Hockey-Oberliga: Leipziger Sport-Club schlägt Lindenau im Ortsderby
Gernot Borriss
15.05.2012
Die Schlüsselszene des Spiels: LSC-Goalie hält einen Siebenmeter.
Foto: LSC
Mit 3:1 setzten sich die Hockey-Herren des Leipziger Sport-Club am Sonntag auf heimischer Anlage gegen den HC Lindenau Grünau durch. Mit dem Dreier halten die Schleußiger Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Für die „Alten Eulen“ aus dem Leipziger Westen stellt die Niederlage einen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga dar.
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Wenn der Leipziger Sport-Club und der Hockey Club Lindenau Grünau zum Ortsderby aufeinander treffen, geht es sportlich immer um viel. Am vergangenen Sonntag hatten beide Seiten erst recht keinen Punkt zu verschenken. Die Lindenauer wollten die Tabellenspitze verteidigen, um endlich wieder in die Regionalliga aufzusteigen. Mission "natural grass" lautete deshalb für sie die Parole des Tages. Die Schleußiger als Tabellenvorletzter brauchten dringend jeden Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.
Den besseren Start erwischten auf der Naturrasenanlage an der Pistorisstraße die Hausherren. Kevin Möbius gelang nach Vorlag von Norbertas Sieber der frühe Führungstreffer für den LSC.
Die anschließenden Bemühungen der Gäste um den Ausgleich wurden noch vor der Pause belohnt. HCLG-spilertrainer Manuel Küfner netzte für die Eulen ein. Beim Stande von 1:1 wurden die Seiten gewechselt.
Beim Ortsderby jubelte am Ende der LSC.
Foto: LSC
Beide Teams spielten in Halbzeit zwei auf Sieg. Dann die Schlüsselszene. Der HC Lindenau scheiterte mit einem Siebenmeter am Schleußiger Schlussmann Mattias Fiedler. Bei einem kurz darauf folgenden Schleußiger Konter passte Daniel Schmidt auf Norbertas Sieber. Und Sieber schob zur erneuten Führung für den LSC ein. Den Schlusspunkt setzte Tom Menger mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand für den LSC.
Ein bitterer Wermutstropfen für die Gastgerber: LSC-Kapitän Josef Quaas musste nach einer Verletzung ins Krankenhaus. Auch von hier aus gute Besserung.
„Der LSC hat heute ein sehr fair geführtes Spiel gewonnen, weil der heute bessere Torwart beim LSC im Tor stand, und weil der LSC den Sieg ein klein bisschen mehr wollte“, resümierte der Schleußiger Coach Marcus Haußig nach dem Schlusspfiff. Dabei seien die Tore zu einem für die Hausherren guten Zeitpunkt gefallen, so Haußig weiter.
LSC und HCLG lieferten sich wieder ein packendes Derby (in Schwarz Norbertas Sieber für den LSC, am Spielfeldrand in Rot LSC-coach Marcus Haußig)
Foto: LSC
„Wir triumphierten zu Recht nach einer starken Mannschaftsleistung“, sagte LSC-Spieler Tom Menger nach dem Match. „Der gehaltene Siebenmeter setzte nochmal neue Energie frei“, fügte sein Mannschaftskamerad Rene Sitte hinzu.
„Damit haben wir den Ersten und Zweiten der Hinrunde in der Rückrunde geschlagen“, erinnerte Norbertas Sieber. Denn der 3:1-Erfolg zum Rückrundenauftakt vor drei Wochen beim ESV Dresden, wie nun der Sieg im Ortsderby sollten den Schleußigern das nötige Selbstvertrauen für die noch ausstehenden vier Partien geben.
Momentan ist der LSC zwar weiter Vorletzter der Achterliga. Doch die Teams auf den Rängen vier bis sieben trennt jeweils nur ein Zähler.
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