34. Leipzig Marathon: Schipp und Salii stellten alle in den Schatten
Jan Kaefer
25.04.2010
Carina Schipp gewann den Leipzig Marathon zum drittenmal in Folge und lief persönliche Bestzeit.
Foto: Jan Kaefer
Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 24 Grad, dominierten die Favoriten den 34. Leipzig Marathon. Erwartungsgemäß konnten die SC DHfK-Läufer Maksym Salii und Carina Schipp ihre Siege aus dem Vorjahr bestätigen. Knapp 7.700 Sportler nahmen an den einzelnen Wettbewerben teil.
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Fast 7.700 Teilnehmer waren auf den Beinen.
Foto: Jan Kaefer
Für das herausragendste Ergebnis des heutigen Tages sorgte Carina Schipp, die bereits ihren dritten Leipzig-Marathon in Folge gewann. Mit einer für sie selbst völlig unerwartet guten Zeit von 2:53,34 Stunden unterbot sie die magische Drei-Stunden-Grenze deutlich. Dabei war sie mit Schmerzen ins Rennen gegangen. "Ich hatte heute früh Muskelkater und mein Fuß tat die ganze Zeit weh, ich dachte, der macht mir noch einen Strich durch die Rechnung.", sagte die Siegerin im Ziel. Doch in Gedanken war Carina Schipp während des Laufes bei ihrer schwer krebskranken Oma. "Ich habe immer an sie gedacht und daran, welche Schmerzen sie durchlitten hat. Da werde ich das hier wohl durchstehen! Das hat mir Kraft gegeben.", verriet die sympathische 29-Jährige.
Der jährliche Lauf durch ihre Heimatstadt ist für Carina Schipp immer wieder etwas ganz Besonderes. "Leipzig ist für mich der Höhepunkt im Jahr. Es ist meine Stadt. Es war Wahnsinn, wie viele Leute an der Strecke mich kannten und mir zugerufen haben. Das habe ich in einer anderen Stadt einfach mal nicht. Deshalb ist Leipzig einfach der tollste Marathon!", schickte sie eine wahre Liebeserklärung an das traditionsreiche Laufereignis.
Jubelnd im Ziel: Maksym Salii vom SC DHfK.
Foto: Jan Kaefer
Mit Maksym Salii hatte auch die Männer-Konkurrenz einen überlegenen Sieger. Der für den SC DHfK startende Ukrainer kam nach 2:36,06 Stunden wieder am Sportforum an. Keine Raketen-Zeit, doch das war dem Medizinstudenten völlig egal. "Ich hatte gehofft, dass es langsam wird – und es war heute langsam. Die Hauptsache war durchkommen, egal wie schnell." Entsprechend strickte Salii auch seine Lauftaktik. Die lautete: "Langsam anfangen und versuchen, bis Kilometer 30 in Winterschlaf zu fallen. Dann langsam aufwachen und versuchen, nach vorne zu kommen." Und er kam nach vorne, distanzierte den Zweitplatzierten Lars Rößler aus Arnstadt um drei Minuten.
An weitere Marathon-Teilnahmen denkt Maksym Salii im Moment allerdings nicht. Für den Medizinstudenten steht das Staatsexamen ins Haus. Diesem gilt vorerst die gesamte Konzentration des 28-Jährigen. In zwei, drei Jahren, so Salii gegenüber L-IZ.de, wird die Zeit für ihn reif sein, gezielt an der Verbesserung seiner Marathonzeiten zu arbeiten. Bis dahin liegt sein sportliches Hauptaugenmerk auf der 10-Kilometer-Strecke.
Prominente "Starthilfe" für die Marathonis.
Foto: Jan Kaefer
Tausende Zuschauer säumten den Streckenverlauf quer durch die Leipziger City und machten den Wettkampf für die 7.700 Teilnehmer zu einem großartigen Erlebnis. Neben dem Marathon gingen diese auch über 4 Kilometer, 10 Kilometer, Halbmarathon, Inline-Halbmarathon, Rollstuhl- und Handybike-Halbmarathon, Schüler-Marathonstaffel und zum Enni-Lauf an den Start. Zur beliebtesten Laufdistanz avancierte erneut der Halbmarathon, der mit 2.500 Läufern komplett ausgebucht war. Die 700 Marathonis hingegen wurden von Prominenz auf die Strecke geschossen. Der erste Mann der Stadt, Oberbürgermeister Burkhard Jung, feuerte persönliche die Startpistole ab. Unterstützt wurde er dabei von der ehemaligen Eisschnellauf-Weltmeisterin Franziska Schenk.
Alle Ergebnisse zu den Wettkämpfen des 34. Leipzig Marathon gibt es unter: www.leipzigmarathon.de
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