Hallenhockey-Regionalliga: LSC-Herren mit wichtigem Heimsieg, HCLG-Damen ohne Punktgewinn an Havel und Spree
Gernot Borriss
23.01.2012
Gefahr für das LSC-Tor - doch die Punkte blieben diesmal in Leipzig.
Foto: Gernot Borriss
Mit 7:6 landeten die Herren des Leipziger Sport-Club einen wichtigen Heimsieg gegen die Berliner Bären. Der sehenswerte Siegtreffer gelang Norbertas Sieber nach umkämpftem Spiel zwei Minuten vor Schluss. Ohne Punktgewinn kehrten hingegen die Damen des HC Lindenau Grünau von ihrem Doppel-Einsatz in Brandenburg und Berlin zurück.
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Dem dreimaligen Rückstand erfolgreich getrotzt.
Foto: Gernot Borriss
„Genau wegen dieser Momente betreibt man eigentlich Sport“, sprudelte es nach dem Abpfiff aus einem überglücklichen Norbertas Sieber. In der 58. Minuten einer lange umkämpften Partie sorgte der Leipziger mit einem sehenswerten Heber über den Keeper der Berliner Gäste für den Siegtreffer zum 7:6. „Heute haben wir es endlich mal mit Willen gepackt“, freute sich auch LSC-Kapitän Joseph Quaas. Nach dem 0:1-Rückstand in der 3. Minute habe die Mannschaft gespürt, dass „es heute nur mit Kampf und Willen geht“, ergänzte Norbertas Sieber. Dreimal liefen die Hausherren am Sonntag in der Sporthalle an der Radrennbahn einem Gäste-Rückstand hinterher. René Sitte vom Sieben-Meter-Punkt, Kevin Schmidt sowie Kevin Korneck nach einer Ecke, besorgten jeweils den Ausgleich. Nach erneuter Ecke schoss Kevin Korneck in der 23. Minute zur erstmaligen Leipziger Führung ein. Das 4:3 war zugleich der Pausenstand.
Auch nach dem Seitenwechsel gingen beide Teams engagiert zur Sache. In einem abwechslungsreichen Spiel schienen die Gastgeber das glückliche Ende weiter für sich zu haben. Bei Zwischenständen von 5:3 und 6:4 - nach Toren von Norbertas Sieber und erneut Kevin Schmidt - sah alles nach einem Gastgebersieg aus. Doch die Berliner Bären ließen in ihren Bemühungen nicht nach. Dem Anschlusstreffer folgte in Überzahl der Ausgleich zum 6:6. Und in der 54. Minute bekamen die Hauptstädter aus Reinickendorf gar einen Siebenmeter zugesprochen. Doch LSC-Keeper Mathias Fiedler hielt. Dann war da noch die 58. Minute, in der Norbertas Sieber zum 7:6 einnetzte. Kurz darauf war der so dringend nötige Heimsieg eingefahren.
Enttäuschung bei den Gästen aus Berlin.
Foto: Gernot Borriss
„Über die gesamt Spielzeit geht der Sieg in Ordnung“, lautete das Fazit von LSC-Coach Marcus Haußig, auch wenn die Berliner in der zweiten Hälfte „einen Tick“ besser gewesen seien. Mit sieben Punkten haben die LSC-Herren weiter Tuchfühlung zu den Nichtabstiegsplätzen. Am nächsten Wochenende heißt der Gegner gleich zweimal Potsdamer SU. Am Samstag treten die Schleußiger im Märkischen an. Am Sonntag, 29. Januar, steigt um 11:00 Uhr das Rückspiel an der hiesigen Radrennbahn.
HCLG-Damen unterliegen in Brandenburg und Berlin
Ohne Punktgewinn schlossen hingegen die Damen des HC Lindenau Grünau das Wochenende ab. Einem 6:7 beim Brandenburger SRK am Samstag folgte am Sonntag ein 1:5 beim Berliner SC. Mit fünf Punkten belegen die Lindenauerinnen nun den letzten Tabellenplatz. Die nächste Möglichkeit zur Tabellenkorrektur besteht am 5. Februar. Da sind um 11:00 Uhr die Damen des Mariendorfer HC an der Radrennbahn zu Gast.
Weit erfreulicher sind da die Erinnerungen an die Hallen-EM acht Tage zuvor. Als Betreuerin und Dolmetscherin der spanischen Herrenmannschaft mit dabei war HCLG-Abwehrspielerin Berit Kruse. Zum einen fand es die Lindenauerin „schön, Hockey auf so hohem Niveau und viele spannende Spiele zu sehen“. Den einen oder anderen Trick will Berit Kruse sicher mal ausprobieren. „Es war einfach nur interessant mitzubekommen, was hinter den Kulissen eines Turniers dieser Größe und Wichtigkeit passiert und wie wichtig eine gute Organisation mit vielen fleißigen Helfern ist“, fasst sie ihre Eindrücke von der EM zusammen.
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