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American Football: Leipzig Lions wollen nach erneutem Heimsieg mehr

Gernot Borriss
Leipziger Freudentänze.
Leipziger Freudentänze.
Foto: Gernot Borriss
Mit 16:7 setzten sich die Leipzig Lions am Sonnabend im letzten Heimspiel der Regionalligasaison deutlich gegen die Cottbus Crayfishs durch. Bei noch zwei ausstehenden Partien in der Fremde träumen manche an der Ratzelstraße schon von mehr: von einem erneuten Heimspiel in der Aufstiegs-Relegation.

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Die Krebse aus der Lausitz hätten es eigentlich wissen können. Auf Fang und Verzehr der Schalentiere ist man an der Pleiße seit alters her spezialisiert. Denn erst durch die Hinzugabe von Krebsfleisch wird ein Leipziger Allerlei zum richtigen Leipziger Allerlei.

Die Krebse konnten zwar anfänglich mit einer 7:0-Führung die Scheren ausfahren. Doch nach einem Touchdown von Leipzigs Runningback Robert Bölcskei samt erzieltem Zusatzpunkt war die Gäste-Führung egalisiert. Im zweiten Quarter lief dann Daniel Teubert durch die Cottbuser Reihen auf und davon und sorgte per Touchdown für die 13:7-Pausenführung der Lions.

Die "Krebse" aus Cottbus konnten die Leipziger Löwen nur in der Anfangsphase zwicken.
Die "Krebse" aus Cottbus konnten die Leipziger Löwen nur in der Anfangsphase zwicken.
Foto: Gernot Borriss
Bei starken Regengüssen fiel die obligatorische Pausenshow der Lionees buchstäblich ins Wasser. Nur für Kleinkinder in Gummistiefeln bildeten die Pfützen am Spielfeldrand einen idealen Tummelplatz.

Nach der Pause kam die Sonne. Auf dem durchweichten Rasen hatten die Löwenstädter die Gäste im Griff, vorerst ohne zu punkten. Gut viereinhalb Minuten vor dem Ende schloss Quarterback Achim Kunz einen Leipziger Angriff mit einem Field Goal ab. Die daraus resultierende 16:7-Führung brachten die Lions sicher über die Zeit.

Nach dem Schlusspfiff taten es einige überglückliche Lions-Spieler Jürgen Klinsmann nach und glitten vor Freude bäuchlings über den glitschigen Rasen. Andere führten Tänze auf, mit denen sie in Castingshow neue Akzente setzen könnten.

Für Lions-Präsident Edgar Schleinitz steht nun fest: „Es bleibt spannend, bis zum letzten Spieltag.“ Aus seiner Sicht haben es sich seine Jungs verdient, in die Relegation um den Aufstieg zu spielen. „Wir haben die ersten beiden Spiele glücklich gewonnen, doch das Team ist dann richtig zusammengewachsen, das war gute Arbeit von allen“, meint der Löwenvorsteher. „Ein weiteres Heimspiel würde uns allen sehr gut tun.“

Beim American Football können auch Fremdeinsteiger schnell erfolgreich sein, so Edgar Schleinitz weiter. Dabei führt er Nico Wagner an, der erst seit Saisonbeginn dabei ist und in der Defense der Lions inzwischen eine ganz wichtige Rolle spielt.

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Ansonsten war es für Edgar Schleinitz ein „zuschauerfreundliches Spiel, bis aufs Wetter“. Dabei hatten die Löwen bei bester Mittagssonne ihre neue Rasenberegnungsanlage feierlich in Betrieb genommen. Doch mehr als die acht Rohre der Anlage je auf das zarte Grün an der Ratzelstraße rieseln lassen können, goss Petrus über die wackeren Footballer und die tapferen Fans aus. Deshalb hatte der Lions-Präsident bei den abschließenden Diving-Einlagen der Spieler Angst um den Rasen. Um den Schlamm bis zum nächsten Spiel wieder aus den Trikots zu bekommen, schwört man in Grünau übrigens auf den ostdeutschen Marktführer und wäscht, wie man hört, auf die schlaue Art.

Ob der große Löwen-Traum in dieser Saison wahr wird, wissen wir nach den Auswärtsspielen in Berlin am 4. September und in Neubrandenburg am 12. September.



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