Tribüneneinweihung lockt 22.000 Zuschauer auf die Pferderennbahn
Sebastian Beyer | Marko Hofmann
02.05.2012
Den Galoppern stahl die neue Tribüne ein wenig die Schau.
Foto: Sebastian Beyer
Sie ist eine starke Triebkraft, die Neugier und dürfte neben dem Sommerwetter dafür gesorgt haben, dass eine solche Menge sich im Scheibenholz einfand. „Das übertrifft alle unsere Erwartungen, das letzte Mal gab es das in den 1920ern“, resümierte Jens Luft, Vize-Präsident des Leipziger Reit- und Rennvereins.
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Er gestand auch ein, dass das Gelände mit dieser Masse an Menschen an seine Grenzen stoße. Salopp gesagt, hätte es für den Übergang in den Innenraum konkrete Verkehrsregeln gebraucht. Auch die Wasservorräte der Getränkestände versiegten früh. Ob es daran lag, dass der Sponsor nun mal eine Brauerei ist und kein Mineralbrunnen? „Wir müssen nun die Veranstaltung auswerten und sehen, was wir noch verbessern können.“ Luft bedauerte, dass der Frühschoppen mit der Big Band der Musikschule Johann Sebastian Bach nicht so gut angenommen wurde, es sei so wieder zu einer deutlichen Stoßzeit an den Eingängen um 13 Uhr herum gekommen. Also zu genau der Zeit, als auf der neuen Tribüne Sven Morlok, Burkhard Jung, Alexander Leip und Jürgen Funke feierlich das Band zur Eröffnung zerschnitten. Begleitet von guten Wünschen an den Verein und verbunden mit einem Dank an Alexander Leip, dem Privatinvestor, der rund 60 Prozent der Umbaukosten trägt.
Sven Morlok, Burkhard Jung und Jürgen Funke bei der rituellen Eröffnungshandlung.
Foto: Sebastian Beyer
Der sportliche Auftakt geriet im ersten Rennen mit der schweren Verletzung von „Proust“ dramatisch. Er brach sich in der Zielkurve den rechten Vorderlauf, lief noch hinkend am Publikum vorbei und musste noch an der Strecke eingeschläfert werden. Etliche Eltern versuchten dies ihren Kindern verständlich zu machen. Selbst aus der Ferne war jedoch zu sehen, dass dem Dunkelbraunschimmel durch ein Erlösen von den Schmerzen noch am meisten geholfen war. Der Rennstall Scheibenholz und die Besitzergemeinschaft mit Jürgen Funke und Clemens Meyer bedauern den Verlust. Meyer hatte noch um die Mittagsstunde bei der Diskussion „Rennbahn Scheibenholz – Ein Leipziger Schmuckstück“ mit Stolz von seiner Beteiligung gesprochen, die nun traurig endete.
Großen Teilen des Publikums war Beklemmung anzumerken und es brauchte Zeit bis wieder deutlich und weithin vernehmbare Jubelschreie von Wettgewinnern und Mitfiebernden von der Tribüne hallten. Am lautesten waren die tobenden Glücksritter beim Ausgleich I-Rennen, das für Andrang an den Wettkassen sorgte. Hier siegte „Quinindo“ vor „Ever Strong“ und „Owentuo“. Insgesamt 15.000 Euro Preisgeld wurden verteilt. Ob es auch einen Wettgewinn in solch einer hohen Summe gab ist nicht bekannt. Die meisten Besucher machten sich wohl eher einen Spaß aus dem Nervenkitzel und setzten kleine Beträge.
Zum Ausklang des Renntages spielte das Ensemble der Musikalischen Komödie einige Stücke.
Foto: Sebastian Beyer
Viele Damen und Herren, offenbar mehr als in den Vorjahren, hatten wohl so ein gesellschaftliches Ereignis herbei gesehnt, um mal mit dem neuen Kleid, dem neuen Anzug oder der neuen Kette promenieren zu können. Ebenfalls ganz wichtig: der Hut. Hätten alle regional gekauft, Leipzigs Hutmacher hätten sich den Brückentag aus dem Kalender streichen müssen. Durch den prallen Sonnenschein bekamen die Accessoires allerdings auch eine sinnvolle Funktion.
Ginge es so leicht, der Leipziger Reit- und Rennverein würde wohl bei solchem Zuspruch zum Auftakt jeder Saison eine Tribüne eröffnen. Zunächst aber bedankt man sich während des nächsten Renntages am 16. Juni („Handwerker-Tag“) bei den an der Sanierung mitwirkenden Betrieben. „Sie sollen die Gelegenheit haben, ihre Kunden einzuladen. Natürlich sind aber auch wieder alle Leipziger willkommen,“ erklärte Jens Luft.
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2017 läuft der Nutzungsvertrag der Stadt mit der ZSL Betreibergesellschaft aus. Schon jetzt möchte die CDU die Stadtverwaltung verpflichten, in einem Folgevertrag sicherzustellen, dass die ursprünglich geplante Nutzung von 70 % zu Zwecken des Sports auch umgesetzt wird. Derzeit sind es viele Konzerte und Unterhaltungsveranstaltungen, die die Halle auslasten. mehr…
Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat heute den Antrag der SPD-Fraktion angenommen, sich zur Unterstützung der Ziele des EBI zu bekennen. Dieser steht für die Europäische Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht“ und setzte sich zum Ziel, die Privatisierung der Wasserwirtschaft zu verhindern, sowie den Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen zu verbessern. mehr…
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Fast neun Monate hat es gedauert von der Bürgermeisterwahl in Markanstädt bis zur Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig am Mittwoch, 19. Juni: Die Klage gegen die Wahl von Jens Spiske zum Bürgermeister von Markanstädt wird abgewiesen. Wahlanfechtungen verhinderten schon gleich nach der Wahl am 30. September den Amtsantritt des Wahlsiegers. mehr…
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Eine große Überraschung ist es mangels anwesender Gegenkandidaten nicht, dass Heiko Rosenthal (Die Linke) Bürgermeister für Ordnung, Umwelt und Sport bleibt. In seiner Kanditaturansprache brauchte es Rosenthal mit dem einzigen Gegenkandidaten Ludger Hinsen (ein Wahlvorschlag von Stadtrat Klaus Ufer, NPD) nicht aufnehmen, denn Herr Hinsen war nicht anwesend. Und so lud Heiko Rosenthal die Abgeordneten auf eine fiktive Flussfahrt von Lützschena bis zum Connewitzer See ein, bei der er die Errungenschaften seiner ersten Amtszeit einflocht. mehr…
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Die Umsetzung der deutschlandweiten Einführung des Digitalfunks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) geht in Sachsen in die Endphase. Noch in diesem Jahr wird der Aufbau des Digitalfunknetzwerkes abgeschlossen. Innenminister Markus Ulbig informierte am Dienstag das Kabinett über den Projektstand. mehr…
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- Schaltung: eine Woche vorher, 3 Tage nachher
- Termine Stadtrat 2013 am 23.01., 20.02., 20.03., 17.04., 15.05., 19.06., 10.07., 18.09., 16.10., 21.11., 11.12.
- Positionierung: in ungeraden Monaten: Die Linke oben, Die Grünen unten