um ziemlich sicher auch nächstes Jahr wieder in der Basketball-Bundesliga Punkte greifen zu können.

Gina Tajkov brillierte mit 27 erzielten Punkten.
Gina Tajkov brillierte mit 27 erzielten Punkten.
Foto: BBVL
Die Leipzigerinnen begannen in ihrem vorletzten Heimspiel der Saison ohne großes Federlesen und setzten genau das um, was gefordert wurde. Hochkonzentriert und willensstark ließen sie die ersten fünf Minuten wenig Zweifel an ihrem Vorhaben aufkommen und führten schnell mit 17:2. Ein Vorsprung, der allerdings bei einigen Adlern für zuviel Sicherheit und für Unkonzentriertheiten sorgte. Opladen holte in den folgenden fünf Minuten 13 Punkte und Leipzig nur drei. Der große Vorsprung war futsch, die Nervenstärke dahin. Das Spiel wogte mit Fehlern auf beiden Seiten hin und her. Zur Pause führten die Adler noch 36:30.

Neun Minuten vor dem Ende führte jedoch plötzlich der Gast (52:53 aus Sicht des BBVL). Ausgerechnet Cornelia Janzon, die den BBVL Ende 2008 im Unfrieden verlassen hatte, war die Top-Scorerin ihres Teams (16 Punkte) und hatte dem Gastgeber mit der Führung die Tür zur 2. Bundesliga geöffnet.

Die Amerikanerin Amy Sanders antwortete jedoch prompt und vernichtete sogleich alle Hoffnungen der Gäste, dass die Adler nun komplett die Nerven und den Faden verlieren. Statt scheidender Nervenstärke kam Gina Tajkov, die voranging und fortan alle Punkte für den Gastgeber machte. Nach weiteren neun Minuten Zittern stand der erste Heimsieg seit Ende Oktober fest. In einem spannenden Endspurt hatte letztlich die Mannschaft gewonnen die, die wenigsten Fehler machte.

Wenig verwunderlich, dass Präsidentin Monika Seidel ob des Sieges aufatmete. Für den dringend benötigten Erfolg machte sie auch gleich himmlische Kräfte verantwortlich. „Der liebe Gott ist doch ein Leipziger, auch wenn er es spät erkannt hat.“. Wahrscheinlicher ist aber, dass Ritz Ingram und die Mannschaft lange hart für den Erfolg gearbeitet haben, der ihnen nun widerfahren ist. In Euphorie brach der Trainer trotzdem nicht aus und äußerte nach dem Spiel verklausuliert: „Es hätte nicht so knapp werden müssen. Aber keine Mannschaft gibt sich mehr Mühe als wir, den Gegner nicht zu blamieren.“

Vielleicht klappt bereits nächsten Sonntag das Gegenteil. Eine Blamage des Tabellenzweiten BC Wasserburg im Heimspiel gegen den BBVL wäre der zweite Sieg, den die „Eagles“ noch zum Verbleib brauchen. Top-Scorerin Gina Tajkov unterstrich nach dem Spiel noch einmal: „Unser Ziel heißt Klassenerhalt.“ Mit einer solchen Leistung nährte sie mit ihren Mannschaftskameradinnen die Hoffnung darauf und gestand zudem offen „Ich hatte einen schlechten Monat, für den ich mich entschuldigen möchte“. Eine Wasserburger Blamage und niemand wird mehr an diesen grauenvollen Februar des BBVL denken.


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