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Christopher Street Day 2013 in Leipzig

Leipziger Olympioniken: Drei silberne Medaillen machten Mittwoch zum Leipziger Tag

Sebastian Beyer
Foto: Konrad Dobschütz
Gleich vier Messestädter griffen am Mittwoch in ihren jeweiligen Disziplinen in die Medaillenkämpfe ein. Drei Silbermedaillen durch Annekatrin Thiele im Ruder-Doppelvierer, Radrennfahrerin Judith Arndt und Kerstin Thiele im Judo sprangen heraus. Jörg Fiedler bot in der Degenkonkurrenz zwar starke Gefechte, schied aber im Viertelfinale aus.

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Annekathrin Thiele holte die erste Leipziger Medaille

Annekathrin Thiele durfte als erste Leipzigerin ein Finale an diesem Mittwoch bestreiten. Auf dem Dorney Lake bei Eton – vor den Toren Londons – hieß es: vier Frauen sitzen im selben Boot. Das waren Schlagfrau Britta Oppelt, Carina Bär, Julia Richter und eben Annekathrin Thiele in der Bugposition. Sie lieferten sich 1.500 Meter lang ein enges Rennen mit den ebenfalls starken Amerikanerinnen. Erst auf den letzten 450 der 2.000 Meter konnten sie sich schließlich absetzen und hinter dem enteilten Boot aus der Ukraine den zweiten Platz sichern. Einen erschöpften aber glücklichen Eindruck machten die vier Damen im Ziel, die klaren Favoritinnen aus der Ukraine waren eben einfach nicht zu schlagen.

Judith Arndt radelt zu Silber im Zeitfahren

Ebenso erfolgreich konnte Judith Arndt ihr letztes olympisches Rennen beenden. Im Ziel angekommen führte sie gar das Feld im Einzel-Zeitfahren mit sieben Sekunden Vorsprung an, leider kam noch Kristin Armstrong (USA) und entriss ihr die Goldmedaille mit einer um 15 Sekunden besseren Zeit über die 29 km Strecke durch die Olympiastadt. Die Übersicht über die gefahrenen Zeiten der Konkurrentinnen erwies sich als Vorteil. Arndt sagte gegenüber dem ZDF: „Ich teile mir Rennen so ein, dass ich am Ende noch zulegen kann.“ So erklärte sich also der Rückstand bei der ersten Zwischenzeit auf die vor ihr gestarteten, den sie bei der zweiten Zeitnahme schon wettgemacht hatte. Doch Armstrong war in noch etwas besserer Form.

Kerstin Thiele vor Freude außer sich

Schon ihr Einzug ins Halbfinale war eigentlich eine Überraschung, denn nur knapp hatte Kerstin Thiele sich überhaupt für die Spiele in London qualifiziert. Deshalb feierte sie ihren Sieg durch Kampfrichterurteil gegen die Chinesin Chen Fei schon wie einen Olympiasieg. Keiner der Kontrahentinnen war eine eindeutige Aktion gelungen, weder in der regulären Zeit noch in der Verlängerung. In dieser war Thiele jedoch deutlich aktiver als die Gegnerin und so zeigten alle drei Mattenrichter die weiße Fahne, die den Finaleinzug der Leipzigerin bedeuteten. Vielleicht rächte sich bei dieser Entscheidung auch ein regelwidriger Nasenstüber der Chinesin, bei dem die Kampfrichter auch in der Videobetrachtung wohl keine Absicht erkannten. Im Finale dann traf die 1,68 Meter große Polizeimeisterin dann auf die Französin Lucie Decosse und war chancenlos. Dennoch könnte diese dritte Medaille einer Leipzigerin eine kleine Feier im Deutschen Haus rechtfertigen.

Fiedler als einziger ohne Edelmetall

Jörg Fiedler konnte leider den Erfolg der Damen nicht komplettieren. Dennoch zeigte er starke und vor allem sehr selbstbewusste Gefechte. Mit dem Niederländer Bas Verwijlen machte er im Achtelfinale kurzen Prozess und ließ ihm keine Chance. Aus einer frühen Führung heraus parierte der 1,93 Meter große Ur-Leipziger die zwangsläufigen Angriffe seines Gegners und setzte häufig Riposte-Treffer. 15:8 fertigte er den Weltranglisten-Zweiten schließlich ab. Gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Jinsu Jung (Südkorea) war allerdings wegen des Rückstandes eine andere Strategie gefragt. Es war zu erkennen, dass diese Umstellung nicht leicht fiel. Dennoch blieb das Gefecht lange offen und letzlich mit 11:15 auch nur knapp verloren.


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