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26. Hallenhockey-Messepokal: "Auf Weltniveau Hockey gespielt!"

Jan Kaefer
Elsemiek Groen und ihre Niederländerinnen dominierten die Frauen-Konkurrenz.
Elsemiek Groen und ihre Niederländerinnen dominierten die Frauen-Konkurrenz.
Foto: Jan Kaefer
Mit Siegen des Berliner HC bei den Männern und der als Amsterdam firmierenden Frauen-Nationalmannschaft der Niederlande endete am Sonntag die 26. Auflage des Messepokals. Die Teams des Gastgebers ATV Leipzig schlugen sich gegen zum Teil übermächtige Gegner wacker. Die Frauen belegten am Ende Platz 3 und durften sich über Karoline Amms Auszeichnung zur besten Torhüterin des Turniers freuen.


Kai Müller-Hegemann, Präsident des ATV 1845 Leipzig, zeigte sich mit dem erstmals parallel in den Sporthallen Brüderstraße und Leplaystraße ausgetragenen Turnier hochzufrieden. Für L-IZ.de zog er im Interview ein persönliches Fazit:

ATV-Präsident Kai Müller-Hegemann.
ATV-Präsident Kai Müller-Hegemann.
Foto: Jan Kaefer
Herr Müller-Hegemann, wie lautet Ihr Fazit als Veranstalter dieses Turniers?
Als Veranstalter ATV Leipzig sind wir sehr, sehr zufrieden mit dem Verlauf des Turniers. Wir haben eine kolossal gute Besetzung gehabt, insbesondere im Herrenbereich mit Welt- und Europameistern, mit Olympiasiegern, mit Champions-League-Siegern - eine Besetzung, die als Turnier ihresgleichen sucht. Entsprechend war auch der Turnierverlauf auf höchstem Niveau, spannend und mit vielen, vielen Toren.

Sind sie trotzdem ein bisschen traurig, dass nicht mehr internationale Mannschaften dabei waren?
Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, dass noch ein paar Nationalmannschaften mehr kommen und hatten Kontakt mir den Frauen von Argentinien, der russischen Nationalmannschaft oder Polen. Aber leider haben diese Mannschaften abgesagt, zum Teil sehr kurzfristig, was aber dem Turnier überhaupt keinen Abbruch getan hat. Denn so hat zum Beispiel Nürnberg, das neu dazu gekommen ist, unseren Nationalmannschaftskapitän Maximilian Müller mitgebracht, worüber wir sehr glücklich sind. Wir hatten also keinen Verlust an Niveau.

Karoline Amm (ATV) würde zur besten Torhüterin des Turniers gekürt.
Karoline Amm (ATV) würde zur besten Torhüterin des Turniers gekürt.
Foto: Jan Kaefer
War es schwierig, so schnell Ersatz zu finden?
Nach den Absagen der Nationalmannschaften hat unser Organisationskommitee - in Person von Alexander Schlenzig - eine tolle Arbeit geleistet und innerhalb relativ kurzer Zeit die anderen Mannschaften noch rangeholt. Und es ist super gelaufen, wir haben hier auf Weltniveau Hockey gespielt. Dazu haben natürlich auch die Mannschaften beigetragen, die wir noch kurz vor Beginn des Turniers hinter dem Ofen vorlocken konnten.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Abschneiden Ihrer beiden ATV-Teams?
Uns war vorher klar, dass die Mannschaften hier nicht mithalten können. Unsere Damenmannschaft spielt 1. Bundesliga, die haben mitgehalten - natürlich nicht mit Vizeweltmeister Holland. Und auch bei unserer Männermannschaft, die in der 2. Bundesliga Hallenhockey spielt, war klar, dass sie gegen diese Hochkaräter aus Deutschland nicht wirklich mithalten können. Aber die Jungs haben unheimlich viel gelernt. Der Unterschied zwischen 1. und 2. Hallenhockey-Bundesliga ist riesengroß. Man hat gesehen, wie ihnen die Bälle um die Ohren geflogen sind und ihnen die Leute um die Ecke rannten, das kennen sie aus ihrer Liga nicht. Die Jungs haben ihre Leistung abgerufen. Wir erwarten keine Wunder.

Haben Sie bei den Frauen aber vielleicht damit geliebäugelt, Braunschweig zu schlagen und hier im Finale zu stehen?
Um ehrlich zu sein: Ja. Aber das Spiel ist dann leider doch deutlich für Braunschweig ausgegangen. Aber unsere Frauen haben das kleine Finale gewonnen und sind Dritter geworden. Da steckt noch ein großes Potential drin.

Die nächste Auflage des Messepokals ist schon in Planung?
Aus 26 wird 27, 28 und so weiter. Wir werden nur dann unterbrechen, wenn in den Jahren höhere Weihen anstehen, wie die Europameisterschaften, die wir im vergangenen Jahr ausgerichtet haben. Ansonsten werden wir den Messepokal als Auftakt für das Leipziger Sportjahr weiterhin durchführen. Das hat Tradition, wird anerkannt und von der Stadt Leipzig unterstützt.


Szene aus dem Männer-Endspiel München gegen Berlin, das die Hauptstädter mit 9:3 gewannen.
Szene aus dem Männer-Endspiel München gegen Berlin, das die Hauptstädter mit 9:3 gewannen.
Foto: Jan Kaefer

Die Ergebnisse der ATV-Teams

ATV Frauen:
Amsterdam/ Niederlande 0:6, Braunschweig 0:5, MHV-Auswahl Mitteldeutschland 7:6
Spiel um Platz 3 gegen MHV-Auswahl Mitteldeutschland 6:4

ATV Männer:
Amsterdam/ Niederlande 3:7, München 4:14, Hannover 4:7, Nürnberg 5:7

Finale Frauen:
Eintracht Braunschweig vs. Amsterdam/ Niederlande 0:7 (0:3)

Finale Männer:
Münchner SC vs. Berliner HC 3:9 (1:5)

Mehr Informationen:
www.messepokal.de
www.atv1845.de


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