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American Football: Rostocker greifen bei den Leipzig Lions die Punkte ab

Gernot Borriss
In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins (hellblau) glatt mit 0:41 geschlagen geben.
In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins (hellblau) glatt mit 0:41 geschlagen geben.
Foto: Gernot Borriss
In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins glatt mit 0:41 geschlagen geben. Gegen die Greife von der mecklenburgischen Küste fanden die heimischen Löwen am Sonnabend einfach keine Mittel. Für Running Back Daniel Teubert war es zugleich das letzte Spiel im Lion-Dress.

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Alles war angerichtet für einen erfolgreichen Heimspielauftakt. Einer 27:38-Niederlage zum Saisonbeginn in Neuruppin ließen die Leipzig Lions vor Wochenfrist einen 23:20-Sieg in Frankfurt an der Oder folgen. Nun sollte am letzten Sonnabend ein Erfolg gegen die Rostock Griffins auf heimischem Geläuf an der Grünauer Ratzelstraße her.

Das Wetter war fast hochsommerlich herrlich. Und der Einlauf der Mannschaften brauchte mit seiner Choreographie einen Vergleich mit den großen Profiligen dieser Welt nicht zu scheuen. Doch sportlich kamen die gut 450 Zuschauer nicht auf ihre Kosten – jedenfalls, wenn sie löwenstädtisch tickten. Die Rostocker griffen zu, bevor die Lions selbst zum Beißen kamen. Mit mitunter traumwandlerischer Leichtigkeit spazierten die Punktesammler der Rostocker Offense durch die Leipziger Reihen. Bis zur Pause hatten die Hanseaten vier Touchdowns in ihren Punktehafen gebracht. Ergänzt um ein paar Nebengeräusche, prangte so nach zwei von vier Quartern ein 0:27 an der neuen, elektronischen Anzeigetafel.

Gegen die Greife von der mecklenburgischen Küste fanden die heimischen Löwen am Sonnabend einfach keine Mittel.
Gegen die Greife von der mecklenburgischen Küste fanden die heimischen Löwen am Sonnabend einfach keine Mittel.
Foto: Gernot Borriss

Grundstürzend anders ging es zwischen Spielminute 25 und 48 auch nicht mehr zu. Die Mecklenburger legten in den beiden Schlussvierteln noch je einen Touchdown nach. Auch bei den Versuchen zu den Points after Touchdown (PAT) erweisen sie sich als treffsicher. So hieß es am Ende 0:41 für die Greife aus der Hansestadt. Auch wenn die Lions in dieser Saison „Aufstieg“ nicht als Ziel ausgeben, so hatten sie sich ihre Heimauftritte sicher nicht vorgestellt. „Es war auf jeden Fall eine ordentliche Klatsche“, fasste nach dem Schlusspfiff Lions-Headcoach Carsten Kunz seine Eindrücke zusammen. „Rostock hat uns mit schöner Leichtigkeit gezeigt, wie man uns leicht schlagen kann“, so der oberste Löwenausbilder weiter.

Bewegende Worte zum Abschied von Daniel Teubert.
Bewegende Worte zum Abschied von Daniel Teubert.
Foto: Gernot Borriss

Für Lions-Präsident Edgar Schleinitz, der mit seiner Erfahrung auf dem Spielfeld Ordnung in die Defense bringen wollte, war „zu viel Respekt vor dem ersten Heimspiel“ dabei. Gerade in der Verteidigung müssten viele Neue integriert werden. „Wir müssen tacklen, wir haben große Probleme, den Hasen mit dem Ball zu stoppen“, schätzte Carsten Kunz die Abwehrleistung ein. „Wir müssen die kleinen Fehler abstellen und die Bälle besser fangen“, sagte der Headcoach über die Offense. In die Angriffsreihen der Lions reiße der berufsbedingte Weggang von Running Back Daniel Teubert zwar eine Lücke. Doch Kunz sieht da „vier hungrige Jungs“, die nachrücken wollen. Von daher glaubt Carsten Kunz sehr wohl an die Chance, am kommenden Sonnabend bei den Berlin Bears zu punkten. „Wenn wir den Quarterback der Berlin Bears stellen können, haben wir gegen die eine Chance“, befindet der Coach. Das nächste Heimspiel der Lions steigt dann am 16. Juni 2012 gegen die Neuruppin White Tigers.

Seinen vorerst letzten Auftritt an der Ratzelstraße absolvierte Daniel Teubert. Der Running Back zählte über Jahre zu den Stützen des Teams. Nun führt ihn sein beruflicher Weg auf die Südhalbkugel nach Südafrika. An dem sportlich wenig erfreulichen Nachmittag geriet die Verabschiedung von Teubert zum emotionalen Höhepunkt. Tränen, Standing Ovations und ein Bild mit Schnappschüssen aus dem Leben eines Lion gehörten dazu.

www.leipzig-lions.de


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