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2013 - was kommt: Beach & Boat mit Einstiegstipps zum Wasserwandern

Redaktion
Paddler auf der Pleiße.
Paddler auf der Pleiße.
Foto: Ralf Julke
Noch profitiert auch die Wassersportmesse Beach & Boat, die vom 14. bis 17. Februar wieder in Leipzig stattfindet, vom guten Ruf des Leipziger Neuseenlandes und seiner Attraktion für Wasser- und Naturfreunde. Und so präsentiert sich auch die 2013er Wassersportmesse mit Einsteigertipps fürs Wasserwandern. Man nehme ein Boot, ein Paddel, grundlegende körperliche Fitness und Freude an Bewegung auf dem Wasser. Schon kann die erste Wasserwandertour starten.


Denn die Technik ist leicht erlernbar, der Blick aus dem tiefliegenden Boot auf die Natur aber ein ganz besonderer. Man könnte auch so formulieren: Die Barrieren, diesen Sport zu betreiben, sind niedrig. Der Streit um muskelbetriebenen Bootssport versus Motorboote auf Leipziger Gewässern zeigt das Interesse am Thema.

Zur Leipziger Wassersportmesse "Beach & Boat" dreht sich alles rund um "Das 1 x 1 des Wasserwanderns". Falk Bruder, passionierter Wasserwanderer, und Michael Dreisbusch, Geschäftsführer von WaterWorld Dreisbusch, sind vor Ort und informieren Besucher zum richtigen Einstieg in den Wassersport.

"Wasserwandern ist für jedes Alter geeignet", so Wassersportler Falk Bruder. "Von acht bis 88 Jahren kann jeder den direkten Einstieg finden." Einzige Voraussetzungen seien es, schwimmen zu können und natürlich keine Angst vor dem Wasser zu haben. "Die Geschwindigkeit und das Ausmaß an körperlicher Belastung entscheidet letztendlich jeder allein. Das ist wie beim Radfahren: Man kann sich in 20 Minuten völlig auspowern oder sich einen Tag lang bewegen, ohne zu schwitzen: Spaß macht beides!"

Ein Vergleich, der zumindest zu denken gibt. Und die Frage aufwirft: Welches ist eigentlich die zukunftsweisende Verkehrsart auf Leipziger Wasserwegen?

Doch was genau ist für den Einstieg ins Wasserwandern zu beachten?

"Einsteiger sollten für die erste Tour ein kippstabiles Boot wählen", so Michael Dreisbusch von WaterWorld Dreisbusch. Diese sind ein wenig breiter, haben eine gerade Kiellinie und in der Regel ein etwas flacheres Unterschiff. Somit sind von vornherein Sicherheit und ein gutes Fahrgefühl für den Anfänger gewährt. Fortgeschrittene können dann etwas schmalere, schnittigere Boote wählen. Diese verfügen über weniger Anfangskippstabilität, sind dafür aber schneller im Wasser.

"Bei der Kleidung bedarf es keiner besonderen Ausrüstung. Was man zum Wandern oder Radfahren anzieht, eignet sich auch fürs Wasserwandern", erklärt Falk Bruder. Die Kleidung sollte in erster Linie bequem sein und schnell trocknen. "Jeans und Baumwollshirt sollte man also nicht zum Wasserwandern anziehen, denn sie bleiben lange nass."

Ist das Wetter zudem recht unbeständig, gehört eine Regenjacke ins Gepäck. Die Grundausrüstung eines Wasserwanderers umfasst außerdem eine Schwimmweste. "Viele schmunzeln immer darüber, denn es kann ja fast jeder schwimmen. Wer aber schon mal versucht hat, mit Kleidung im kalten Wasser zu schwimmen, hätte sich sicherlich gern eine Schwimmweste gewünscht", so Falk Bruder. Wichtig sei, dass die Schwimmweste perfekt passe, denn wenn sie zwickt und zwackt, zieht man sie nicht gern an.

"Auch das Kind und selbst der Hund sollten mit einer Rettungsweste ausgestattet sein, damit dem Wasserwanderspaß nichts im Weg steht", so Dreisbusch. Doch nicht nur Mensch und Tier, sondern auch Portemonnaie, Kamera, Handy und Pausenbrot sollten geschützt werden, am besten in einem Packsack oder einer wasserdichten Tonne.

Für Fortgeschrittene: Bootswagen & ein eigenes Paddel

Wer öfter eine Wanderung auf dem Wasser unternimmt, findet im Fachhandel eine Fülle an weiteren Produkten. Für den kurzen Gang an Land - zum Beispiel um ein Hindernis zu umtragen oder das Boot zum Campingplatz zu transportieren - eignet sich ein Bootswagen. Dieser besteht aus einem leichten Gestell und zwei Rädern. Da dieser schnell auseinander gebaut werden kann, ist er innerhalb kürzester Zeit im Boot verstaut.

Wer längere Touren angeht, dem sei gutes Kartenmaterial oder ein GPS-Gerät empfohlen. So könne man besser verfolgen, welche Wege man bewältigt hat oder wie weit das Ziel entfernt liegt. Damit die Tour auch für später festgehalten wird, eignen sich spezielle Taschen für den Fotoapparat. "Damit hat man die Kamera sehr schnell griffbereit, direkt aber auch wieder wasserdicht verschlossen", empfiehlt Bruder. Eine lohnende Investition ist auch ein eigenes Paddel, weiß Falk Bruder: "Je leichter dieses ist, umso leichter fällt auch die Tour - schließlich hat man das Paddel den ganzen Tag in der Hand."

Paddler auf der Pleiße.
Paddler auf der Pleiße.
Foto: Ralf Julke

Mieten oder kaufen?

Wer mehrfach im Jahr unterwegs ist, für den stellt sich immer irgendwann die Frage: Lohnt es sich, ein Boot zu kaufen? "Ich würde sagen, wer vier bis fünf Mal im Jahr unterwegs ist, für den lohnt es sich", so Bruder. "Außerdem paddelt man einfach häufiger, wenn man ein eigenes Boot hat", ergänzt Dreisbusch. Denn mit einem eigenen Boot sei man einfach flexibler und könne das Boot nutzen, dessen Konstruktion zu den Wünschen passe.

Wer eher im wilden Wasser unterwegs sei, brauche ein kurzes, wendiges Boot. Für lange Touren eignen sich lange, schmale Boote besser. Für ein Boot sollte man zwischen 500 und 1.000 Euro einplanen. Ein Einsitzer-Kajak kostet ab 500 Euro, ein Kanadier mit zwei Sitzen ab 1.000 Euro. "Je leichter die Boote sind, umso teurer werden sie. Das Material muss dann anders verarbeitet werden, aber das Fahrgefühl ist auch spürbar besser", erklärt Dreisbusch. Während Einsteigerboote um die 35 Kilogramm wiegen, sind Boote für Fortgeschrittene nur halb so schwer. "Die kosten dann aber auch schnell 2.500 Euro."

Das Gewicht sei dabei aber nicht zu unterschätzen, so Bruder. "Schließlich hat man jede Menge Gepäck dabei, vom Zelt über Schlafsack bis hin zum Campingkocher, da sollte man jedes Gramm sparen, das möglich ist."

"Für eine Einstiegsausrüstung aus Boot, Paddel, Bootswagen und Spanngurten fürs Auto muss man 800 bis 1000 Euro einplanen - dann ist man aber schon gut versorgt", ergänzt Dreisbusch. Das Boot kann man übrigens nicht nur im Vereinshaus lagern, auch an der Garagendecke lässt es sich gut aufbewahren. Sogar im Garten ist es problemlos lagerbar. Falk Bruder erklärt: "Wichtig ist es nur, das Boot vor UV-Licht zu schützen. Regen und Wind hält das Boot hingegen gut aus - wenn es abtrocknen kann."

Die Leipziger Wassersportmesse Beach & Boat findet vom 14. bis 17. Februar 2013 mit mehr als 140 Ausstellern statt. Die Tageskarte kostet 9,50 Euro, ermäßigt 7,00 Euro.

www.beach-and-boat.de


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