BBVL verliert in Marburg – Klassenerhalt ist noch drin
Marko Hofmann
14.03.2010

Die Hoffnung bleibt intakt...
Foto: BBVL
Die dicke Überraschung ist ausgeblieben. Der BBVL verlor sein vorletztes Ligaspiel beim Tabellen-Dritten BC Marburg deutlich mit 58:84 (27:41). Die mit nur neun Spielerinnen angetreten Leipziger konnten nur fünf Minuten mithalten und waren letztendlich chancenlos.
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Nachdem unter der Woche schon aufgrund von Krankheit und Verletzungen kaum normales Training möglich war, hatten die „Eagles“ erwatungsgemäß Probleme beim ambitionierten BC Marburg. Neben der bereits letzte Woche ausgefallenen Jenny van Doorn (Bänderdehnung) reihten sich auch endgültig Tina Maciej (Grippe) und Mara Höfer (Magen-Darm-Infekt) ins „Adler“-Lazarett ein. Die Hoffnung auf Genesung beider hatte sich kurzfristig zerschlagen.
Entsprechend gering waren die Erwartungen an das Spiel in Marburg. Allerdings konnten die Leipzigerinnen zumindest in der Anfangsphase gut mithalten und das von Ritz Ingram geforderte Spiel mit Intelligenz und Einsatz umsetzen. Nach fünf Minuten stand es immerhin noch ausgeglichen (5:5). Danach aber zogen die Marburgerinnen wie erwartet stetig davon und führten zur Hälfte des Spiels bereits mit 41:27. Lediglich im letzten Viertel konnten die „Eagles“ wieder einigermaßen mithalten und gestalteten das Spiel mit einem Viertelergebnis von 17:19 relativ offen. Da waren die Gastgeber aber schon längst mit 65:41 davon gezogen und konnten sich schonen. Bei den Leipzigerinnen war einmal mehr die Ungarin Gina Tajkov mit 26 Punkten Topscorer.
Coach Ingram und Sportlicher Leiter Peter Maciej ordneten die Niederlage aufgrund der sowieso geringen Chancen und der vielen Ausfälle als zu erwartendes Übel ein. „Selbst in Bestbesetzung hätten wir absolut spitze spielen müssen, um eine Chance zu haben“, so der US-Coach nach dem Spiel.
Im letzten Spiel gegen den TSV Wasserburg am kommenden Sonnabend, 17:30 Uhr, muss der BBVL unbedingt gewinnen, um nicht auf andere schauen zu müssen. Der Klassenerhalt ist noch machbar, aber ein Sieg wird ähnlich schwer wie gegen Marburg. Immerhin kommt der einstige Serienmeister (Fünfmal Deutscher Meister in den letzten sechs Jahren) und momentane Tabellen-Vierte in die Sporthalle Brüderstraße. Peter Maciej hat die Hoffnung nicht aufgegeben: „Auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht gerade hoch ist, bin ich neugierig. Vielleicht geht ja etwas gegen Wasserburg.“ Coach Ingram hofft schon mal, dass „die gleiche Wasserburger Mannschaft zu uns kommt, wie die, die dieses Wochenende gegen Herne verloren hat.“ Gleichzeitig spielen mit Opladen und den Rhein Main Baskets die beiden Teams, die momentan die Abstiegsplätze belegen. Spannender kann ein Abstiegsfinale fast nicht sein.
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