Hallenhockey-Regionalliga: Leipziger Teams in Sechs-Punkte-Spielen ohne Sieg
Gernot Borriss
13.12.2011
Norbertas Sieber - LSC.
Foto: Gernot Borriss
Drei Spiele und kein Sieg. Die Punktausbeute fiel für die beiden Leipziger Hockey-Regionalligateams am dritten Adventswochenende spärlich aus. Die HCLG-Damen unterlagen beim SCC Berlin mit 2:9 und in Köthen mit 2:7. Die Herren des LSC brachten vom Spiel gegen Breitenhagen immerhin einen Punkt mit.
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Gerade im Kampf um den Klassenerhalt gewinnen Duelle gegen unmittelbare Tabellennachbarn schnell die Bedeutung von Sechs-Punkte-Spielen. Vor eben solchen Herausforderungen standen die Damen des HC Lindenau Grünau und die Herren des Leipziger Sport-Club am Sonntag in der Hallenhockey-Regionalliga. Ein Sieg gelang am Sonntag beiden nicht. Die Lindenauerinnen unterlagen beim Cöthener HC mit 2:7. Die Schleußiger erkämpfen bei Blau-Weiß Breitenhagen immerhin ein 6:6. So bleiben beide Teams mit vier Punkten aus sechs Spielen in ihren Ligen Vorletzter.
Beim Tabellenletzten Köthen erwischten die HCLG-Damen einen eher suboptimalen Start. Nach zehn Minuten lagen sie mit 0:2 hinten. Nach 20 Minuten sorgte Fanny Walther für den Anschlusstreffer zum 1:3. Zur Pause hieß es dann 1:4 aus Lindenauer Sicht. Nach der Pause verkürzte Jeanette Scharte zum 2:4. Nach dem 2:5 setzte der HCLG voll aus Offensive, wurde aber nicht belohnt. Stattdessen trafen die Gastgeberinnen nach Kontern noch zwei Mal ins leere Tor zum 2:7-Endstand. Lindenaus Torfrau konnte sich auch an diesem Tag auszeichnen. Janine Wiebicke hielt zwei Siebenmeter. HCLG-Coach Manuel Küfner hatte ein „schlechtes Regionalligaspiel“ gesehen. „Gegen den eigentlich schon festgelegten Absteiger aus Sachsen-Anhalt eine bittere Niederlage kassiert“, lautete denn auch sein Fazit.
HCLG-Coach Manuel Küfner kassierte mit seinem Team zwei Wochenend-Niederlagen
Foto: Gernot Borriss
Als „eine klasse kämpferische Leistung aller Beteiligten“ schätzte Küfner hingegen die 2:9 (2:5)-Niederlage seiner Schützlinge vom Vortag beim Aufstiegsaspiranten SC Charlottenburg Berlin ein. Der Einsatz der Lindenauerinnen hätte aus seiner Sicht „sogar das ein oder andere Tor mehr verdient gehabt“.
So recht zufrieden war auch LSC-Spieler Norbertas Sieber nach dem Punktgewinn bei Blau-Weiß Breitenhagen nicht. „Im Sechs-Punkte-Spiel haben wir nicht verloren, aber auch nichts gewonnen“, lautete sein Resümee. Vor der Saison hätte man ein Unentschieden im Anhaltinischen als Erfolg gewertet, nach dem Spielverlauf aber nicht.
Dabei begann aus Leipziger Sicht alles wunschgemäß. Nach 20 Minuten lag der LSC nach Treffern von Kevin Korneck, Michael Krämer und Vaidas Sieber mit 3:0 vorn. Zur Pause führten die Gäste mit 4:2. Nach einer kurzen Ecke hatte erneut Kevin Korneck getroffen. „Nach der Halbzeit sind wir so aufgetreten, als würden wir noch Kaffee und Stollen verspeisen“, ärgerte sich Norbertas Sieber nach Spielschluss. Die Hausherren drehten das Spiel plötzlich zum 5:4 aus ihrer Sicht. Nobertas Sieber gelang der erneute Ausgleich. Doch Breitenhagen ging erneut in Führung. In buchstäblich letzter Sekunde gelang Simon Guse nach einer kurzen Ecke noch der unheimlich wichtige Ausgleichstreffer zum 6:6-Endstand.
Während die LSC-Herren nun in die Weihnachtspause gehen, reisen die HCLG-Damen am vierten Advent noch zum Steglitzer TK in die Bundeshauptstadt. Am 8. Januar 2012 sehen sich dann beide Leipziger Teams in der Halle an der Radrennbahn wieder. Für den LSC geht es gegen Meerane, der HCLG hat die Steglitzerinnen zum Rückspiel zu Gast.
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